Donnerstag, 19. Juli 2018


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Harley Days in Hamburg: Wie laut sind 50.000 Biker?

NABU wird Lärmwerte messen und warnt vor Gehörschäden

Hamburg-Borgfelde, (lifePR) - Zum 13. Mal finden am kommenden Wochenende die Harley Days statt und wieder werden an die 50.000 knatternde, laut röhrende und stinkende Motorräder durch Hamburg fahren. Der NABU kritisiert das jährliche Großevent, welches mit einer enormen und vor allem unnötigen Lärmbelastung und Luftverpestung für die Menschen in der Stadt verbunden ist.

Während der Motorradparade am Sonntag wird der NABU ab ca. 12.30 Uhr die Lärmbelastung messen, um das Ausmaß dieser Gesundheitsgefährdung zu ermitteln.

"Unter den Zehntausenden Motorradfahrern gibt es viel zu viele, die es darauf anlegen, an dem Harley Days-Wochenende ordentlich viel Lärm zu produzieren. Vor allem Anwohner werden durch das ohrenbetäubende Gedröhne auf unzumutbare Weise belästigt und darüber hinaus ihre Gesundheit gefährdet. Für Biker mag das Gas geben und die Motoren zum Dröhnen zu bringen, ein Vergnügen sein. Das Stadtmarketing verkauft das Massenevent seit Jahren trotz Lärmstörung und Luftverpestung als Hamburger Attraktion. Doch die große Mehrheit betroffener Hamburgerinnen und Hamburger empfindet diese lärmende Protzerei als gesundheitsschädliches Ärgernis", empört sich Alexander Porschke, 1. Vorsitzender des NABU Hamburg.

Lärm stellt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach schlechter Luftqualität die zweitgrößte Gesundheitsbelastung der heutigen Zeit dar. Wenn am Sonntag die Parade der Zweiräder durch die Stadt zieht, werden entlang der Strecke rund eine halbe Millionen Zuschauer erwartet. Der NABU appelliert an die Schaulustigen, an ihre Gesundheit zu denken.

"Vor allem das lärmempfindliche Gehör kleiner Kinder in unmittelbarer Nähe der Maschinen, bei denen oftmals absichtlich die Schalldämpfer entfernt werden, ist ohne Gehörschutz stark gefährdet ", warnt Malte Siegert, Leiter Umwelt beim NABU Hamburg. Selbst kurzzeitige hohe Lärmemissionen der vorbeifahrenden Motorräder können langfristige Gehörschäden verursachen - vor allem bei Kindern.

Für Rückfragen:

Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik NABU Hamburg, Mobil: 0173 / 937 32 41

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