Mittwoch, 18. Juli 2018


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Ungleiche Nachbarn: neues Naturschutzgebiet und neuer Stadtteil

Alexander Porschke, 1. Vorsitzender NABU Hamburg kommentiert den Senatsbeschluss vom 10.01.2016 zum neuen Naturschutzgebiet wie folgt

Hamburg-Borgfelde, (lifePR) - "Es ist eine gute Nachricht, dass die in den letzten Jahren ökologisch entwickelten Flächen nun unter Schutz gestellt werden. Hamburgs Natur kann durchaus mehr Schutz gebrauchen. Allerdings darf ein Naturschutzgebiet (NSG) wie die "Allermöher Wiesen" nicht nur auf der Landschaftskarte existieren. Auch unter dem neuen Schutzstatus müssen die Lebensräume für Tiere und Pflanzen mit entsprechenden Maßnahmen weiter aufgewertet und gepflegt werden. Es kommt vor allem jetzt darauf an, weitere Naturflächen im Landschaftskorridor funktionsfähig miteinander zu verbinden. Nur so kann ein überlebensnotwendiger Austausch der dort existierenden Naturbewohner stattfinden.

Während Hamburg einen Teil des Landschaftskorridors nun mit der Ausweisung des NSG "Allermöher Wiesen" unter Schutz stellt, treibt der Senat nur einen Steinwurf weit entfernt in demselben Landschaftsraum eines der größten Wohnungsbauprojekte in Hamburg voran. Für das geplante Projekt "Oberwillwerder" sollen 120 Hektar Grünfläche überbaut werden - ein komplett neuer Stadtteil, in dem 10.000 Menschen wohnen sollen. Angesichts der Siedlungsvorhaben in der unmittelbaren Nachbarschaft des neuen NSGs machen wir uns große Sorgen, ob eine Verbindung der ökologisch wertvollen Landschaftsräume möglich sein wird."

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