Freitag, 20. Juli 2018


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Schellnhuber: Deutschland muss seine CO2-Emissionen schnell und stark senken

Potsdam, (lifePR) - Die 23. UN-Klimakonferenz, auf der Fidschi und damit erstmals ein bereits heute vom Klimawandel betroffener Inselstaat den Vorsitz hatte, geht zu Ende. Die nationalen und internationalen Verantwortlichkeiten zur Begrenzung des Klimawandels enden jedoch nicht hier, das müssen auch die Ergebnisse der Sondierungsgespräche in Berlin widerspiegeln.

Dazu Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung (WBGU) und Vorsitzender des High Level Panel on Decarbonisation Pathways der Europäischen Kommission:

"Wir haben in Bonn eine starke Symbolik gesehen – Deutschland hat mit und für Fiji den Klimagipfel organisiert: ein reiches Land für ein armes, ein Land mit einer großen Verantwortung für den Ausstoß von Treibhausgasen in der Vergangenheit für ein Land, das an der Erderwärmung nicht schuld ist. Das aber durch den Klimawandel wortwörtlich vom Untergang bedroht ist, weil der Meeresspiegel steigt. Damit dies aber nicht bloße Symbolpolitik bleibt, muss Deutschland jetzt auch wirklich seine CO2-Emissionen schnell und stark senken. Den Betroffenen des Klimawandels auf der Bühne zu applaudieren und dann aber weiter ungehemmt Kohle zu verbrennen, wäre wirklich verlogen. Das muss jetzt der Maßstab auch für die Ergebnisse der Koalitionsgespräche sein."

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