Montag, 23. Oktober 2017


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Studierende schaffen Begegnungsraum: "Wofür schlägt dein Herz in der Medizin?"

Sommerakademie vom 31. Juli bis 6. August 2010 an der UWH wendet sich Fragen der Integrativen Medizin zu, die im Studium bisher wenig beachtet werden

Witten, (lifePR) - Die fortschreitende Verschärfung der Kostenexplosion und des Ärztemangels im deutschen Gesundheitswesen stellt Gesellschaft und Politik vor kaum lösbare Aufgaben. Bieten eine vermehrte Förderung integrativer Therapien und eine Erneuerung und Schärfung des eigentlichen ärztlichen Berufsbildes für junge Ärzte und Therapeuten in Ausbildung Chancen auch auf diesen Gebieten? Dies wird eine der Fragen auf der Sommerakademie für Integrative Medizin sein, die eine Gruppe Studierender vom 31. Juli bis 6. August 2010 an der UWH ausrichtet.

Unter dem Motto "Medizin mit Herz und Hand" geht es um eine Bereicherung der Medizin durch erweiterte Ansätze: "Das Medizinstudium vermittelt eine große Fülle von technischem Detailwissen, das Ärzte sicher auch brauchen, aber ist das alles? Wie kann eine Medizin aussehen, die heilsam und liebevoll auf den Patienten eingeht? Welche Therapieformen können das ärztliche Tun erweitern? Wie kann man sich selbst dafür schulen? Die Universitäten halten kaum Möglichkeiten bereit, sich mit solchen Fragen auseinanderzusetzen.", beschreibt Jan Mergelsberg, angehender Arzt aus dem Organisationsteam, den Hintergrund der Veranstaltung.

Eingeladen sind Medizinstudierende, Ärzte, Therapeuten und Interessierte aus dem deutschsprachigen Raum, die eine Woche lang in Zelten vor der Uni Witten/Herdecke übernachten, an Foren, Workshops, Podien, Vorträgen teilnehmen und darin mitdiskutieren, Gespräche führen, Perspektiven wechseln, voneinander lernen - und all das bunt umrahmt durch Kunst und Spiel. Auch die Praxis der Integrativen Medizin soll nicht zu kurz kommen.

Workshops werden angeboten in: Traditioneller Chinesischer Medizin, Homöopathie, Anthroposophischer Medizin, Kunsttherapie, Rhythmischer Massage, Osteopathie, Musiktherapie, Action Painting, Heilpflanzenexkursionen und Klinik-Clowning. Ein wichtiger Bestandteil des Programms ist die Erarbeitung eines Patienten-Falles unter integrativmedizinischen Gesichtspunkten.

"Jeder Studierende hat das Medizinstudium begonnen, weil ihm etwas in der Medizin am Herzen liegt. Oft sind es Impulse wie anderen Menschen helfen zu können oder einen kompetenten und liebevollen Umgang mit Menschen zu erlernen. Sie gehen in einem verschulten Studium oder ruhelosen Arbeitsumfeld leicht unter. Wir schaffen mit der Sommerakademie einen Raum, in dem die Teilnehmer sich über diese Ideale austauschen und Wege zu ihrer Umsetzung finden können", erläutert Anna Sophia Riekert, Medizinstudentin im 9. Semester, die Zielsetzung. "Wir wünschen uns, dass die Teilnehmer nach unserer einwöchigen Sommerakademie mit Begeisterung und neuen Anregungen in ihr Studiums- oder Arbeitsleben zurückkehren."

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