Samstag, 19. August 2017


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Zukunftsmarkt Foto- und Imaging - Wachstum durch Wandel

Digitale Transformation erweitert Spektrum und definiert Foto- und Imagingbranche neu

Frankfurt am Main, (lifePR) - Wie der Photoindustrie-Verband (PIV) berichtet, weitet Imaging als Schlüsseltechnologie aktuell seinen Radius weiter aus. Schon jetzt findet sie sich in allen Bereichen des täglichen Lebens wieder: in Wissenschaft, Medizin und Technik sowie in der industriellen Fertigung. Mit der digitalen Transformation wandelt sich das Imaging Ökosystem mit seinen Playern zunehmend von Hardware- zu zusätzlichen Software- und Dienstleistungsspezialisten. Verstärkt auszumachen sind immer mehr neue Allianzen zwischen Unternehmen, die das Imaging Ökosystems signifikant erweitern. Die Foto- und Imagingbranche setzt sowohl im B2C- als auch B2B-Bereich neue boomende Trends wie in Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR), Cloud, Connectivity, Multicopter, Apps, Sicherheitstechnik und Haushaltsroboter.

Veränderter Umgang mit Bildern und Bild-Technologien

Praktisch zu jeder Zeit speichert irgendwo auf der Welt jemand ein Foto auf einem Bildchip. Infotrend erwartet für 2016 weltweit 1,138 Billionen weitere, von Konsumenten festgehaltene Fotos. Brandwatch berichtet, dass rund um den Globus täglich 350 Millionen Fotos auf Facebook, 95 Millionen auf Instagram, 400 Millionen bei Snapchat und 1,6 Milliarden über WhatsApp geteilt werden. Bilder sind mehr denn je ein selbstverständliches Kommunikationsmittel, das das Leben in allen Alltagssituationen bereichert.

Der veränderte Umgang mit Bildern wäre nicht möglich ohne die technologische Infrastruktur der modernen Imagingbranche. Das Portfolio an Produkten und Dienstleistungen zum Aufnehmen, Verarbeiten, Speichern, Transfer, Präsentieren und Archivieren von Bildern, ist heute so vielfältig wie noch nie und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei integriert die Imagingbranche Know-how aus der Bildgebung ebenso wie aus der Mechatronik, IT, Heimeletronik, Robotik und weiteren verwandten Disziplinen.

Positiver Zukunftstrend: Ineinandergreifen der Technologien

Medien und Analysten berichten bevorzugt über die rückläufigen Verkaufszahlen für Kameras und Zubehör wie Fototaschen, Blitzgeräte und Wechselobjektive. Dies zeichnet aber ein unvollständiges Bild von der Zukunftsfähigkeit der Imagingbranche, die sich im Wandel zur smarten Imagingwelt befindet. Das Portfolio der Imaginbranche gewinnt durch die Digitale Transformationen enorm an Breite. Das setzt eine hohe Innovations- und Anpassungsfähigkeit voraus, um neue Trends zu setzen und zu begleiten. Dabei geht die Entwicklung der Branche weg von reinen Hardwarelieferanten hin zu software- und dienstleistungsorientierten Angeboten sowie zu völlig neuen Anwendungsbereichen und Geschäftsmodellen. War die Foto- und Imagingindustrie schon immer im Technologiebereich angesiedelt, so entwickelt sie sich mehr und mehr Richtung vernetzter High-Tech-Angebote. Die Foto- und Imagingbranche zeigt aktuell, dass sie in der Lage ist, diesen Wandel aktiv mitzugestalten; einerseits durch neue Trendprodukte und andererseits durch Kooperationen mit Technologieanbietern auch aus ganz neuen Bereichen. Entsprechend facettenreich und erfolgversprechend sind die Zukunftsaussichten für die Branche.

Aufnahmegeräte – Viel um die Augen

Die Vielfalt an Aufnahmegeräten steigt sowohl im B2C- als auch in B2B-Bereich, sie bilden die Grundlage für jede denkbare Anwendung im Imaging Ökosystem. Der Smartphonemarkt befindet sich weltweit ungebrochen auf hohem Niveau während für Tablets leichte Rückgänge auszuweisen sind. Beide Geräte generieren außerhalb ihrer Aufnahmeeinheit wichtige Marktimpulse für das Imaging Ökosystem und haben die Omnipräsenz der Bilder und Videos als festen Bestandteil jeglicher Kommunikation erhöht.

Für Schlagzeilen sorgen im B2C-Bereich aktuell 360 Grad Kameras, deren eingesetzter Boom durch Virtual Reality-Hype gefördert wird. Eine noch recht neue Kamerakategorie stellen Bodycams dar, mit denen zunehmend Polizisten und Sicherheitspersonal ausgestattet werden. Der Markt wird in den nächsten Jahren weiter an Fahrt aufnehmen. IHS (Informations Handling Services) schätzt den weltweiten Absatz in 2016 auf 135.000 Stück. Dashcams, den Bodycams sehr ähnlich und hinter der Windschutzscheibe angebrachte Kameras, sind ein Wachstumsmarkt. Die GfK prognostiziert für Europa einen Absatz von 2 Millionen Dashcams bei einem laufenden Umsatz von 150 Millionen Euro im Jahr.

Der Markt für Action-Cams befindet sich auf hohem Niveau mit einer weiterhin leicht ansteigenden Absatzkurve wie sie für Produktzyklen typisch ist. Für weltweit prognostiziert die GfK einen Verkauf von 10,5 Millionen Stück und für Deutschland einen Absatz von 670.000 Kameras in 2016. Ob der Boom rund um die Action-Cams in den kommenden Jahren weiter in der Dimension anhalten wird, hängt von den Innovationen, aber auch von dem angebotenen Zubehör ab. Je weitreichender Letztgenanntes ist, desto breiter gefächert sind die möglichen, künftigen Einsatzgebiete was wiederum die Nachfrage ankurbelt.

Die Marktentwicklung für Kompakt-, Spiegelreflex- und kompakte Systemkameras steht 2016 unter dem Einfluss des Kumamoto-Erdbeben am 14. April diesen Jahres, das nach wie vor zu einer Warenknappheit führt. Auch wenn sich die Lage langsam normalisiert und die Produktionen wieder anlaufen, so kann die Nachfrage noch immer nicht vollständig bedient werden. Auch Neuheiteneinführungen haben sich durch das Erdbeben verzögert, was zusätzlichen Einfluss auf die Marktentwicklung in 2016 hat. Mit dem Wissen um Lieferengpässe wurde der Markt zudem so gut wie nicht beworben, um nicht eine Nachfrage zu generieren, die möglicherweise nicht bedient werden kann. Die durch das Erdbeben ausgelösten Rückgänge werden nach derzeitiger Einschätzung bis zum Jahresende nicht kompensiert werden können. Weltweit betrachtet sind in allen drei Segmenten in der Menge prozentual höhere Rückgänge auszuweisen als im Wert. Für Deutschland betrachtet liegen Rückgänge sowohl in der Menge als auch im Wert in den Kamerasegmenten Kompakt und Spiegelreflex vor, während der Absatz der kompakten Systemkameras sich auf stabilem Niveau befindet.

Virtual Reality und 360 Grad – Alles so schön rund hier

Virtual Reality (VR) ist das Trendthema der Imagingbranche mit der immer mehr Menschen in künstliche virtuelle Welten eintauchen. IDC (International Data Corporation) geht davon aus, dass der weltweite Absatz von VR-Headsets von prognostizierten 9,6 Millionen in 2016 auf 64,8 Millionen in 2020 ansteigt. Mit der Verbreitung von VR-Brillen wächst das Angebot an Hard- und Software. Beinahe täglich kündigen Hersteller neue Headsets, Kameras wie beispielsweise neue 360-Grad-Modelle, Spiele, Funktionen und Anwendungen an. Schon bald wird VR im Repertoire vieler Fotografen und Filmer fest verankert sein.

Augmented Reality – Alles vor den Augen

Anders als mit VR-Brillen tauchen Anwender bei Augmented Reality (AR) nicht mit dem ganzen Sichtfeld in künstliche Welten ein. Stattdessen wird der Blick auf die Umwelt durch die Smartphone-Kamera, das Brillenglas oder die Windschutzscheibe mit nützlichen Computerdaten erweitert. Bisher sind Datenbrillen für AR-Anwendungen ein Nischensegment doch aktuell scheint die Technik reif für den Durchbruch zum Massenmarkt. Werden in 2016 geschätzt 400.000 AR-Headsets weltweit ausgeliefert, dürften es in vier Jahren voraussichtlich 45,6 Millionen Geräte sein (IDC, April 2016). Weil die teilweise sichtdurchlässige AR-Hardware grundsätzlich in mehr Bereichen flexibler als vollverschalte VR-Headsets einsetzbar ist, könnte Augmented Reality mittelfristig der wirtschaftlich bedeutendere Produktzweig sein. Digi-Capital (Januar 2016) prognostiziert für 2020 einen weltweiten Umsatz mit Augmented Reality von 90 Milliarden US-Dollar, während mit Virtual Reality gleichzeitig schätzungsweise nur 30 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden wird. Für die künftigere stärkere Verbreitung von AR spricht, dass die technologische Infrastruktur in den meisten Haushalten bereits vorhanden ist. Auf handelsüblichen Smartphones lassen sich bereits heute viele AR-Anwendungen ohne Datenbrille ausführen. Dies erklärt den explosionsartigen Erfolg der auf Augmented Reality basierenden Spiele-App Pokémon Go.

Foto- und Video-Apps – Milliardenmarkt der Mini-Programme

Foto- und Video-Apps haben ihren festen Platz in der App-Ökonomie und garantieren Wertschöpfung den gesamten Imagingworkflow (Bearbeitung, Speicherung, Ausgabe) betreffend. Konsumenten finden ein wachsendes Angebot an Foto- sowie Video-Apps und alltagsrelevante AR-Imaging-Apps, die verstärkt an Bedeutung gewinnen. Anwendungen, Inhalte und Dienste in App-Form zu vertreiben, ist dementsprechend ein anhaltend attraktiver Markt. Wurden laut den Marktanalysten von App Annie 2015 weltweit 41,1 Milliarden US-Dollar auf diese Weise umgesetzt, sind es im aktuellen photokina-Jahr geschätzte 50,9 Milliarden. Bis zum Ende des Jahrzehnts werde sich dieser Wert verdoppeln, prognostiziert App Annie (Februar 2016). Die Nachfrage nach Apps für Mobilgeräte zieht auch in Deutschland rasant an. Laut Bitkom und research2guidance (August 2015) dürfte der hiesige Markt im vergangenen Jahr die Milliardenmarke geknackt haben. Anwendungen für Fotos und Videos haben einen festen Platz in der App-Ökonomie. Über 53.000 Apps ordnet Pocketgamer (Juni 2016) dieser Kategorie im Apple App Store zu, über 39.000 zählt Appbrain (Juli 2016) bei Google Play.

Cloud – Die vernetzte Imagingwelt

Wie verzahnt und ineinander übergreifend heute die einzelnen Imagingsegmente sind veranschaulicht hier auch die Cloud, mit der nicht nur Apps in Verbindung stehen. Vornehmlich Fotos über die Cloud zu bearbeiten, zu sortieren und darin zu archivieren, wird zur gängigen Praxis. Effiziente Workflows durch Vernetzung und intelligente Lösungen ist ein zentrales Thema der Imagingbranche. Immer mehr Anbieter verknüpfen Aufnahmegeräte, Peripherie, Software und Webdienste zu einem Imaging Ökosystem mit unendlichen, kreativen Möglichkeiten und dem Augenmerkt auf noch mehr zuverlässige Datensicherheit. Im Vordergrund der Innovationen stehen in Bezug auf die Cloud intelligente Lösungen mit Automatismen, die den Umgang mit Bilddaten hinsichtlich ihrer Speicherung, Bearbeitung, Ausgabe und Transfers weiter revolutionieren. Einer Gartner-Studie (Januar 2016) zufolge erreicht der Umsatz von Cloud-Services mit Geschäfts- und Privatkunden in 2016 rund 203 Milliarden US-Dollar. Damit hätte sich das Geschäft innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt.

Connectivity – Der „Funk“ ist übergesprungen

Connectivity – der Funk ist übergesprungen, nicht nur die vernetzte Kamera ist Realität sondern immer mehr Geräte vom Drucker bis hin zum Fernseher treten kabellos in Verbindung. Quer durch alle Kamerakategorien sind dementsprechend immer mehr Modelle inzwischen mit WLAN für die Funk-Übertragung von Dateien und Steuersignalen ausgestattet. Die Marktdurchdringung verläuft der GfK zufolge rasant. Waren 2012, als smarte Kameras erstmals breites Interesse weckten, erst drei Prozent aller im Handel (Deutschland) erhältlichen Modelle WLAN-fähig, sind es Mitte 2016 bereits knapp 40 Prozent. Der Anteil an vernetzten Kameras ist jedoch erheblich höher. Verfügen sie nicht über ein integriertes Funkmodul, lassen sie sich durch WLAN-fähige Speicherkarten vernetzen. Connectivity lässt die technischen Welten zusammenwachsen, nimmt Einfluss auf die Marktentwicklung der beteiligten Segmente und erweitert die Optionen ins Grenzenlose. Mit der Entwicklung noch intuitiverer Verfahren für die Bildübertragung treibt die Imagingbranche das Thema Connectivity weiter aktiv voran, schafft smarte Lösungen mit Mehrwert und setzt somit kontinuierlich neue Kaufanreize. Neben der Vernetzung mit Smartphones und Tablets, wird die Einbindung von Kameras ins Smart Home künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen.

Multicopter – Senkrechtstart für Adleraugen

Multicopter – Senkrechtstart für einen Markt, der so schnell wächst wie sich die Rotorblätter auf Highspeed drehen. Der anhaltende Trend um Multicopter setzt innovative Impulse in Bezug auf hochwertige Aufnahmetechnik und Virtual Reality-Displays. Dies verschafft derzeit vor allem dem B2B-Geschäft mit Multicoptern Rückenwind. Die Modellvielfalt ist von klein bis groß, mit und ohne Kamera, als fertiges System oder als Baukasten, für ober und/oder unter Wasser enorm vielfältig wie die Absatzkanäle, was die genaue Marktbetrachtung erschwert. Die Zahl der für zivile bzw. gewerbliche Zwecke hergestellten Typen hat sich zwischen 2010 und 2016 von 171 auf 561 Modelle mehr als verdreifacht, so der Herstellerverband UVS International. Bereits heute kommen rotorbetriebene Drohnen, sogenannte Multicopter, insbesondere in der Luftbildfotografie in einem breiten Spektrum von Anwendungen zum Einsatz. Laut dem Bundesverband Copter Piloten (BVCP) sind hierzulande 400.000 UAV (Unmanned Aerial Vehicle) in der Luft unterwegs. Darunter auch viele in der Hand von Endkonsumenten. Trotz des bestehenden Hypes steht diese Produktkategorie erst am Beginn des Lebenszyklus und birgt großes Wachstumspotenzial. Dem Analysehaus Markets and Markets zufolge wird sich der weltweite Umsatz von Multicoptern bis zum Ende des Jahrzehnts auf 5,6 Milliarden US-Dollar vervielfachen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 35 Prozent zwischen 2015 und 2020. Während in der aktuellen Phase Kamera- und Objektiv-Hersteller am Aufschwung beteiligt sind, ist in einem nächsten Schritt großer Auftrieb für Zubehör und Bildausgabe – gerade auch im Hinblick auf 4K-Bildschirme und VR-Headsets – zu erwarten.

photokina 2016 – 20. bis 25. September in Köln

Wenn am 20. September die photokina 2016 ihre Tore für rund 185.000 Besucher öffnet, fällt der Startschuss für die Weltleitmesse der gesamten Foto-, Video- und Imagingbranche. Rund 1.000 internationale Topunternehmen, smarte Spezialausrüster und kreative Startups aus 40 Ländern präsentieren Händlern und professionellen Anwendern innovative Lösungen und technologische Entwicklungen, die für die Branche zukünftig wegweisend sein werden. Um diese Trends auch für Endverbraucher erlebbar zu machen, bietet die photokina 2016 so viele multimediale Events und Mitmachmöglichkeiten wie nie zuvor. Damit vereint die photokina unter dem Dach 'Imaging Unlimited' sowohl alle thematischen Welten wie auch alle Zielgruppen des Imaging an einem Ort.

Die photokina 2016 hat es sich zum Ziel gesetzt, Grenzen zu verschieben und die Veranstaltung für neue Technologien und neue Lösungen zu öffnen. Die Trendthemen sind: Smart Home-Funktionen für Kameras, Cloud Services, Apps, 360 Grad, Ultra HD, Audio und Video aber auch Augmented und Virtual Reality.

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