Gehaltsbiografie 2015 - So verändert sich das Gehalt im Alter

(lifePR) ( Hamburg, )
Wie groß ist die Erwerbslücke zwischen jüngeren und älteren Berufstätigen - wie hoch der Einkommensunterschied zwischen Akademikern und Fachkräften ohne Uniabschluss? Die Vergütungsplattform Gehalt.de hat aus über 227.687 Datensätzen den aktuellen Erwerbsstand empirisch ermittelt und die Ergebnisse in der Studie "Gehaltsbiografie 2015" festgehalten.

Laut Gehalt.de steigt das Einkommen im zunehmenden Alter kontinuierlich an. Demnach verdient ein 40-Jähriger im Schnitt 96 Prozent mehr als sein 20-Jähriger Kollege. In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Zuwachs um etwa 27.000 Euro auf 54.819 Euro. "Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft steigen die Personalkosten in den Unternehmen stärker als der allgemeine Gehaltszuwachs erwarten ließe", sagt Tim Böger, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Großer Gehaltsunterschied im Alter zwischen Mann und Frau

Die Erwerbslücke zwischen weiblichen und männlichen Fachkräften beläuft sich zu Beginn ihrer Berufslaufbahn auf etwa 4.500 Euro. Im zunehmenden Alter vergrößert sich diese bis zu einer Differenz von etwa 19.000 Euro. Das Gehalt der weiblichen Fachkräfte sinkt hierbei schon ab dem 40. Lebensjahr und damit fünf Jahre früher als das der männlichen Kollegen. Neben dem früheren Beginn des Rückgangs, reduziert sich außerdem der durchschnittliche Erwerb weiblicher Fachkräfte stärker als bei Männern.

Bei Führungskräften weitet sich die anfängliche Gehaltslücke von ca. 13.000 Euro mit zunehmenden Alter bis hin zu einer Differenz von 40.000 Euro. Zudem steigt das Gehalt der männlichen Führungskräfte bis zum 55. Lebensjahr um insgesamt 106 Prozent - das der Frauen lediglich bis zur Alterskategorie 45 um knapp 83 Prozent.

Akademiker verdienen fast das Doppelte

Akademiker mit einem Master- oder Diplomabschluss verdienen mit durchschnittlich 72.000 Euro knapp das Doppelte im Vergleich zu Fachkräften, die nach der mittleren Reife ins Berufsleben einsteigen. Diese erhalten im Schnitt 36.200 Euro.

Je besser die Ausbildung, desto stärker außerdem der prozentuale Gehaltsanstieg. Laut Analyse von Gehalt.de ist bei Nicht-Akademikern die Maximalvergütung mit 35 Jahren bereits erreicht. Bei Berufstätigen mit Master und Diplom geschieht dies erst im Alter von 50.

Zur Methodik: Die Vergütungsexperten von Gehalt.de analysierten aktuelle Gehaltsangaben von 227.687 Fach- und Führungskräften. Die Daten wurden in Altersintervalle mit Fünf-Jahresschritten unterteilt. Ein z.B. mit 35 Jahren gekennzeichnetes Intervall beinhaltet damit die Lebensalter von 33 bis 37. Berücksichtigt wurden das Alter, das Geschlecht, der Bildungsstand, die Berufsbranche sowie die Größe von Unternehmen.
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