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Pressemitteilung BoxID: 369212 (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr)
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Land setzt zur Fachkräftesicherung auf Ausbildung und Qualifizierung

Bode besucht erfolgreiche Projekte der Arbeitsförderung

(lifePR) (Melle/Osnabrück/Vechta, ) Der Niedersächsische Arbeits- und Wirtschaftsminister Jörg Bode hat heute drei Projekte der Arbeitsförderung in Melle, Osnabrück und Vechta besucht. "In den letzten Jahren ist es in einzelnen Regionen, Branchen und Berufen ein deutlicher Engpass bei qualifizierten Fachkräfte entstanden", betonte Bode. "Wir setzen zur Fachkräftesicherung auf Ausbildung und Qualifizierung und fördern gute Ideen in den Regionen. Heute konnten wir uns von drei besonders erfolgreichen Projekte ein Bild machen."

Beim ersten Besuch der Arbeitsmarktreise durch den Westen Niedersachsens besichtige Bode die Firma Meybrand in Melle. Geschäftsführer Günter Protzek hatte die Firma 2011 von seinen damaligen Chefs übernommen. Fachleute bezeichnen solche Unternehmensnachfolgen zuweilen als die "anspruchsvollere Variante" einer Existenzgründung, weil mit Gegebenheiten gearbeitet werden muss, die zumindest am Anfang schwer veränderbar sind. Die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim schlug Protzek als besondere Gründerpersönlichkeit für den Wettbewerb "DurchSTARTer 2011" vor. Dieser Wettbewerb und seine Preisträgerinnen und Preisträger sollen Mut zur Existenzgründung machen, sei es in Form einer Neugründung oder durch Übernahme eines Betriebs und ist Teil der 2009 gestarteten Initiative "Gründerfreundliches Niedersachsen" des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums. Seit 01. Januar 2011 führt Protzek die Firma Meybrand und fertigt täglich mit nunmehr 23 Mitarbeitern in Handarbeit individuelle Sitzschalen für Menschen mit Behinderung an.

Der nächste Halt machte Bode in Osnabrück bei der DEKRA Akademie. Hier ging es um die Qualifizierung von gering qualifizierten Arbeitslosen zu Fachkräften in den Berufen Fachlagerist/in und Fachkraft für Lagerlogistik erhalten. "Durch den Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses können die Teilnehmenden die Chance einer dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt erheblich erhöhen", so Bode. Aufgrund der zunehmenden Technisierung und Automatisierung im Logistikbereich werden auch hier vermehrt Fachkräfte gesucht. Gerade in diesem Berufsfeld verfügen Arbeitsuchende häufig über umfassende Erfahrungen im Helferbereich. Ferner ist die Logistikbranche ein großer Wachstumsmarkt. Als Logistikzentrum profitiert die Region Osnabrück davon in besonderem Maße. An dieser Stelle setzt das Projekt "Logistix" an. Es wendet sich im Schwerpunkt an Menschen mit Migrationshintergrund. Diese gehen überdurchschnittlich häufig Helfertätigkeiten nach und verfügen über vielfältige Berufserfahrung. Gleichzeitig kann mit ihrem Potenzial dem erwarteten Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Als letzte Station der Pressereise stand ein Projekt in Vechta auf dem Programm. Mit dem bundesweit einmaligen Projekt "El Mechanico" begegnen die Werkstätten und Autohäuser im Landkreis Vechta dem Fachkräftemangel in der Kfz-Branche. Dazu hat die Innung für das Kraftfahrzeug-Handwerk einen Club für Auszubildende gegründet. Der einprägsame Titel lautet "El Mechanico" und deutet auf die Berufsinhalte Elektronik und Mechanik hin. In dem Club treffen sich die Auszubildenden mehrmals wöchentlich nach Feierabend. Sie bereiten sich gemeinsam auf Prüfungen vor, lernen praktische Handgriffe und tauschen sich über ihre Probleme aus. Eine Sozialpädagogin und ein Ausbilderteam unterstützen die Jugendlichen. Fast alle 187 Azubis des Kfz-Handwerks im Kreis Vechta machen mit. Ziel von El Mechanico ist es, für den Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker zu werben, die Ausbildung zu verbessern und die Auszubildenden in allen Belangen zu unterstützen.

Bode kam während seiner Besuche mit Projekteilnehmerinnen und -teilnehmern ins Gespräch, die durch ihre Teilnahme an Arbeitsmarktmaßnahmen des Wirtschaftsministeriums zu Fachkräften für die Region qualifiziert werden und bessere Chancen auf einen (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben erhalten. "Diese Projekte tragen auch zur Fachkräftesicherung und zu Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen bei und sind gute Beispiele der Arbeitsmarktförderung der Landesregierung in Niedersachsen", so Bode.

Als eigenen Beitrag setzt das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr derzeit jährlich rund 30 Mio. Euro aus Europäischen und Landesmitteln für die Ausbildungs- und Qualifizierungsförderung ein.

Weitere Informationen zur Arbeitsmarktpolitik des Ministeriums sowie konkrete Förderangebote unter: www.auf-eigenen-beinen-stehen.de