Zweimal "Wagner-Lesarten" im Herbst: Concerto Köln unter Kent Nagano in der Kölner Philharmonie am 20.10. und Tagung zu Wagners Bühnensprache am 15./16.11. in Halle

(lifePR) ( München, )
Mit dem dritten „Wagner-Lesarten“-Konzert des Jahres am 20. Oktober um 18.00 Uhr in der Kölner Philharmonie ist das wissenschaftlich-künstlerische Projekt endgültig bei Wagners Opernschaffen angekommen. Concerto Köln musiziert mit den Damen des WDR Rundfunkchors sowie namhaften Solisten unter der Leitung von Kent Nagano. Neben Claude Debussys „Nocturnes“ erklingen der berühmte „Antonia-Akt“ aus „Les Contes d’Hoffmann“ von Jacques Offenbach und Richard Wagners Ouvertüre und „Bacchanale“ aus „Tannhäuser“.

„Mit diesem Konzert gehen wir den nächsten Schritt: Erstmals erklingt Musik aus Wagners Opern. Der ‚Tannhäuser‘ ist ein Schlüsselwerk in Wagners künstlerischer Entwicklung und zugleich mit reichhaltigen aufführungspraktischen Anmerkungen von ihm bedacht – eine wunderbare Ausgangssituation!“, freut sich Kent Nagano.

Zum anderen setzen die „Wagner-Lesarten“ mit dem Symposion „Ausspracheideale auf der Bühne in Geschichte und Gegenwart” in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Mitteldeutschen Verband für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e. V. am 15./16. November in Halle die wissenschaftliche Arbeit fort. Dr. Kai Hinrich Müller, der wissenschaftliche Leiter des Projekts, erläutert: „Was ist ‚richtiges‘ Deutsch? Diese Frage beschäftigte nicht nur Wagner, sondern viele Zeitgenossen im 19. Jahrhundert. Man wollte ein ‚Hochdeutsch‘ finden – die Aussprache auf den Bühnen galt als vorbildlich“. In Vorträgen renommierter Wissenschaftler*innen wird u. a. der Zusammenhang zwischen Sprechen und Singen erörtert, auf Fragen der Textverständlichkeit in verschiedenen Räumen eingegangen und auf Lehr- und Aussprachewerke der Zeit geblickt.

2020 liegt der Fokus des Projekts auf der praktischen Aneignung der wissenschaftlichen Erkenntnisse: So werden u. a. Blasinstrumente nach historischen Vorbildern nachgebaut, aber auch in Workshops Wagners Ideale und aufführungspraktischen Intentionen künstlerisch zu realisieren versucht. Das nächste „Wagner-Lesarten“-Konzert wird am 7. Februar 2021 in der Kölner Philharmonie mit Werken von Robert Schumann, Richard Wagner und Hector Berlioz stattfinden.

Das 2017 gestartete wissenschaftlich-künstlerische Projekt „Wagner-Lesarten“ möchte ab 2021 die gesamte Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ historisch informiert zur Aufführung bringen. Kent Nagano, Concerto Köln und Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen zeichnen verantwortlich für das Projekt. Unterstützt werden sie maßgeblich von der Kunststiftung NRW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Strecker-Stiftung und MBL.

Weitere Informationen unter www.wagner-lesarten.de und www.concerto-koeln.de

Konzert

20. Oktober 2019, Kölner Philharmonie

Richard Wagner
Ouvertüre und „Bacchanale (Der Venusberg)“
aus: „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ WWV 70 (1842–61)

Claude Debussy
„Nocturnes“ L 91 (1897–99) für großes Orchester und Frauenchor

Jacques Offenbach
3. Akt (Antonia-Akt) aus: „Les Contes d'Hoffmann“ (Hoffmanns Erzählungen) (1881)

Jessica Nuccio, Sopran (Antonia)
Sophie Harmsen, Mezzosopran (Nicklausse)
Stefanie Irányi, Mezzosopran (Stimme von Antonias Mutter)
Sébastien Guèze, Tenor (Hoffmann)
Michael Smallwood, Tenor (Frantz)
Andrew Foster-Williams, Bariton (Docteur Miracle)
Lucas Singer, Bass (Crespel)

Damen des WDR Rundfunkchors
Concerto Köln
Kent Nagano, Dirigent

Symposion „Ausspracheideale auf der Bühne in Geschichte und Gegenwart“

15./16. November 2019, Steintorcampus Halle

In Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Mitteldeutschen Verband für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e.V. im Rahmen der "Kleine Fächer-Woche Sprechwissenschaft“

Mehr Informationen unter: https://www.sprechwiss.uni-halle.de/aktuelles/kongresse___tagungen/ausspracheideale/

 
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.