Freitag, 26. Mai 2017


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Chaotische Weltpolitik

Georgien-Krieg, US-Wahlkampf, Europa-Krise: Die neue Ausgabe des Debattenmagazins NOVO (Nr.96, 9-10 2008) ist ab 4.9.08 im Bahnhofsbuchhandel erhältlich

(lifePR) (Frankfurt, ) Der Konflikt im Kaukasus ist eines der Themen der neuen Ausgabe Novo. Die Weltpolitik läuft aus dem Ruder. Auf allen Seiten fehlt den Akteuren eine vernünftige Einschätzung politischer Ziele oder Interessen. Daraus ist nun eine wirre und überaus gefährliche Lage entstanden. Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts versprach der Westen der damaligen UdSSR, es werde keine Expansion der NATO nach Osteuropa geben. Aber seit 1997 hat das westliche Militärbündnis ein immer engmaschigeres Netz um Russland geschmiedet - nicht weil das im wohlverstandenen Interesse der westlichen Staaten gewesen wäre, sondern aus schierer Unfähigkeit, sich aus den Gewohnheiten und institutionellen Reflexen der Ära des Kalten Krieges zu lösen. Das hat, wie Brendan O'Neill in seinem Artikel (siehe (http://www.novo-magazin.de/aktuelles_heft.htm) berichtet, die Spannungen zwischen Russland und seinen Nachbarländern angeheizt, die nun in Georgien zum Ausbruch kamen.

Daraufhin beschwört der Westen, der seit 1990 vom Balkan bis nach Irak selbst die Grundsätze des Völkerrechts mutwillig aufgeweicht hat, unter Hinweis auf russische Halsstarrigkeit in Georgien eine Renaissance des Kalten Krieges herauf. In Deutschland kramten Leitartikler in den letzten Wochen alle Episoden des letzten Jahrhunderts hervor, um die Verderbtheit Russlands zu beschwören. Das Ganze entfaltet eine ebenso absurde wie explosive Eigendynamik.

Feindschaft ohne Sinn ist auch das Thema von Frank Furedis Kommentar zum US-Wahlkampf (siehe (http://www.novo-magazin.de/aktuelles_heft.htm). Seine Diagnose: in den USA reißt die Politisierung kultureller Identitäten tiefe Gräben zwischen "liberalen" und "traditionalistischen" Bevölkerungsgruppen auf, die auch den Präsidentschaftswahlkampf prägen. Die Pflege selbstbezüglicher Posen als Surrogat für vorwärts weisende politische Ideen entfaltet auch in der Innenpolitik eine destruktive Dynamik, die dort aber immerhin vergleichsweise gedämpft erscheinen. Auf der internationalen Bühne, auf der Diplomatie, Augenmaß, Besonnenheit und Verständigungsfähigkeit gefragt sind, sind die Folgen katastrophal.

Außerdem geht es im neuen Heft u.a. um Krise der Europäischen Union Geschichte als Opfertherapie, Gentechnik zur Armutslinderung, Jörg Immendorffs Prostitutionsästhetik, Bildungsfantasien der Hirnforschung.

Den kompletten Inhalt finden Sie hier: http://www.novo-magazin.de/aktuelles_heft.htm

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