Montag, 19. Februar 2018


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Honorareinigung auf Bundesebene: Verbände machen jetzt Druck in den Regionen

Berlin, (lifePR) - Nach der endgültigen Einigung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der Krankenkassen im Streit um die Honorare der niedergelassenen Vertragsärzte kündigt die Allianz deutscher Ärzteverbände an, über die einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen Druck auf die regionalen Verhandlungspartner auszuüben. "Es kommt jetzt darauf an, dass die Beschlüsse in den Ländern umgesetzt werden.

Die Kassen stehen dafür in der Verantwortung", so der Sprecher der Allianz und Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich.

Die Landesgruppen der einzelnen Berufsverbände werden dafür in den kommenden Tagen Kontakt zu den Sprechern der Vertreterversammlungen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) aufnehmen. Weiteren Input erhalten die KVen über die beratenden Fachausschüsse, in denen auch die Mitglieder der Verbände vertreten seien, so Dr. Heinrich. "Wir tragen unsere Forderungen jetzt in die Regionen. Die Landesvorsitzenden von über 30 Berufsverbänden werden gerade mobilisiert."

Ziel der regionalen Verhandlungen müsse sein, so der Sprecher der Ärzteallianz weiter, die im Honorarbeschluss bestehenden Spielräume maximal zugunsten der Versorgung der Patienten auszureizen. "Das Ergebnis der Honorarverhandlungen auf Bundesebene ist für viele Kolleginnen und Kollegen nicht zufriedenstellend. Das ist an vielen Stellen nachvollziehbar, wie der Blick in die Versorgungswirklichkeit zeigt. Wir Verbände werden daher nun ganz genau aufpassen, dass vom Minimal-Konsens, der zwischen Kassen und Ärzten erzielt worden ist, zum Schluss auch was in den Praxen ankommt."

Schule machen könnte dabei das Beispiel Hamburgs. Unter Federführung der örtlichen KV sollen im November in einer Vollversammlung aller niedergelassenen Ärzte und Praxismitarbeiter der Hansestadt die Ergebnisse der Verhandlungen diskutiert werden. "Als Hamburger Arzt unterstütze ich die Aktion. Das hält den Druck im Kessel. Die Kassen sollen merken, dass wir Niedergelassenen vor Problemen stehen, die uns bereits heute eine vernünftige Versorgung unmöglich machen. Und das wird sich mit dem Rückgang der Arztzahlen in den nächsten Jahren noch verschärfen", sagt Dr. Heinrich.

Sollten sich die regionalen Verhandlungen insgesamt negativ für die Vertragsärzte entwickeln, seien Protestaktionen der Verbände nicht ausgeschlossen. Beispielsweise könne die so genannte Politik der Nadelstiche fortgesetzt werden. "Das können wir jederzeit wieder anlaufen lassen", so der Sprecher der Allianz.

Die freien Verbände vertreten insgesamt über 100.000 niedergelassene Ärzte (in alphabetischer Reihenfolge):

Allianz deutscher Ärzteverbände (Berufsverband der Deutschen Internisten, Bundesverband der Ärztegenossenschaften, Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände, Hartmannbund, Medi Deutschland, NAV-Virchow-Bund) Bayerischer Facharztverband, Berufsverbandes Deutscher Neurochirurgen e.V. (BDNC), Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V., Berufsverband der Dermatologen, Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU), Berufsverband der Fachärzte für Kardiologie in freier Praxis e.V., Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), Berufsverband der Frauenärzte (BVF), Berufsverband der HNO-Ärzte, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e. V. (bkjpp), Berufsverband niedergelassener fachärztlich tätiger Internisten e.V. (BNFI), Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN), Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP), Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh), Berufsverband niedergelassener Chirurgen (BNC), Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng), Bundesverband Ambulantes Operieren, Bundesverband hausärztlicher Internisten e.V. (BHI), Bundesverband der Pneumologen (BdP), Bundesverband niedergelassener Diabetologen (BVND), Bundesverband Niedergelassener Hämatologen und Onkologen (BNHO), Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK), Facharzt Allianz Bayern (FAABY), Freie Ärzteschaft e.V., Gesundheitsnetz Süd e.G., GFB Bayern, NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V., Spitzenverband der Fachärzte (SpiFa)

NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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