Zahl des Monats Oktober: 93 Prozent

(lifePR) ( Berlin, )
Was bringt uns mehr Versorgungssicherheit? Das war die zentrale Frage der Digitalkonferenz „Für ein gesundes Europa“ am 7. Oktober 2020, die von Pro Generika initiiert wurde. Weitgehende Einigkeit herrschte bei den digitalen Teilnehmern in dem Punkt, dass veränderte Ausschreibungen der Krankenkassen und Krankenhäuser das Problem der Lieferengpässe entschärfen könnten. Was genau geschehen müsse, gab eine Mehrheit der Teilnehmer so an: Jenseits des Preises sollten weitere Vergabe-Kriterien wichtig sein – das fanden 93 Prozent.

• Nur 7 Prozent waren der Meinung, dass der Preis das einzige Kriterium, nach dem Krankenkassen und Krankenhäuser den Zuschlag vergeben, bleiben sollte.
• 17 Prozent gaben an, dass ein europäischer Standort von Produktion oder Zulieferern berücksichtigt werden sollte, wenn sich Kassen und Krankenhäuser auf einen Hersteller festlegen. 12 Prozent plädierten für höhere Umweltauflagen.
• 64 Prozent sprachen sich dafür aus, dass – neben dem Preis – der Nachweis robuster Lieferketten eine Rolle spielen sollte, wenn sich Hersteller an Ausschreibungen beteiligen.

Derzeit werden Bemühungen der Generika-Hersteller in robustere Lieferketten – etwa das Bereithalten einer zweiten Wirkstoffquelle – in der Regel nicht honoriert. Bei den meisten Ausschreibungen von Krankenkassen und Krankenhäusern zählt allein der günstigste Preis. Das führt dazu, dass Lieferketten immer effizienter werden müssen und ihre Robustheit zunehmend leidet. Das Dilemma der Unternehmen, die Lieferengpässe um jeden Preis vermeiden wollen, erklärt Dr. Christine Schneider, Leiterin Vertrieb und Marketing für Spezialprodukte bei der Firma PUREN Pharma, in diesem kurzen Film. 

Die Konferenz „Für ein gesundes Europa“ verfolgten phasenweise bis zu 1.400 Teilnehmende und Zuschauer aus bis zu 20 Ländern. Die Aufzeichnung der Veranstaltung, bei der Gesundheitsminister Jens Spahn die Keynote zum Thema Versorgungssicherheit sprach, finden Sie hier.

 
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