23. Bundestreffen "Jugendclubs an Theatern" in Cottbus

(lifePR) ( Cottbus, )
Die Entscheidung ist gefallen. Am 16. und 17. Juni haben sich die Juroren des BuT (Bundesverband Theaterpädagogik) Ausschusses „Jugendclubs an Theatern“ in Cottbus getroffen und aus 72 Bewerbungen sechs Inszenierungen ausgesucht, die die Bandbreite und Vielfalt der Jugendclubarbeit an deutschen Theatern widerspiegeln und im Rahmen der Festivalwoche vom 01.-06.10.2012 am Piccolo Theater in Cottbus gezeigt werden. Ausgewählt wurden folgende sechs Jugendclubinszenierungen.

- DIESDAZU - Münchner Volkstheater mit „Frei von Astlöchern“
- Junges Ensemble - Theater Gruene Sosse Franktfurt/Main mit „EXIT“
- Jugendclubs4 – Theater an der Parkaue Berlin – „Romeo und Julia“
- Club der Spezialisten – Düsseldorfer Schauspielhaus – „Beeing Ulysses“
- P14 Jugendtheater – Volksbühne Berlin – „FLEISCH“
- Extra Bäng – Schauspiel Hannover – „Die kahle Sängerin“

HERZLICHEN GLÜCKWUSCH!!!

Das Piccolo Theater als Gastgeber des Festivals eröffnet die Theatertage mit der Jugendclubproduktion „Die Verwandlung“ frei nach Franz Kafka. Alle Theater, die sich zum Bundestreffen beworben haben, haben die Möglichkeit 2 Delegierte nach Cottbus zu schicken. 6 intensive Tage, 7 außergewöhnliche Inszenierungen, 10 prägende Workshops, knapp 30 lustvolle Gespräche und Diskussionen, 170 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 1000 magische Momente, unendlich viele Erfahrungen, Eindrücke und Erinnerungen: Vom 01.10. bis zum 06.10.2012 wird das Piccolo Theater Cottbus und damit Brandenburg Ausrichter des 23. bundesweiten Festivals „Jugendclubs an Theatern“ sein. Neben den ausgesuchten Produktionen wird es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit einer Vielzahl von Workshops, Diskussionen und Gesprächen für Jugendliche geben.

Hintergründe

Das Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern findet 2012 bereits zum 23. Mal statt. In diesen letzten 23 Jahren ist die Jugendclubarbeit an vielen Theatern in der Bundesrepublik zu einem festen Bestandteil des künstlerischen und pädagogischen Repertoires geworden. Das Interesse der Jugendlichen ist groß, für viele Heranwachsende sind Jugendclubs an Theatern wesentliche (kreative) Impulsgeber für ihr späteres (Berufs-)Leben. Die Schirmherrschaft für das Festival wurde von Dr. Kristina Schröder, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernommen.

Jugendclubarbeit als ästhetische Bildung

Jugendclubarbeit ist ein in den Theatern fest verankerter Bereich ästhetischer Erziehung und Bildung und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Freisetzung und Förderung sowohl von Phantasie und Kreativität, als auch von eigenverantwortlichem Handeln und einer Offenheit gegenüber Neuem und Fremdem. Jugendclubarbeit bietet den Heranwachsenden die Chance, sich künstlerisch und damit ganzheitlich mit ihrer, mit unserer Welt auseinanderzusetzen.

Jugendclubarbeit als Plattform des Austausches zwischen Theaterprofis und Publikum

Damit sind die Jugendclubs an den Theatern auch ein Ort des Austausches der professionellen Theatermacher mit ihrem Publikum. Hier entstehen Bindungen und Wechselwirkungen zwischen Zuschauern, jungen Akteuren und professionellen Theatermachern, die für die Lebendigkeit der Theaterproduktion eine zentrale Rolle spielen können. Das Interesse der Theater an diesem Austausch ist in den letzten Jahren stark gewachsen.

Das Festival

Ein erster bundesweiter Austausch der Jugendclubarbeit an Theatern fand 1990 am Thalia Theater in Hamburg statt. Inzwischen regelmäßig mit Fördermitteln des Bundes ausgestattet, findet das Bundestreffen - in Kooperation zwischen dem Bundesverband Theaterpädagogik und einem Theater - seither alljährlich an einem anderen Ort statt. In den vergangenen Jahren waren dies Stuttgart, Weimar/Jena, Regensburg, Krefeld, Dresden und Leipzig. Mit Cottbus findet das Festival in Brandenburg statt. An den sechs Tagen des Festivals werden sechs ausgewählte Inszenierungen aus ganz Deutschland gezeigt und diskutiert. Die Intention des Festivals ist dabei zum einen, die Bandbreite der Jugendclubarbeit an deutschen Theatern sichtbar zu machen und den Austausch zu fördern, zum anderen möchte das Festival das in der Theaterarbeit mit Jugendlichen verfolgte Ziel einer ebenso lustvollen wie kompetenten Auseinandersetzung mit der Kunstform Theater unterstützen.

Das Festival beschränkt sich daher nicht auf Theateraufführungen, sondern bietet mit Aufführungsgesprächen und Workshops Gelegenheiten für Austausch, Reflexion,
kritische Auseinandersetzung und neue Erfahrungen für Spieler und Spielleiter gleichermaßen. Alle Gruppen, die Bewerbungen zum Festival einreichen - in den letzten Jahren waren das ca. 50 pro Jahr - haben die Möglichkeit, zwei Delegierte zum Festival zu entsenden. Wie alle Festivalteilnehmer verbringen diese Jugendlichen die gesamte Festivalzeit am Ort des Festivals. Die Delegierten nehmen die Impulse des Festivals mit in ihre Jugendclubs und garantieren so eine nachhaltige Breitenwirkung des Bundestreffens der Jugendclubs an Theatern.

Die Workshops

Neben Vorstellungen und Gesprächen bietet das Festival an zwei Tagen ein umfangreiches Workshopprogramm mit zehn Workshops für Spieler und Spielleiter. Für diese Workshops werden bundesweit renommierte Künstler engagiert, die sich auch in der Vermittlung ihrer Kunst bewährt haben. So können sich die teilnehmenden Jugendlichen künstlerisch ausprobieren, sich austauschen, Grenzen austesten und sich dabei persönlich weiter entwickeln. Es gehört zur Tradition des Bundestreffens, dass die Workshoppräsentationen an einem halben Tag den öffentlichen Raum der gastgebenden Stadt beleben. Auf diese Weise kann die lokale Öffentlichkeit auch über den Besuch der Vorstellungen hinaus in das Festival miteinbezogen werden.

Die Gespräche

Die Gespräche und Diskussionsrunden nehmen im Rahmen des Festivals großen Raum ein. Methodisch vorbereitet durch Kleingruppengespräche direkt im Anschluss an die Vorstellung, werden sie in der Regel am folgenden Tag auf dem großen Podium durchgeführt. Ein Moderator / eine Moderatorin fasst die Eindrücke und Fragen aus den Kleingruppen zusammen und gibt an der Inszenierung orientierte thematische Impulse für das Gespräch. Ziel ist dabei ein Erkenntnisgewinn für alle Teilnehmer, Jugendliche oder Erwachsene. Die separat durchgeführten Diskussionsrunden der Spielleiter dienen der künstlerischen, aber auch der methodischen und pädagogischen Reflexion. Zusammen mit den Spielleiterworkshops bieten sie eine bundesweit einzigartige und viel genutzte Plattform für Reflexion und Netzwerkbildung von Spielleitern der Jugendclubs an Theatern.

Kosten für die teilnehmenden Jugendlichen

Für alle eingeladenen Gruppen sowie für alle jugendlichen Delegierte der jeweiligen Theater ist die komplette Festival-Woche kostenfrei- sowohl Unterkunft und Verpflegung, als auch die Möglichkeit, das komplette Festival-Programm wahrzunehmen, sind unentgeltlich. Damit ermöglicht das Festival auf einzigartige Weise, dass auch benachteiligte Jugendliche die Möglichkeit haben, dieses überregional bedeutsame Festival für sich als Austauschplattform und als kreativer Impulsgeber für die eigene persönliche Entwicklung zu nutzen.

Die Organisatoren

Die Auswahl der Inszenierungen und die Organisation des Festivals werden vom Ausschuss "Jugendclubs an Theatern" des Bundesverbandes Theaterpädagogik unter Federführung des gastgebenden Theaters geleistet. Ihm gehören neben den Fachleuten Jungjuroren an, die in den letzten Jahren am Festival teilgenommen haben und eine besondere Reflexionsfähigkeit gezeigt haben. So wird sichergestellt, dass die Auswahl der Inszenierungen und die Gestaltung des Festivals unter aktiver Teilhabe von Jugendlichen geschehen.
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