Dienstag, 26. September 2017


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Genossenschaft in Erfolgsspur zurück

Freiburg, (lifePR) - Die OEKOGENO eG legte am 1.Juli 2017 anlässlich der Mitgliedergeneralversammlung in Frankfurt am Main die Bilanz für 2016 vor. Die Mitglieder konnten mehr als zufrieden sein, denn ihr Genossenschaftsvorstand legte in der Höhe unerwartet gute Zahlen vor. Rainer Schüle, gerade erst ein Jahr Vorstand bei der OEKOGENO eG, präsentierte seinen Genossen ein deutliches Plus im Umsatz und beim Gewinn. Und das, obwohl das bisherige zentrale Geschäftsfeld für regenerative Energien aufgrund der gesetzlichen EEG-Änderungen kaum noch Projektumsätze abwirft.

"Die Veränderungen der Rahmenbedingungen durch einen ungesunden Cocktail von Maßnahmen durch die Große Koalition bremst die Entwicklung der Energiewende", sagte Rainer Schüle, Vorstand der OEKOGENO eG. Diese schade den Bürgerenergiegenossenschaften und privilegiere die Großkonzerne der Energiewirtschaft, die in der Vergangenheit in puncto regenerative Energien versagt hätten. „Das Verbot von Photovoltaik auf der Freifläche und die Einführung der Sonnensteuer hat bereits 40.000 Arbeitsplätze gekostet, um 20.000 Jobs in der Braunkohleförderung zu erhalten“, kritisierte Schüle die Bundesregierung. Gleichzeitig versuche die Regierung durch Ausschreibungszwang bei Photovoltaik und nunmehr auch Windenergie, die Energiewende auszubremsen.

Der altersbedingt ausscheidende Vorstandssprecher, Bernd Steyer, kommentiert das Betriebsergebnis 2016 sehr zufrieden mit der konsequenten Neuausrichtung der Genossenschaft. Insbesondere die Verdopplung des Umsatzes sei dem stärker nachgefragten Geschäftsfeld „soziales Wohnen“ geschuldet.

Nach den Ausführungen der Vorstände werden die inklusiv-genossenschaftlichen Wohnkonzepte der OEKOGENO besonders stark nachgefragt. „Seitens der Kommunen, aber auch verstärkt durch private Initiativen, werden wir angesprochen. Unser qualitativer Ansatz und die zukunftsweisende Verbindung von sozialen und ökologischen Gesichtspunkten spricht die Menschen an“, so Joachim Bettinger, Vorstandskollege von Rainer Schüle. Das von OEKOGENO umgesetzte Pilotprojekt VAUBANaise ist mittlerweile auch international bekannt. Im vergangenen Jahr und den letzten Monaten haben das Vorzeigeprojekt unter anderem Besuchergruppen aus Korea, Schweden und England aufgesucht, die das Konzept kennenlernen wollten.

Für den Vorstandsprecher, Bernd Steyer, war es die letzte Generalversammlung in seiner bisherigen Funktion. Er scheidet altersbedingt aus dem Vorstand aus. „Wie heißt es doch: wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören. Wir haben im letzten halben Jahr viel in qualifizierte Mitarbeiter investiert. Das ganze Team macht eine hervorragende Arbeit. Ganz im Sinne der Mitglieder. Und mit meinen beiden Vorstandskollegen, Rainer Schüle und Joachim Bettinger, ist die Kontinuität der genossenschaftlichen Entwicklung gesichert. So kann ich ganz beruhigt das Staffelholz abgeben“, sagte Bernd Steyer am Rande der Versammlung.

Rainer Schüle unterstrich die Aussage seines Kollegen und gab zu verstehen, dass man 2017 mit ähnlich positiven Zahlen rechnen könne.

OEKOGENO eG

Die OEKOGENO eG ist eine der größten Bürgerbeteiligungs-Genossenschaften in Deutschland. Sie setzt für ihre über 15.000 Mitglieder zukunftsweisende Projekte im Sinne einer solidarischen Gemeinwohlökonomie um. Dabei werden insbesondere nachhaltige ökologische und soziale Projekte und Initiativen gefördert und unterstützt. Außerdem werden eigene innovative Vorhaben entwickelt und umgesetzt. Die Mitglieder können sich an allen Projekten direkt beteiligen.

In den vergangenen zehn Jahren wurden von über 3.000 Anlegern rund 12 Millionen Euro in der Genossenschaft angelegt. Die Wertschöpfung lag dabei bei circa 30 Millionen Euro. Das Projektvolumen hat sich 2016 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und wird bis 2018 voraussichtlich 52 Mio. EUR betragen.

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