Zu viel Stickstoff erstickt die natürliche Vielfalt

Pro Natura Magazin 1/19

(lifePR) ( Basel, )
Stickstoff ist ein Lebenselixier – doch, wo es zu viel davon hat, herrschen lebensfeindliche Bedingungen: Hohe Stickstofffrachten beeinträchtigen die Artenvielfalt auf unseren Wiesen, schwächen unsere Wälder, kontaminieren unser Grundwasser und schaden dem Klima. Die wichtigsten Treiber des Stickstoffüberschusses sind die intensive Landwirtschaft und die Verbrennung fossiler Energieträger. Den Eintrag von Stickstoff sieht man von blossem Auge nicht, und die Veränderungen in den Ökosystemen vollziehen sich schleichend. Wohl deshalb hat es der Biodiversitätskiller bisher noch nicht auf die politische Agenda geschafft, obwohl es einfach wäre, etwas dagegen zu tun.

Weitere Themen des Pro Natura Magazins 1/19:

Ein ignoriertes Verbot
In der Schweiz dürften auf Strassen, Wegen und Plätzen eigentlich keine Herbizide versprüht werden, weil diese dort oft ungefiltert in unser Grundwasser versickern. Eine Bundesstudie zeigt nun aber, dass die eine Hälfte der Anwender dieses Verbot nicht kennt und die andere sich darum foutiert. Die Antwort des Bundes auf diesen Befund: weiterhin zuschauen.

Ein Unterwasserdrama
In Schweizer Gewässern spielt sich ein kaum beachtetes Drama ab: Invasive exotische Krebse verdrängen die einheimischen Arten aus fast allen grossen Seen und Flüssen. Die letzten Restpopulationen heimischer Krebsarten finden sich in abgelegenen Gewässern. Um diese zu schützen, sollen nun Krebssperren gegen die Neozoen eingebaut werden. Dies führt jedoch zu einer weiteren Zerstückelung unserer Gewässer und hindert die Fische am Wandern.

Das Themendossier Pro Natura finden Sie online unter www.pronatura.ch/de/magazin.
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