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Pressemitteilung BoxID: 530026 (nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH)
  • nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH
  • Expo Plaza 1
  • 30539 Hannover
  • https://www.nordmedia.de
  • Ansprechpartner
  • Wibke Schimpf
  • +49 (511) 123456-22

nordmedia - Jahresbilanz 2014

(lifePR) (Hannover, ) Fördern - vernetzen - entwickeln bildeten auch 2014 die Inhalte der nordmedia. Insgesamt wurden 239 Projekte in den Bereichen Film, Fernsehen, Games, Kino sowie crossmedialen Inhalten mit rund 11 Millionen Euro gefördert, die mit Herstellungskosten von 72 Mio. in die Standorte Bremen und Niedersachsen zurückflossen. Vernetzt wurde die Kultur- und Kreativszene auf richtungsweisenden Veranstaltungsreihen, branchenrelevanten Workshops und nationalen und internationalen Messen. Entwickelt wurden neue Service- und Informationsangebote wie die Internetseite der nordmedia oder der Ausbau des Kommunennetzwerkes in dem Bereich Film Commission.

Förderung im Detail

2014 entschied der Vergabeausschuss über die Bewilligung von Mitteln in Höhe von rund 11 Millionen Euro. Im Detail entfielen dabei im Bereich der Drehbuch- und Stoffentwicklung auf 22 Projekte über 378.000 Euro, für die Projektentwicklung wurden rund 170.000 Euro für fünf Maßnahmen bewilligt, für 82 Produktionen gab es Zusagen in Höhe von knapp 8,2 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden 15 Filme mit einer Verleih-, Vertriebs- und Verbreitungsförderung in Höhe von über 206.000 Euro ausgestattet, in den Bereichen Abspiel und Präsentation wurden 11 Zusagen von gut 119.000 Euro gegeben. Für sieben Maßnahmen im Bereich Investitionen stellte der Vergabeausschuss der nordmedia schließlich 102.000 Euro zur Verfügung. 49 Preise, Prämien und Stipendien wurden in Höhe von 104.500 Euro vergeben sowie über 43.000 Euro für fünf Qualifizierungs- und sonstige Maßnahmen.

Aus EFRE-Mitteln wurden 17 Vorhaben mit rund 357.000 Euro gefördert. Des Weiteren wurden 26 Produktionen mit rund 1,2 Mio. Euro aus Sondermitteln des Landes Niedersachsen (Medienförderfonds) unterstützt.

Die von nordmedia vergebenen 11 Millionen Euro lösten einen Effekt von 186 Prozent aus, da durch die Förderungen knapp 17 Millionen Euro in Niedersachsen und Bremen wieder verausgabt wurden. Die durchschnittliche Beteiligungsquote von nordmedia an den geförderten Projekten lag bei 15 Prozent der Herstellungskosten von knapp 72 Millionen Euro. Zum Förderaufkommen der nordmedia tragen die Länder Niedersachsen und Bremen, der NDR, Radio Bremen und das ZDF bei.

Preise

Neben den positiven wirtschaftlichen Effekten waren die geförderten Projekte auch im Wettbewerb sehr erfolgreich: Seit 2001 wurden 177 Produktionen mit insgesamt 577 Preisen ausgezeichnet. 2014 gingen 71 Preise an 26 Produktionen. Besonders hervorzuheben ist, der in Hannover gedrehte Kurzfilm "Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen" von Susann Maria Hempel, der neben zahlreichen Auszeichnungen auch den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold gewonnen hat. Das schon im vergangenen Jahr ausgezeichnete dreiteilige Kriegsdrama "Unsere Mütter, unsere Väter" von Philipp Kadelbach erhielt 2014 den Emmy Award als beste Miniserie.

Nordlichter

Das 2014 gestartete Produktionsförderprogramm für Nachwuchsfilmer, vom NDR, der Filmförderung Hamburg Schleswig‐Holstein und nordmedia hat erste Entscheidungen hervorgebracht. Gefördert wurde die Drehbuch und Stoffentwicklung des Projektes "Plötzlich Türke" von der hannoverschen Jumping Horse Film GmbH sowie drei Spielfilme in der Produktion. Der Spielfilm "Simon sagt Auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut" erzählt die Geschichte eines zwölfjährigen Jungen in einer chaotischen jüdischen Familie zwischen Beschneidungsängsten und erster Liebe. Die Komödie "Vorstadtrocker" ist die Geschichte des arbeitslosen Journalisten Viktor, dessen langweiliges Vorstadtleben sich mit dem Einzug der Rockergröße Rolf schlagartig ändert. Die Komödie "Familie verpflichtet" wird von Heimathafen Film & Media GmbH Hamburg produziert.

Das neue Programm ermöglicht es, norddeutschen Autoren, Regisseuren oder Produzenten mit überzeugender eigener Handschrift, in Zusammenarbeit mit den Förderern Filme ohne langen Finanzierungsvorlauf zu realisieren. Die so entstandenen Projekte werden ab 2015 in der Reihe Nordlichter laufen, die der Norddeutsche Rundfunk neu einführt.

Vernetzen ist nicht nur eines der drei Handlungsfelder der nordmedia. Vielmehr spiegelt es vor allem die allumschließende Aufgabe der Film- und Mediengesellschaft wider, als ein Knotenpunkt für die Medienbranche in Niedersachen und Bremen zu agieren. Über das klassische Förderangebot hinaus gilt es, eine Verbindung für regionale, überregionale und internationale Medienschaffende aus der Kultur- und Kreativszene herzustellen und eine Plattform für den aktuellen Austausch zu Themen aus der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu bieten. Vielseitige Veranstaltungen sind durch ebendiese Ziele des Wissensaustausches und Vernetzens von ExpertInnen und AkteurInnen motiviert: die nordmedia-Talk-Reihe und das nordmedia Business-Frühstück, bei dem geladene ReferentInnen zu gegenwärtigen Diskursen des Medienzweiges sprechen, sowie innovative Events wie das Corporate Media Forum zum Thema Bewegtbild in der Unternehmenskommunikation, der neuformatige Bremer Green Screen, mit dem Ziel, die Branche interdisziplinär zu erweitern, und der Kongress #Disruptive Innovation , bei dem hochkarätige ReferentInnen über disruptive Innovationen der digitalen Medienwelt diskutieren. EntwicklerInnen neuartig angelegter Programmformate kommen bei dem Preis für crossmediale Programminnovationen zusammen und GamerInnen tauschen sich bei Veranstaltungen wie dem FireAbend, Games & Recht und der Serious Games Conference über aktuelle Themen und Tendenzen der Branche aus.

Ausblick 2015

nordmedia auf der Berlinale

Bei den 65. Internationalen Filmfestspielen in Berlin sind sechs nordmedia-geförderte Produktionen in drei Festivalsektionen vertreten. In der Sektion "Generation" feiert die deutsch-niederländische Koproduktion "Nena - Viel mehr geht nicht" von Saskia Diesing Deutschlandpremiere. In der Reihe "Perspektive Deutsches Kino" ist Regisseurin Carolina Hellsgård mit dem Spielfilm "Wanja" erstmalig zu sehen.

In der Sektion "LOLA at Berlinale" werden außerdem die Filme "The Cut", "(K)ein besonderes Bedürfnis", "Von jetzt an kein Zurück" und "Wir sind jung. Wir sind stark." gezeigt.

Darüber hinaus werden zehn nordmedia-geförderte Filme auf den Screenings des European Film Market (EFM) einem internationalen Branchenpublikum vorgestellt. Zu sehen sind die Spielfilme "Wanja", "Die Abschaffung", "Das Zimmermädchen Lynn", "Die Krone von Arkus" sowie die Dokumentarfilme "Wege zum Glück", "Aufbruch in die Utopie", und "Blitzeis - das Warten auf Katrin". Im Kurzfilmprogramm werden "Warum hast Du kein Taxi genommen?", "Ein Tag wie kein anderer" und "Frollein Frappé" gezeigt.

Auf dem European Film Market, dem zentralen filmwirtschaftlichen Bereich der Internationalen Filmfestspiele Berlin, präsentiert sich die nordmedia auch in diesem Jahr wieder im Verbund mit den großen deutschen Länderförderungen am Focus-Germany-Stand.