Dienstag, 21. November 2017


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Jahresbericht erschienen - Chronik der Honorarproteste 2012

Berlin, (lifePR) - Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands hat seinen Jahresbericht 2013 vorgelegt. Schwerpunkt der Rückschau ist der Honorarstreit mit den Krankenkassen im Herbst 2012. Als Koordinierungsstelle der Ärzteproteste und durch den Vorsitz der Allianz deutscher Ärzteverbände zählte der NAV-Virchow-Bund zu den wichtigsten Protagonisten bei der Auseinandersetzung mit den Krankenkassen. Der Jahresbericht fasst die entscheidenden Daten und Ereignisse des Honorarkonflikts zusammen, gibt Einblicke in die Hintergründe der Auseinandersetzung aus erster Hand und ist Chronik der nach 2006 größten Ärzteproteste in Deutschland.

Daneben ging es um die Fortentwicklung der Arzttätigkeit. In einem pointierten Gastbeitrag schildert Dr. Felicitas Leitner, wie Ärztinnen die Praxis der Zukunft prägen. Kontrovers geführt wurde auch die Debatte zur Einführung eines festen ambulanten Abschnitts in der Weiterbildung. Erst nach einem mehrstündigen Spitzentreffen der Verbände konnte den Delegierten des Deutschen Ärztetages in Hannover ein gemeinsamer Antrag vorgelegt werden. Wegweisend waren auch die Entwicklungen für Praxisnetze. Seit Mai 2013 arbeiten die Kassenärztlichen Vereinigungen an der Umsetzung der KBV-Richtlinie, mit der Netze anerkannt und später gefördert werden sollen. Wer dabei die Nase vorn hat und welche Region bislang wenig für die Kooperationen getan hat, beobachtete die Agentur deutscher Arztnetze.

Im Bereich der Gesundheitspolitik zählten die milliardenschweren Überschüsse in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu den Topthemen des Berichtzeitraums. Obwohl die Praxisgebühr nach den nur wenigen Jahren ihres Bestehens und der anhaltenden Kritik der Ärzteschaft im Dezember 2012 zum letzten Mal eingezogen wurde, stehen Kassen und Gesundheitsfonds finanziell so gut da wie nie zuvor. Dies mag einer der Gründe gewesen sein, warum die Debatte über die Bürgerversicherung im Bundestagswahlkampf kaum über den Horizont der Fachwelt hinausreichte. Anders verhielt es sich mit den Korruptionsvorwürfen gegen die Ärzte. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes, das niedergelassene Ärzte weder Amtsträger noch Beauftragte der Krankenkassen sind, stritten Politik, Kassen und Mediziner öffentlich über eine wirksame Korruptionsbekämpfung.

Obwohl gesundheitspolitische Themen im Vorfeld der Bundestagswahl nicht an erster Stelle standen, klopfte der NAV-Virchow-Bund die Parteien mit seinen Wahlprüfsteinen zu den zehn wichtigsten ärztlichen Themen ab. Dabei ging es sowohl um die Frage der ärztlichen Freiberuflichkeit als auch um die Zukunft der gemeinsamen Selbstverwaltung mit den Kassen. Die Antworten sind auch nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen, interessant zu lesen.

Der Jahresbericht steht unter www.nav-virchowbund.de/jahresbericht zum Download zur Verfügung oder kann in gedruckter Form in der Bundesgeschäftsstelle kostenfrei unter (0 30) 28 87 74-0 angefordert werden

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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