EU-Kommissar Lewandowski eröffnet Baltic Media Forum

Mehr gemeinsames Bewusstsein im Ostseeraum schaffen

(lifePR) ( Hamburg, )
Mit einem Appell für eine engere Zusammenarbeit und für mehr gemeinschaftliches Bewusstsein im Ostseeraum ist heute das Baltic Media Forum in Lübeck eröffnet worden. Der polnische EU-Kommissar Janusz Lewandowski betonte in seiner Eröffnungsrede, dass Polen für einen neuen Optimismus in Europa stehe und künftig eine stärkere und konstruktivere Rolle in Europa und im Ostseeraum spielen wolle, insbesondere während der polnischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2010. Für die künftige Entwicklung im Ostseeraum bewertete Lewandowski die im vergangenen Jahr vorgestellte EU-Ostseestrategie als wichtiges Signal. Die Ostseestrategie solle als übergeordnetes Instrument für mehr Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Umweltverschmutzung in der Ostsee, in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Tourismus sowie in Energie- und Sicherheitsfragen dienen und ein Netzwerk konkreter Projekte schaffen.

In einer prominent besetzten Podiumsdiskussion zum Thema "Polen, die Ostsee und der Stellenwert des Ostseeraums für Europa" wurde betont, dass sich die Zusammenarbeit im Ostseeraum zwar in den vergangenen Jahren in vielfältiger Weise verbessert hat, dass jedoch häufig die mentalen Grenzen früherer Zeiten die aktuellen positiven Entwicklungen noch überlagert. Bezogen auf die EU-Ostseestrategie seien der allgemeine politische Wille und die konkreten politischen Aktivitäten noch zu wenig erkennbar. Gemeinsames Handeln und Agieren setze ein noch besseres Verständnis voneinander voraus. Daran müsse im Ostseeraum weiter gearbeitet werden. Teilnehmer der Diskussion waren neben EU-Kommissar Lewandowski, der polnische Historiker W?odzimierz Borodziej, Franz Thönnes (Leiter der Deutschen Delegation der Ostseeparlamentarierkonferenz), Carsten Schymik (Stiftung Wissenschaft und Politik), Ulrich Krökel (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag) und Ivan Rodionov (Stellv. Chefredakteur des russischen Nachrichtensenders Rossia 24).

Am Nachmittag beschäftigt sich das Baltic Media Forum unter dem Titel "Eine Frage der Therapie - Der Patient Ostsee nach dem Baltic Sea Action Summit" um den Zustand des Lebensraums Ostsee. Abgeschlossen wird der erste Konferenztag mit der Veranstaltung "Handel 2018 - Chancen und Herausforderungen durch die feste Fehmarnbeltquerung" in Kooperation mit der IHK Schleswig-Holstein.

Am Sonnabend, 10. Juli, kommt es beim Baltic Media Forum zu einem Gespräch von Akteuren und Zeitzeugen der politischen Wende in Polen. Unter der Überschrift "Wandel, Wende Wirklichkeit - Von Solidarno?? bis Europa 2010" diskutieren der polnische Botschafter in Deutschland, Marek Prawda, der frühere Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, Johannes Bauch, sowie der letzte Botschafter der DDR in Polen, Jürgen van Zwoll.

Am Sonnabendnachmittag folgen Medienworkshops zu den Themen "First motion - Europäisches Netzwerk zur Förderung cross-medialer Projekte" und "Euranet - European Radio Network".

Höhepunkt und feierlicher Abschluss des Baltic Media Forums 2010 ist eine Festveranstaltung am Sonnabend um 17.00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Lübecker Rathauses. Im Mittelpunkt steht dabei das Gespräch der beiden früheren Außenminister Bartoszewski und Genscher unter dem Titel "Polen und Deutsche - Das Verhältnis zweier Nachbarn und seine Bedeutung für den Ostseeraum". Grußworte sprechen Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, und der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen. Dieser nimmt auch als Vorsitzender des Kuratoriums des Schleswig-Holstein Musik Festivals an der Festveranstaltung teil - gemeinsam mit den Mitgliedern des Kuratoriums. Künstlerisch-humoristisch klingt die Festveranstaltung aus mit einem Auftritt des in Polen und Deutschland gleichermaßen populären Kabarettisten, Schauspielers und Schriftstellers Steffen Möller.

Veranstaltet wird das Baltic Media Forum gemeinsam vom Norddeutschen Rundfunk unter Federführung des NDR Landesfunkhaus Schleswig-Holstein und der Academia Baltica sowie in Zusammenarbeit mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Unterstützt wird das Baltic Media Forum in diesem Jahr von der IHK Schleswig-Holstein, der Sparkasse zu Lübeck und der Hansestadt Lübeck.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.