Freitag, 28. Juli 2017


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Vivaness 2012: Anhaltendes Wachstum bei Naturkosmetik

Deutschland: Gute erste Marktbilanz für 2011 / Profilierung bei Produkten und im Handel entscheidend

Nürnberg, (lifePR) - Über Neuheiten und Trends informieren sich Akteure der internationalen Branche für Kosmetik aus der Natur alljährlich an den Messeständen und im Kongressprogramm der Vivaness. Das nächste Mal vom 15. bis 18. Februar 2012. Dann werden erneut rund 2.500 Aussteller zu BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, und Vivaness im Messezentrum Nürnberg erwartet - 200 davon auf der Leitmesse für Naturkosmetik und Wellness. Den etwa 44.000 Fachbesuchern verspricht das Messe-Duo 2012 ein besonderes Highlight: Land des Jahres ist Indien!

Der deutsche Naturkosmetikmarkt wächst kontinuierlich. Nach 11 % Plus und 795 Mio. EUR Umsatz im Jahr 2010 erwarten Experten für 2011 derzeit ein einstelliges Wachstum - und dies trotz der aktuellen wirtschaftlichen Gesamtlage. Erstmals wird damit die Marke von 800 Mio. EUR deutlich überschritten. In Europa ist 1 Mrd. EUR beim Umsatz mit Naturkosmetik bereits erreicht. (Naturkosmetik Branchenreport 2010)

Auch die Vielfalt im Markt für grüne Kosmetik nimmt beständig zu. Kunden finden in fast allen Distributionskanälen entsprechende Produkte. Der Einstieg der großen internationalen Unternehmen der Kosmetikindustrie in das Segment trägt zusätzlich zu Angebotsbreite und -tiefe bei. Ein Effekt der aktuellen Marktsituation: Die Grenzen zwischen zertifizierter Naturkosmetik und naturnahen Produkten verschwimmen zunehmend (Stichwort Greenwashing). Verbraucher werden immer kritischer und fordern authentische, sichere und nachhaltig hergestellte Produkte. Internet und Social Media dienen den Konsumenten heute in wachsendem Maße als Informationsplattform und für den Erfahrungsaustausch.

Naturkosmetik: Reichweite steigt in vier Jahren um 50 %

Grüne Kosmetik erreicht mehr und mehr Kunden: Zwischen 2006 und 2010 ist die Reichweite echter Naturkosmetik um 50 % gestiegen, naturnahe Produkte legten in diesem Zeitraum 38 % zu, so die Branchenexpertin Elfriede Dambacher, naturkosmetik konzepte (D). Die Produktpaletten der Naturkosmetik-Pioniere, aber auch Handelsmarken, vornehmlich der Drogeriemarktketten, prägen das Angebot. Seit Kurzem investiert jedoch auch die klassische Kosmetikindustrie zunehmend in das Segment. Solche Neuprodukte tragen allerdings nur zum Teil eines der Prüfsiegel für kontrollierte Naturkosmetik. Diese Entwicklung verändert die Marktaufteilung. Im ersten Halbjahr 2011 legte naturnahe Kosmetik um 21 % zu. Auch Handelsmarken sind weiterhin sehr gefragt, sie verbuchten ein Plus von 15 %. Die Zuwachsrate von zertifizierter Naturkosmetik liegt laut Consumer Panel der Gesellschaft für Konsumforschung GfK und Erhebungen der IRI Symphony Group zwischen 5 % und 8 %.

Stabile Wachstumsentwicklung in Europa

Deutschland führt mit einem Umsatz von mehr als 800 Mio. EUR und einem Marktanteil von 6,2 % bei Naturkosmetik in Europa das Ranking an. In den meisten anderen europäischen Ländern erreicht der Anteil am Gesamtmarkt nicht über 3 - 4 %. (Naturkosmetik Branchenreport 2010)

Doch es ist viel Bewegung im Markt. Verbraucher weltweit wünschen sich sichere Hautpflegeprodukte. Viele deutsche Naturkosmetik-Pioniere beliefern auch die europäischen Nachbarländer. So gibt es in Skandinavien und dem Baltikum beispielsweise nur sehr wenige Kosmetikhersteller, 90 % der Kosmetikprodukte werden importiert. In den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen hat sich die Nachfrage kräftig entwickelt: Litauen hat den großen Nachbarn Finnland in wenigen Jahren beim Kosmetikumsatz überholt. Und auch die Produktion holt auf: Naturkosmetik made in Lettland erfreut sich reger Nachfrage und wird bereits in über 20 Staaten exportiert. (Eurostat 2010)

Naturkosmetik boomt in Frankreich: 25 % Reichweite

Das dynamische Wachstum des Marktsegments Naturkosmetik in Frankreich hält an, berichtet die Expertin Jeanne Christiansen, Marketing Direktorin Groupe Léa Nature SA (F) auf dem diesjährigen Naturkosmetik Branchenkongress in Berlin. Bis vor wenigen Jahren galt die Kosmetik natürlichen Ursprungs noch als Nische, jetzt bescheren die Kunden dem Sortiment Zuwachsraten von rund 30 %. Die Kundenreichweite entwickelt sich rasant: 2007 kauften 7 % der Französinnen Naturkosmetik, 2010 waren es schon 25 %. Die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Kosmetik liegen in Frankreich bei etwa 230 EUR. Der Anteil von rund 4 % Naturkosmetik am Gesamtmarkt macht den dortigen Markt zum zweitgrößten in Europa. Wichtige Absatzkanäle sind Supermärkte und Apotheken, zunehmend auch die sogenannten Parapharmazien. Während Bio-Fachgeschäfte beim Angebot auf geprüfte Qualität, ethische Werte und Nachhaltigkeit setzen, tritt in Apotheken und Parapharmazien der Bio-Aspekt zugunsten der Wirksamkeit in den Hintergrund, in den Supermärkten spielen Preis und Image die wichtigste Rolle.

Der Konsument informiert sich im Netz

Im Zeitalter von Facebook, Youtube und Twitter sind Austausch und Vernetzung kaum noch Grenzen gesetzt. Laut einer Internetumfrage des Portals Konsumgoettinnen.de (D), an der 13.000 Frauen zwischen 18 und 63 Jahren teilnahmen, informieren sich heute schon weit mehr Frauen im Netz als in Printmedien: 21 % suchen in Magazinen nach Informationen über Naturkosmetik, 19 % tummeln sich auf Bewertungs-portalen, 14 % auf Frauenplattformen und 5 % beteiligen sich an Beauty-Blogs. Die Kommunikation im Netz nutzen mittlerweile nicht mehr nur Verbraucher, auch die Unternehmen werden in wachsendem Maße in den verschiedenen Kanälen des Internets aktiv. Eine Reihe von ihnen macht gute Erfahrungen mit einem eigenen Facebook-Auftritt. Naturkosmetik-expertin Elfriede Dambacher ist überzeugt, dass durch die Möglichkeiten im World Wide Web die internetaffine jüngere Generation an das Thema Naturkosmetik herangeführt wird.

Verbraucher wollen Authentizität, Transparenz und Nachhaltigkeit

Weiterer Effekt unseres Informations- und Vernetzungszeitalters: Qualitätsmängel und Verbrauchertäuschung kommen schnell ans Tageslicht, Greenwashing wird schwieriger. Gefordert sind Transparenz und Nachhaltigkeit. Konsumenten informieren sich sehr viel häufiger vor dem Einkauf. Kunden bevorzugen ethisch korrekte Produkte, wenn sie beim Einkauf die Wahl haben. In der aktuellen Trendstudie der Otto Group (D) geben 72 % der Befragten an, ethische Kriterien wie menschenwürdige Arbeitsbedingungen, soziale Verantwortung, umweltfreundliche Herstellung oder fairer Handel seien fester Bestandteil ihrer Kaufentscheidung geworden. Verbrauchervertrauen wird durch die Authentizität eines Unternehmens, durch die Firmenphilosophie und die Produktgeschichte aufgebaut.

Die Entwicklung des Naturkosmetikmarktes wird auch in Zukunft für Spannung sorgen. Neue Produkte, Konzepte und Hersteller aus aller Welt präsentieren sich auf der Vivaness, Leitmesse für Naturkosmetik und Wellness, vom 15. bis 18. Februar 2012 im Messezentrum Nürnberg auf dem jährlichen Branchen-Highlight der weltweiten Bio-Bewegung.

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