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Pressemitteilung BoxID: 204993 (Nordsee-Tourismus-Service GmbH)
  • Nordsee-Tourismus-Service GmbH
  • Zingel 5
  • 25813 Husum
  • https://www.nordseetourismus.de
  • Ansprechpartner
  • Sandra Milke
  • +49 (4841) 897575

Ringreiten, Biikebrennen, Boßeln, Klootstockspringen und Co.- an der nordsee* Schleswig-Holstein sind alte und skurrile Bräuche höchst lebendig

(lifePR) (Husum, ) Stabhochsprung über Wassergräben, im Galopp einen kleinen Reifen mit einer Lanze aufspießen oder Kugeln über vereiste Wege schleudern und sich für die optimale Wurftechnik einen Punsch genehmigen - wer an die Nordsee Schleswig-Holstein reist, sollte sich ihre ebenso reiche wie skurrile Vielfalt an Bräuchen und Traditionen nicht entgehen lassen. Uralte Bräuche wie das Biikebrennen, Trachtentanz und mehr als drei verschiedene Sprachen sind an der Küste auch heute noch höchst lebendig. Und obwohl die Monarchie längst abgeschafft wurde, können Urlauber im hohen Norden nicht weniger als drei Königinnen von der Lamm- über die Krokus- bis zur Kohl-Königin die Ehre erweisen.

Den Winter mit dem Biikebrennen vertreiben

Alljährlich am 21. Februar lodern an der Küste und auf den Inseln Nordfrieslands die Biikefeuer. Einst Opferfeuer für den Gott Wotan und später Geleit für die auslaufenden Walfänger, ist das Biikebrennen heute als nordfriesisches Volksfest noch genauso lebendig wie vor Jahrhunderten. Die feurige Tradition, die häufig von einem gemeinsamen Fackelzug vor und Grünkohlessen nach der Biike begleitet wird, ist in den letzten Jahren mehr und mehr von Urlaubern entdeckt worden. Aus allen Teilen Deutschlands reisen Kurzurlauber im Februar an die Küste, um das einzigartige Winterfest zusammen mit den Nordfriesen zu feiern. Zahlreiche Orte und Hotels bieten attraktive Arrangements zur Biike an (www.nordseetourismus.de).

Nationalsport an der Nordseeküste: Boßeln

Man nehme eine Kugel, finde eine Technik und schleudere sie weit weg. Klingt simpel, hat Tradition, macht allen Spaß und ist an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste so etwas wie Nationalsport. Boßeln heißt es in Norddeutschland. Ursprünglich war Boßeln ein Zeitvertreib für Landwirte in den langen Winterzeiten. Die Felder waren leer, die Bauern hatten weniger zu tun. Also wurde auf Wegen, Straßen, Äckern fleißig die Kugel geschleudert. Daraus entwickelte sich ein Mannschaftssport, bei dem das Team mit den wenigsten Würfen zum Zielpunkt gewinnt - unterstützt und gewärmt von hochprozentigen Heißgetränken, die in keinem der mitgeführten Bollerwagen fehlen. Heute riskieren auch Urlaubsgäste gerne mal eine Kugel - zum Beispiel in Büsum (www.buesum.de).

In ritterlicher Tradition: Ringreiten an der Nordseeküste

Höchstes reiterliches Geschick ist beim Ringreiten gefragt, das seine Wurzeln im mittelalterlichen Rittertum hat. Mit einer Lanze wird im Galopp ein kleiner metallener Reifen aufgespießt, der an einer Schnur zwischen zwei Pfählen hängt. Doch damit nicht genug: Im Laufe des Wettbewerbs wird der Ring durch immer Kleinere ausgetauscht. Auf den großen Ringreiter-Turnieren der schleswig-holsteinischen Nordseeküste werden außerdem viele weitere Bräuche wie das Tragen der friesischen Trachten gepflegt - und die Krönung von Königen und Prinzen wird natürlich gebührend gefeiert. Eine echte Hochburg für Ringreiter ist die Nordseeinsel Föhr, die bei den alljährlichen Gästeturnieren auch Urlauber einlädt, ihre Geschicklichkeit auf dem Pferderücken zu versuchen (www.foehr.de).

Klootstockspringen - eigenwillig Gräben überwinden

Als die Wege in Nordfriesland und Dithmarschen noch nicht optimal ausgebaut waren, wendeten die Marschenbauern einen einfachen Trick an, um die Gräben zwischen ihren Feldern zu überwinden: Mit dem langen "Klootstock" stießen sie in die Wasserläufe und katapultierten sich wie beim Stabhochsprung von einem Ufer zum anderen. Heute ist das Klootstockspringen ein beliebter Sommerspaß, bei dem die Stimmung mit jedem Pechvogel steigt, der ausrutscht und in den Graben fällt. Die Tourismusvereine an der Nordsee Schleswig-Holstein laden alljährlich zum Klootstockspringen ein - zum Beispiel in Tating auf der Nordseehalbinsel Eiderstedt (www.tz-eiderstedt.de). Im Holländerstädtchen Friedrichstadt können Urlauber bei der Nordfriesenolympiade ihr Talent fürs Klootstockspringen unter Beweis stellen - zu den Disziplinen gehören außerdem Boßeln, Gummistiefelweitwurf und Pick-Folt. Die Teilnahmegebühr beträgt 9,50 Euro bei Gruppen ab 20 Personen (www.friedrichstadt.de).

Spökenkieker-Tage in Friedrichskoog

Wenn der Wind über das flache Land pfeift und an der Nordseeküste die ersten Blätter durch die Luft wehen, beginnt in Dithmarschen die Spökenkieker-Zeit. Im Herbst versammeln sich nach alter Tradition Dithmarscher Familien am Kamin oder in der warmen Wohnstube und lauschen gemeinsam den Geschichten der Spökenkieker. Der Sage nach können Spökenkieker in die Zukunft sehen - auf jeden Fall kennen sie die schaurig-schönsten Geschichten.

Im Nordseeheilbad Friedrichskoog lebt dieser Grusel-Spaß während der Spökerkiekertage vom 20. bis 22. Oktober 2011 wieder auf. In der Friedrichskooger Kreativwerkstatt können Kinder vormittags gruselige Kürbisgesichter und bunte Laternen basteln und anschließend unheimlichen Gespenster- und Spukgeschichten lauschen. Außerdem warten Spökenkieker-Spaß im Haus des Kurgastes, Geisterspaziergang am Nordseedeich und "Eeten bi Frankenstein" für kleine und große Freunde von Hexen, Hellsehern und Co. (www.friedrichskoog.de).

Rummelpott-Laufen

"Lischen mok de Dör op, De Rummelpott will rin, hau de Katt den Schwanz aff, hau em nich to lang aff, lot'n lütten Stummel stohn denn wie wüllt noch wieder gohn."

Dieses Lied erschallt alljährlich am Silvesterabend in Schleswig-Holstein aus vielen Kindermündern. Die Kleinen sind bunt und schrill gekleidet und haben einen Topf, eine Tasche oder Körbe in der Hand. In Gruppen gehen sie von Haus zu Haus und locken mit lustigen Liedern die Bewohner heraus. Süßigkeiten, Obst und manchmal auch Geld wird ersungen. Rummelpott heißt das Spektakel und hat eine lange Tradition in Norddeutschland. Der Begriff stammt aus dem Niederdeutschen (rummeln = poltern) und bezeichnete einst einen Topf, der mit einer Schweinsblase überzogen war und mit dem man mittels eines Schilfrohr Krach machte. Schon immer sollten damit die Wintergeister vertrieben werden. Heute denken die Kinder wohl eher an die Beute. Wer die "Hulken" oder "Kenkner", wie die Rummelpott-Läufer auf Amrum und Föhr heißen, einmal selbst erleben möchte, kann eines der zahlreichen attraktiven Silvester-Arrangements auf dem Festland oder den Inseln buchen (www.nordseetourismus.de).

Königliche Hoheiten treffen

Obwohl die Monarchie längst abgeschafft ist, sind die Majestäten an der Nordsee Schleswig-Holstein noch höchstlebendig. Alljährlich werden Regentinnen zum Husumer Krokusblütenfest, zu den Nordfriesischen Lammtagen und den Dithmarscher Kohltagen gekrönt, denen zu folgenden Terminen gehuldigt werden kann: Vom 26. bis 27. März auf dem Krokusblütenfest in Husum (www.husum-tourismus.de), vom 31. Mai bis 31. Juli auf den Nordfriesischen Lammtagen (www.lammtage.de) und vom 20. bis 25. September auf den Dithmarscher Kohltagen (www.dithmarscher-kohltage.de).

Kleines Land, viele Sprachen

"Moin!" lautet an der Nordsee Schleswig-Holstein der passende Gruß zu allen Tageszeiten - wer mit "Moin, Moin" grüßt, gilt bei den wortkargen Nordlichtern schon als geschwätzig. Das kleine Land im hohen Norden beherbergt so viele Sprachen und Dialekte wie kaum ein anderes Fleckchen in Deutschland. Das liegt an den vielen unterschiedlichen "Besuchern", die seit Jahrtausenden ins Land ein- oder durchzogen. Wikinger, Friesen, Dänen, Sachsen, Niederländer und noch viele mehr prägten nicht nur Landschaftsbild und Historie, sondern auch die Sprachen. Heute verständigen sich die Nordfriesen mindestens in drei Sprachen: auf Friesisch in ihrer näheren Umgebung, auf Plattdeutsch mit den Nicht-Friesen und auf Hochdeutsch bei amtlichen Geschäften sowie in der Schule, der Kirche und vor Gericht.

Auch das Friesische ist regional nochmals in eigene Formen unterteilt. Neun Mundarten gibt es wie das "Fehring" auf Föhr, "Öömrang" auf Amrum, "Sölring" oder "Halunder" auf Sylt.

Am Festland und auf den Inseln können Urlauber die verschiedenen Sprachen auch bei den Aufführungen von Vereinen und "Speeldeels" erleben - oder selbst erlernen: Beim vergnüglichen Nordfriesen-Bachelor in Husum ist Friesisch sprechen eine Disziplin neben Krabbenpulen, Wattskilaufen, Melken und Klotstockspringen (www.husum-tourismus.de, www.nordfriiskinstituut.de).

Festlich, bunt, kostbar und lebendig: Trachten an der Nordsee

Auf den Halligen, Inseln und dem Festland werden nicht nur die verschiedenen Mundarten gepflegt, sondern auch traditionelle Bräuche wie das Trachten-Tragen. Kostbare Festtags-, bunte Alltags- oder schwarze Sonntagstrachten können überall an der Nordsee Schleswig-Holstein auf Volksfesten, in Kirchen oder auf traditionellen Veranstaltungen wie dem Ringreiten bewundert werden. In den Heimatmuseen sind sie das ganze Jahr hindurch ausgestellt. Mit dem Arrangement "Hooger Trachten und Heimatgeschichten" können Urlauber vom 1. bis 8. August 2011 in die reiche Geschichte der Hallig Hooge eintauchen, einen Trachten- und Heimatabend besuchen und die kleine Insel auf einer Wattwanderung, Halligführung, Kutschtour und vielem mehr erkunden (www.hooge.de).

Alle Informationen zum Urlaub an der nordsee* Schleswig-Holstein bei der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Tel. 01805/066077 (€ 0,14/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. € 0,42/Min.), info@nordseetourismus.de, www.nordseetourismus.de