Freitag, 21. Juli 2017


  • Pressemitteilung BoxID 663485

Snap Map - bedenkliche neue Funktion bei Snapchat

Berlin-Mitte, (lifePR) - Mit Snap Map sehen Nutzer bei Snapchat jetzt nicht nur Beiträge von Freunden, sondern auch, wo diese sich aufhalten. Jugendschützer bemängeln, dass mit der Übertragung der Standortdaten Risiken für junge Nutzer entstehen können.

Snapchat ist mit rund fünf Millionen Teilnehmern in Deutschland zu einer der beliebtesten Apps gerade auch unter Jugendlichen geworden. Mit der Snap Map ermöglicht der Social-Media-Anbieter seinen Nutzern nun, den aktuellen Standort ihrer Kontakte auf einer Karte zu sehen und den eigenen Standort zu teilen. „Um die Persönlichkeits- und Datenschutzrechte ihres Kindes zu schützen und Kontaktrisiken zu mindern, ist es für Eltern wichtig, ihren Nachwuchs über die möglichen Folgen aufzuklären, die ein unbedachter Umgang mit der neuen Funktion haben kann“, sagt Kristin Langer, Mediencoach der Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“.

Denn die neue Funktion ist zwar freiwillig. Doch wer nicht aufpasst, verrät ungewollt seinen Aufenthaltsort: Spätestens jedes Mal, wenn ein Nutzer die Snapchat-App öffnet, wird der Standort automatisch aktualisiert. Dann ist der Standort auf der "Snap Map"-Karte für alle Snapchat-Freunde mehrere Stunden lang einsehbar. Ist die Standortfreigabe erst einmal aktiviert, bleibt sie es auch. Wer den Standort nicht mit anderen teilen will, wechselt in den "Geistmodus" (Ghost Mode) oder entzieht der App die Berechtigungen, auf den Standort zuzugreifen.

Gerade für Jugendliche wirkt das Erscheinungsbild der Karte attraktiv. Sie sehen sich und ihre Kontakte als Avatare, so dass die Snap Map wie ein Spiel wirkt. Mögliche Gefahren wie Auffindbarkeit oder sogar Belästigungen, die durch die Weitergabe des Standorts an Fremde entstehen können, sind den Nutzern oft nicht bewusst.

Wenn das Kind Snapchat nutzt, sollten Eltern Snap Map zum Thema machen: Wie will das Kind damit umgehen und wozu braucht es überhaupt diese Funktion? Wenn sich Eltern trotz der Bedenken entscheiden, Snap Map zu aktivieren, sollten sie dies gemeinsam mit dem Kind einrichten, mögliche Folgen besprechen und festlegen, welcher Sichtbarkeitsmodus wann am sinnvollsten ist. Besonders wichtig: Nur Freunde hinzufügen, die auch wirklich bekannt sind.

Weitere Informationen finden Eltern auf www.schau-hin.info und speziell zu Snapchat unter https://www.schau-hin.info/medien/mobile-geraete/wissenswertes/snapchat.html.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundes-ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Adventistischer Universitäts-Chor "Choir of the World"

, Medien & Kommunikation, Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland / Süddeutscher Verband KdöR

Der Chor der adventistischen Oakwood Universität (Huntsville, Alabama/USA) gewann Anfang Juli auf dem Musikfestival Llangollen International...

Wissenschaftstag der Metropolregion Nürnberg: Früherer EU-Kommissions-Vizechef Verheugen fordert neue Europa-Dynamik

, Medien & Kommunikation, NewsWork AG

Europa im Wandel: Der diesjährige Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg soll einen Impuls für mehr Zusammenarbeit und Kooperation...

Piratengold oder die dreiteiligen Abenteuer des Uwe Reuss, Sieben Robinsone, weiße Kamele und eine wilde Ehe - Sechs E-Books von Freitag bis Freitag

, Medien & Kommunikation, EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

Spannende Bücher. Das wünscht man sich – als Leser wie als Autor. Wie aber schreibt man ein spannendes Buch? Wie produziert ein Autor oder eine...

Disclaimer