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Spinnen - Wissenswertes über die haarigen Achtbeiner

Spinnen - für viele Menschen der Inbegriff des "Ekeltieres". Doch die Achtbeiner sind nicht nur Ihrer Netze wegen nützlich und faszinierend. In der neuen Ausgabe des Online-Journals AgrarStellenmarkt werden die verschiedenen Facetten beleuchtet

(lifePR) (Stuttgart/Hohenheim, ) In Deutschland verspürt etwa jeder Vierte beim Anblick einer Spinne Ekel und Unbehagen. Doch außerhalb der westlichen Zivilisation sei diese Angst kaum verbreitet, berichtet Proplanta in der neusten Ausgabe des Online-Journals AgrarStellenmarkt. US-Wissenschaftler haben kürzlich herausgefunden, dass die Spinnenangst nicht angeboren, sondern antrainiert ist.

Spinnen sind Teil unseres Ökosystems und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des natürlichen Gleichgewichtes. Für einige Habitate errechneten Ökologen über eine Million Spinnen pro Hektar, welche rund 50 Tonnen Beute pro Jahr vertilgen. Allein in Deutschland dezimieren Spinnen die Insekten um unglaubliche 4,5 Millionen Tonnen im Jahr. In Deutschland sind etwa 1.000, weltweit über 38.000 Spinnenarten bekannt.

Die Größe von Spinnen variiert enorm. Während z.B. das Männchen einer Riesenkrabbenspinne (Heteropoda maxima) auf Laos eine Beinspannweite von 30 cm erreicht, misst die kleinste Spinnenart Patu digua auf Borneo knapp 0,4 mm. Kreuzspinnen werden bis zu 20 Jahre alt. Eine Vogelspinne in Gefangenschaft erreichte sogar ein stolzes Alter von 27 Jahren.

Nicht jede Spinne spinnt

Für den Laien gehört das Netz zur Spinne wie das Salz in die Suppe. Etwa die Hälfte aller Spinnenarten baut jedoch keine Fangnetze, sondern fängt ihre Beute anpirschend, rennend oder lauernd. Manche Arten spinnen wiederum Netze mit beeindruckenden Ausmaßen.

Bei den bekannten Radnetzen hielt die in den Tropen beheimatete Goldene Seidenspinne (Nephila clavipes) bis vor kurzem den Größenrekord. Ihre Netze erreichen einen Durchmesser von annähernd zwei Metern. Im südpazifischen Raum werden Spinnen der Gattung Nephila gezielt zwischen Bambusrohren gehalten um aus der Spinnseide Fischernetze herzustellen.

Spinnenseide ist ein faszinierendes Material. Sie ist zwanzigmal dünner als ein menschliches Haar und zugleich fünfmal so reißfest wie Stahl. Ein Seil aus Spinnenseide mit nur einem Millimeter Durchmesser könnte eine 80 kg schwere Person tragen, ein zwei Zentimeter dickes Seil sogar einen landenden Jumbo abbremsen.

Spinnengifte und Spinnenattacken

Prinzipiell sind alle Spinnen giftig - auch die unscheinbaren Weberknechte. Doch die meisten können mit Ihren Mundwerkzeugen (Cheliceren) die menschliche Haut nicht durchdringen. Lebensgefährlich für den Menschen sind weltweit nur ca. 20 Arten. Insbesondere Kleinkinder, ältere Menschen und Allergiker sollten sich vor ihnen vorsehen.

Spinnen beißen in der Regel nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Bei einigen südamerikanischen Kammspinnen bzw. Wanderspinnen (Phoneutria spp.) kann das allerdings schon der Fall sein, wenn man ihnen sehr nahe kommt. Die Tiere vermögen zudem im Sprung (bis 2 m !) anzugreifen. Es wird vermutet, dass Phoneutria nigriventer für die meisten tödlichen Giftunfälle durch Spinnen weltweit verantwortlich ist.

In Deutschland sind zwei für den Menschen potenziell gefährliche Arten zu nennen, da sie die Haut durchdringen können: die Wasserspinne (Argyroneta aquatica) und der aufgrund des Klimawandels zunehmend sich ausbreitende Ammen-Dornfinger (Cheiracantium punctorium). Bisse sind zwar in beiden Fällen nicht tödlich, aber schmerzhaft - vergleichbar mit einem Wespenstich.

Mehr Informationen rund um die faszinierenden Achtbeiner sind im neuen Journal AgrarStellenmarkt auf www.agrar-aktuell.de nachzulesen.

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