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Pressemitteilung BoxID: 685619 (OECD Berlin Centre)
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OECD-Länder sollten mehr tun, um Rentensysteme zukunftssicher zu machen

(lifePR) (Berlin / Paris, ) Die Regierungen der OECD-Länder sollten die dynamischere Wirtschaftsentwicklung nutzen, um die Rentensysteme zukunftsfest zu machen, nachdem in den vergangen zwei Jahren in diesem Bereich nur geringe Fortschritte gemacht wurden. Dies ist die wesentliche Schlussfolgerung aus dem OECD-Bericht „Renten auf einen Blick 2017“, der heute vorgestellt wurde.

Weitere Reformen sind erforderlich, um die Rentensysteme an die alternde Bevölkerung und die sich verändernde Arbeitwelt anzupassen, sowie um zunehmender Ungleichheit im Alter entgegenzuwirken.

Der Studie zufolge ist der Anteil öffentlicher Ausgaben für Renten am BIP im OECD-Raum seit 2000 um insgesamt 1,5 Prozentpunkte gestiegen. Allerdings bleibt das Tempo des Ausgabenwachstums deutlich hinter den Prognosen zurück.

Gleichzeitig werden die jüngsten Reformen die Einkommen künftiger Rentner senken. Die höhere Lebenserwartung hat zur Folge, dass das effektive Renteneintrittsalter steigen muss, da eine angemessene Rente nur gewährleistet werden kann, wenn die Menschen länger arbeiten.

„Die Herausforderung fiskalischer Nachhaltigkeit und Angemessenheit der Renten bedeuten, dass weitrechende Maßnahmen der Länder notwendig sind,“ sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. „Die Arbeitswelt verändert sich rasant und die politischen Entscheidungsträger müssen sicherstellen, dass die heute getroffenen Entscheidungen dies berücksichtigen und niemand im Ruhestand zurückgelassen wird.“

Die Studie, eine Auswertung für Deutschland und die Schweiz sowie eine ausführliche Pressemitteilung in englischer Sprache finden Sie unter: www.oecd.org/berlin/publikationen/pensions-at-a-glance-2017.htm