Auf den Spuren der Haselmaus

(lifePR) ( Basel, )
Die Haselmaus ist keine Maus. Sie gehört zu den Schläfern. In der Schweiz ist sie gefährdet und es gibt Hinweise darauf, dass ihr Bestand weiter zurückgeht. Pro Natura will daher mehr über die Verbreitung des niedlichen Nagers erfahren und startet die Aktion «Auf zur Nussjagd!». Sie ruft Schulklassen und Jugendgruppen dazu auf, sich als junge Forschende auf die Suche nach Knabberspuren der scheuen Haselmaus zu machen.

Ab August bis im Oktober läuft die Pro Natura-Suchaktion «Auf zur Nussjagd!». Im Rahmen ihrer Kampagne «Biodiversität - jede Art zählt!» richtet sich Pro Natura an Schulklassen und Jugendgruppen.
Lehrpersonen sowie Gruppenleitende sind eingeladen, mit ihrer Klasse respektive ihrer Gruppe beim Halali auf Haselnüsse, der Lieblingsspeise der Haselmaus, teilzunehmen. Der scheuen und kleinsten Schläferart der Schweiz will Pro Natura mit der Nussjagd nachspüren. Unter www.pronatura.ch/nussjagd erfahren Lehrkräfte und Guppenleitende, wie die Aktion abläuft, wie sie teilnehmen können und finden viel Wissenswertes samt Unterrichtshilfen zur Haselmaus.

«Wir müssen mehr über die Verbreitung der gefährdeten Haselmaus wissen. Kinder und Jugendliche können einen konkreten Beitrag zum Schutz der Haselmaus liefern. Zudem ist die Gelegenheit günstig, die jungen Forschenden im Internationalen Jahr der Biodiversität mit dieser Aktion zum Thema Biodiversität zu sensibilisieren, nicht im Schulzimmer, sondern draussen in der freien Natur», fasst die Projektleitende, Agneta Heuman, die Ziele der Nussjagd zusammen.

Und so läuft die Nussjagd

Ab August und bis Oktober geht es auf die Nussjagd. Jede Klasse oder Gruppe sucht in einem bestimmten Waldgebiet, an einem Waldrand oder entlang einer Hecke nach angeknabberten Haselnüssen und schickt diese zusammen mit einem ausgefüllten Suchprotokoll an Pro Natura. Wer will, hängt in diesem Gebiet auch Haarfallen auf und schickt auch die gesammelten Haare ein. Pro Natura lässt das Material bestimmen und meldet der Klasse oder Gruppe, ob es in ihrem Gebiet Haselmäuse hat oder nicht. Ende 2010 erhalten alle Klassen und Gruppen als Dank ein Diplom, einen Bericht über die Verbreitung der Haselmäuse und die entstandene Verbreitungskarte. Alle Klassen und Gruppen nehmen ausserdem an einer Verlosung mit attraktiven Preisen teil.

Wieso «Nussjagd» und nicht «Haselmaus-Suche»?

Haselnüsse sind die Lieblingsspeise der Haselmaus. Typisch angeknabberte Haselnüsse deuten auf das Vorkommen des Nagetiers in der Umgebung hin. Von Angesicht zu Angesicht beobachten kann man die Maus, die keine Maus ist, leider selten: Sie ist nicht nur klein und flink, sondern vor allem scheu und nachtaktiv.

Die scheue Schläferin

Die kleinste einheimische Schläferart (die Haselmaus ist keine Maus), eine nahe Verwandte des bekannteren Siebenschläfers, lebt vorwiegend in Waldgebieten mit ausreichender Krautschicht, an Waldrändern und in Hecken. Sie wird kaum grösser als neun Zentimeter und nicht mehr als 40 Gramm schwer. Der kleine Nager ernährt sich von Knospen, Blüten, Blättern und Früchten, im Sommer auch von Schnecken, Insekten und manchmal von Eiern. Ab August und bis Oktober ist die Haselmaus besonders aktiv. Dann muss sie sich für den Winter(schlaf) ihre Fettreserven anfressen. Das tut sie mit ihrer namenstiftenden Leibspeise, den Haselnüssen. Ihr Gewicht kann sich in dieser Zeit verdoppeln.

Haselmäuse kommen vor allem im Flachland bis 1000 m.ü.M. vor. Bei guten Lebensraumbedingungen aber auch bis knapp 2000 m.ü.M. Nachweise gibt es aus dem Mittelland, aus der Jurakette und aus tiefliegenden Regionen der meisten Alpentäler. Die Datenlage ist aber unvollständig. Es ist wichtig, in möglichst vielen Gebieten auf Spurensuche zu gehen, um mehr über die Verbreitung herauszufinden.

Internet:
www.pronatura.ch/nussjagd
www.pronatura.ch/biodiversitaet
www.pronatura.ch/umweltbildung

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