Erfolgreiche Froschweiher auf dem Schulgelände

30 Jahre «Projekt Schulbiotop»

(lifePR) ( Basel, )
Vor 30 Jahren wurden im Pro Natura «Projekt Schulbiotop» über 40 Weiher für Amphibien angelegt. Noch heute leben hier Frösche, Kröten und Molche und dienen als Beobachtungsobjekte für den praktischen Biologieunterricht - ein Erfolg. Auch im Jahr 2014 engagiert sich Pro Natura für mehr Weiher für Frosch und Co.

Schon vor 30 Jahren förderte Pro Natura Stillgewässer für Amphibien. Im «Projekt Schulbiotope» von 1982 wurden im Verlauf von zwei Jahren auf Schularealen 44 Weiher und andere Biotope angelegt. Diese haben einen doppelten Nutzen. Einerseits sind es wertvolle Lebensräume für Amphibien, die in der Schweiz damals wie heute zu wenige geeignete Laichgewässer finden. Andererseits sind Schulbiotope interessante Beobachtungsobjekte für einen praxisorientierten Biologie- oder Naturschutzunterricht.

Die Schulbiotope sind noch da

Eine Recherche von Pro Natura zeigt: Fast 70% der Schulen haben auch nach 30 Jahren noch ein Schulbiotop - ein Erfolg. Im Laufe der Zeit wurden viele einmal komplett saniert. Manche mussten wegen An- oder Neubauten verlegt werden oder auch ganz weichen. Die Weiher beherbergen heute vor allem Grasfrösche und Bergmolche. Urs Tester von Pro Natura zieht Bilanz: «Es macht mich stolz, dass Amphibien und Schulklassen noch heute von einem Projekt profitieren, das wir vor 30 Jahren angestossen haben».

Unterricht am Weiher

Etwas weniger positiv sieht es bei der Nutzung für den Schulunterricht aus. Etwas mehr als die Hälfte der Weiher wird noch aktiv zu Unterrichtszwecken eingesetzt. Die Spurensuche von Pro Natura hat aber bereits Reaktionen ausgelöst: Mehrere Schulen, die ihr Schulbiotop aktuell nicht nutzen, wollen dieses in Zukunft wieder stärker in den Unterricht einbinden. Pro Natura empfiehlt Schulklassen dafür ihre halbtägige Naturanimation «Amphibien - Im Reich des Froschkönigs».

Warum es bei uns kaum noch quakt

Amphibien sind für ihre Fortpflanzung auf strömungsarme Gewässer wie Weiher oder Tümpel angewiesen. Im Landwirtschaftsgebiet hat der Mensch die meisten dieser Standorte trockengelegt. Amphibien finden keine Laichplätze mehr und auch geeignete Verstecke an Land sind rar geworden. Heute sind mehr als 70 Prozent der einheimischen Amphibienarten stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Pro Natura kämpft mit der Kampagne «Mehr Weiher für Frosch & Co.» gegen das Austrocknen der Schweiz und baut selber über 100 neue Laichgewässer.

Weitere Informationen unter: www.pronatura.ch/froesche
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