Griechenland-Krise wirkt sich auf Agrarmärkte aus

(lifePR) ( Stuttgart/Hohenheim, )
Die Schwäche des Euros kurbelt das Exportgeschäft an, verteuert jedoch Rohölimporte. Ausführliche Hintergründe zu diesen und anderen aktuellen Entwicklungen der Agrarmärkte bietet das kostenfreie Agrarmarkt-Telegramm von Proplanta.

Die Griechenland-Krise zeigt auch Auswirkungen auf die Agrarmärkte. Das vom Staatsbankrott bedrohte Land soll nun Kreditbürgschaften von bis zu 110 Mrd. € bis zum Jahr 2012 erhalten, wobei 80 Mrd. € auf die EU-Staaten entfallen. Doch nach wie vor besteht die Gefahr, dass die EU auch weiterhin durch süd- und osteuropäische Schieflagen belastet wird. Drohende Überschuldung ist der hauptsächliche Grund für die Schwäche des Euros gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen.

Von dem niedrigen Euro-Kurs partizipiert das Exportgeschäft der EU ganz erheblich. Es verbessert sich auch die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Getreide gegenüber Offerten aus den USA, Kanada und Australien am Weltmarkt. Hingegen verteuern sich in US-Dollar gehandelte Importwaren wie Sojaschrot.

Auch bei den ebenfalls in US-Dollar gehandelten Rohölimporten ist mit einem Preisauftrieb zu rechnen, der zudem durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verstärkt werden dürfte. Außerdem hat die International Energy Agency (IEA) in Paris ihre Prognose zur globalen Ölnachfrage auf einen Tagesverbrauch von 86,6 Mio. Fass in 2010 gegenüber 84,9 Mio. Fass in 2009 erhöht. Der Ölpreis befindet sich daher auf dem höchstem Niveau seit Oktober 2008.

Neben den Rohölnotierungen existiert an der New Yorker Stock Exchange jetzt jedoch auch eine für die Agrarwirtschaft bedeutsame Ethanolnotierung mit direkter Wirkung auf die Maispreise in Europa. Seit Ende April 2010 werden dort Ethanol-Futures sogar mit Lieferort Rotterdam notiert. Dies zeigt die zunehmende Bedeutung der Bioethanolherstellung in Nordamerika und zunehmend auch in Europa. Die Nachfrage nach Mais zur Bioethanolherstellung ist vor allem in den USA steigend, so dass trotz wiederholter Rekordernten bei Mais ein weiterer Bestandsabbau auf 18 Prozent des Weltverbrauchs prognostiziert wird.

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