Dienstag, 19. September 2017


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Neue Architektur in alten Mauern

Wie verträgt sich modernes Wohnen mit dem Denkmalschutz?

Bräist/Bredstedt, NF, (lifePR) - „Figur und Grund müssen miteinander zu einem Bild verschmelzen“, lautete das Credo des Architekten Dipl.-Ing. Gregor Sunder-Plassmann bei seinem Vortrag im Rahmen des 27. Nordfriesischen Sommer-Instituts. Mitveranstalter des Abends war die Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen, deren Vorsitzender Hans-Georg Hostrup über 70 Zuhörer im prall gefüllten Multimediasaal des Nordfriisk Instituut begrüßen konnte.

„Die Gebäude müssen mit der Landschaftsstruktur verwoben werden“, betonte der Architekt zum wiederholten Male und führte Beispiele aus Kappeln, Berlin, Istanbul und nicht zuletzt Nordfriesland an. So habe er beim Bau des „Museum Kunst der Westküste“ in Alkersum auf Föhr eine lockere Dorfbebauung mit einer homogenen „Durchwegung“ vorgefunden. Doch Grethjen’s Gasthof, der Dorfmittelpunkt, war dem Verfall preisgegeben. Der Auftrag des Bauherrn Prof. Dr. Frederik Paulsen forderte nun einen neuen Mittelpunkt im Ort, der auch geeignet sein musste, eine wertvolle Gemäldesammlung aufzunehmen. Der Ansatz des Architektenbüros Sunder-Plassmann, das im ganzheitlichen Sinne stets sämtliche Arbeiten von der Planung über Zeichnung und Modellbau bis zur Bauleitung übernimmt, lehnte sich an die vorgefundene Dorfstruktur an. Es entstanden als Herzstück des Museums und des Dorfes ein neuer Gasthof mit Garten und daran wie an einer Perlenschnur aufgereiht weitere kleine Gebäude für die Kunstwerke. Kleine Eingangstüren führen zu einem Schlüssellocheffekt, der die Neugier weckt.

„Firstlicht, also Tageslichteinfall durch die Decke, ist acht Mal so hell wie Seitenlicht“, leitete der Bauingenieur zur Innenarchitektur über. Zierlich gebaute Treppen und Möbel verhelfen auch kleinen Räumen zu Größe, das Sonnenlicht spielt mit den verschiedenen Materialien und deren Dichte. So verträgt sich weiches Reet durchaus mit mittelhartem Stein und hartem Glas.

Imposant waren auch die Beispiele von unauffälligen Glasgauben, die herrliche Ausblicke gewährten, und von dem „Haus im Haus“, die den Vortrag abrundeten. In eine große erhaltenswerte Scheune, vergleichbar etwa einem Eiderstedter Haubarg, stellte Sunder-Plassmann ein kleineres Haus mit Rundum-Glasfassaden. Auf diese Weise wurde modernes Wohnen in einem denkmalgeschützten Gebäude ermöglicht.

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