OTC-Markt schwächelt auch im zweiten Quartal

Rezeptpflichtige Produkte sorgen für positive Entwicklung des Pharma & Healthcare-Marktes / Mass Market behauptet sich bei Selbstmedikation

(lifePR) ( Frankfurt, )
Der gesamte Pharma- & Healthcare-Markt setzt vor allem dank rezeptpflichtiger Produkte seine positive Entwicklung weiter fort. Dagegen verliert der OTC-Markt im zweiten Quartal erneut an Substanz. Der Mass Market kann sich allerdings in diesem Bereich besser behaupten als die Apotheken.

In den Monaten April bis Juni 2008 erzielte der deutsche OTC-Markt über alle Vertriebsschienen (Apotheke + LEH inkl. Aldi + DM) hinweg ein Umsatzvolumen von 1,74 Mrd. Euro; das waren 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In diesem Fahrwasser bewegte sich auch der Absatzrückgang (-2,3%). Damit setzten rezeptfreie, apothekenpflichtige sowie freiverkäufliche Arzneimittel und Nichtarzneimittel ihre schwache Performance aus den ersten Monaten dieses Jahres weiter fort. Verantwortlich dafür waren Rückgänge bei der Selbstmedikation (-3,0%) und den Privatrezepten (-2,3%). Die eingelösten Kassenrezepte konnten dieses mit ihrem Plus von 3,4 Prozent nicht kompensieren. Von den positiven Entwicklungen im Gesamtmarkt Pharma- & Healthcare (+3%) können OTC-Produkte also auch weiterhin nicht profitieren.

Im Vergleich zum Vorjahr länger andauernde winterliche Witterungsbedingungen sorgten indes (wie schon im Januar dieses Jahres) dafür, dass auch das zweite Quartal noch von einiger Nachfrage nach nicht rezeptpflichtigen Erkältungsprodukten und Grippemitteln geprägt war. Mit Grippemitteln setzten Apotheken, LEH inkl. Aldi und Drogeriemärkte gut elf Prozent mehr um als in der schon wärmeren Vorjahresperiode; Rachentherapeutika konnten im selben Zeitraum um neun Prozent zulegen. Ebenso war eine gestiegene Nachfrage nach Präparaten gegen Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Hustenbonbons festzustellen. Dennoch änderte dies im Bereich Selbstmedikation nichts an dem negativen Gesamtergebnis der TOP 20 Indikationsgruppen. Zum Vergleich: Rezeptpflichtige Produkte aus diesen Warengruppen entwickelten sich im selben Zeitraum insgesamt deutlich positiver (Umsatz: +4,3%; Absatz: +2,7%).

Dennoch gelang es dem Mass Market, sich im Marktsegment Selbstmedikation besser zu behaupten als die Apotheken. Günstigere Preise sorgen dafür, dass die Verbraucher ihre Schritte zur Linderung ihrer Beschwerden derzeit vermehrt in LEH und Drogerien lenken. Diese Vertriebskanäle (inkl. Aldi) konnten ihr Umsatzniveau im zweiten Quartal halten und verzeichneten unterdurchschnittliche Absatzrückgänge. Die Einbußen der Apotheken fielen dagegen überproportional aus. Und das obwohl insgesamt nahezu jeder vierte OTC-Konsument davon überzeugt ist, dass Arzneimittel aus der Apotheke wirksamer sind als Produkte aus Drogerie- oder Supermarkt, so ein Ergebnis der kürzlich publizierten europäischen OTC-Studie.
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