Dienstag, 19. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 314693

Nach Einigung zwischen PKV und Ärzteschaft: GOÄ-Reform jetzt Chefsache für Bahr

Berlin, (lifePR) - Der NAV-Virchow-Bund begrüßt den Fortschritt der Verhandlungen zwischen der Bundesärztekammer (BÄK) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), sich auf eine gemeinsame betriebswirtschaftliche Basis und spezifische Qualitätskriterien für eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ohne eine Öffnungsklausel geeinigt zu haben. Der Bundesvorsitzende des Verbands der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Dirk Heinrich: "Jetzt sind die größten Steine aus dem Weg geräumt. Einer neuen GOÄ in dieser Legislaturperiode steht nichts mehr im Weg." Handeln müsse nun die Politik, fordert Dr. Heinrich: "Der Ball liegt jetzt im Feld des Bundesgesundheitsministeriums. Minister Bahr muss die GOÄ-Reform zur Chefsache machen."

Eine Neufassung der aktuell gültigen Gebührenordnung gilt als längst überfällig. Sie war zuletzt in den 1980er Jahren überarbeitet worden und beinhaltet nicht den medizinisch-technischen Fortschritt der vergangen rund 20 Jahre. Es komme aus drei Gründen nun darauf an, schnell zum Ziel einer novellierten GOÄ zu gelangen, so Dr. Heinrich: "Wir brauchen endlich klare Abrechnungsregeln im Sinne eines funktionierenden Verbraucherschutzes und für mehr Rechtssicherheit für die Ärzte. Es kann nicht sein, dass moderne Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auf der Grundlage eines völlig veralteten Gebührenverzeichnisses abgerechnet werden müssen." Die exakte Leistungstaxierung, so Dr. Heinrich, erhöhe die Kosten-Transparenz für die Patienten. "Hier brauchen wir klare und eindeutig nachvollziehbare Regelungen. Anwendungsschwierigkeiten und Fehlinterpretionen des Uralt-Verzeichnisses sind bislang an der Tagesordnung. Dies führt zu vermeidbaren Konflikten zwischen Ärzten und Patienten", kritisiert der NAV-Vorsitzende.

Die Private Krankenversicherung ermögliche es schließlich, medizinische Innovationen auf dem Markt zu etablieren. Die GOÄ-Reform sei daher praktizierter Patientenschutz, so Dr. Heinrich. Vor dem Hintergrund der Einigung zwischen Ärzteschaft und PKV-Verband bekomme die Politik nun die einmalige Gelegenheit, eines der dringlichsten Reformvorhaben abzuschließen. "Diese Chance darf auf keinen Fall verpasst werden", mahnt der Bundesvorsitzende.

NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Patienten mit onkologischen Erkrankungen erfahren professionelle und erfolgreiche Behandlungen in der Naturheilpraxis Regina Rose

, Gesundheit & Medizin, Naturheilpraxis Regina Rose | Heilpraktikerin

Patienten, die von malignen Erkrankungen betroffene sind, stehen oft vor schweren und weitreichenden Entscheidungen. Die in der Naturheilpraxis...

Berufsfindung mit angeborenem Herzfehler: Zwar Hürden für Betroffene - aber überwindbare

, Gesundheit & Medizin, Deutsche Herzstiftung e.V.

Einen Beruf finden, der den eigenen Interessen, aber auch den körperlichen und geistigen Fähigkeiten entspricht, kann bereits für Gesunde eine...

Schwangerschaft ist auch mit angeborenem Herzfehler möglich

, Gesundheit & Medizin, Deutsche Herzstiftung e.V.

Der Fortschritt in der Medizin macht es möglich: Die meisten Frauen mit einem angeborenen Herzfehler können heute ihren Kinderwunsch erfüllen....

Disclaimer