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Pressemitteilung BoxID: 291711 (Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Hamburg e.V.)
  • Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Hamburg e.V.
  • Klaus-Groth-Straße 21
  • 20535 Hamburg-Borgfelde
  • https://www.hamburg.nabu.de
  • Ansprechpartner
  • Bernd Quellmalz
  • +49 (40) 697089-12

Frösche und Kröten wandern jetzt

NABU bittet Autofahrer um Rücksicht / Neue Zählaktion für überfahrene Erdkröten

(lifePR) (Hamburg, ) Mit der derzeit milden Witterung hat die Amphibienwanderung begonnen. Erste Tiere sind etwa in Eimsbüttel, in der Osdorfer Feldmark und am Falkensteiner Ufer, aber auch in Schenefeld und in Wedel unterwegs. Der NABU bittet Autofahrer, auf entsprechenden Strecken vorsichtig und langsam zu fahren. Zugleich ruft der Umweltverband dazu auf, überfahrene Erdkröten zu melden. Der NABU möchte damit einen besseren Überblick über das Ausmaß der Todesfälle auf den Straßen bekommen.

Amphibien legen auf ihren Wanderungen Strecken von bis zu zwei Kilometern zurück. Bereits während der Kaulquappenphase erfolgt die Prägung auf das Laichgewässer. Zur Fortpflanzung kehren viele Amphibien an ihr Geburtsgewässer zurück. "Während dieser Laichwanderung müssen die Lurche viele Straßen überqueren", erklärt Biologe Bernd Quellmalz, Sprecher des NABU Hamburg. "Viele dieser stark bedrohten Tiere überleben das nicht!" Die Amphibien sterben aber nicht nur durch das direkte Überrollen unter den Autoreifen. Auch der geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn tötet sie. An die Autofahrer appelliert Quellmalz daher, auf Straßen und Wegen mit Amphibienwanderungen Tempo 30 nicht zu überschreiten, um den Druck gering zu halten und die Überlebenschance der wandernden Tiere zu erhöhen. Wo Amphibien in der Hansestadt wandern, erfährt man auf der Website des NABU Hamburg.

"Seit vielen Jahren engagieren sich Naturschützer an unseren Straßen für den Schutz dieser bedrohten Tiere", so Quellmalz. In und um Hamburg sind beispielsweise in Harburg, Bergedorf, Wedel, Duvenstedt und Rahlstedt Jahr für Jahr NABU-Gruppen aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. "Weitere Helferinnen und Helfer sind in unseren Gruppen vor Ort, aber auch in unserer Fachgruppe Amphibien- und Reptilienschutz herzlich willkommen!" Hilfe benötigt der NABU sofort: "Wir möchten gerne wissen, wie viele Erdkröten in einer Laichperiode auf ihren traditionellen Wanderungen auf den Straßen sterben müssen", bittet Quellmalz um Meldungen von überfahrenen Amphibien. "Mit einer aussagekräftigen Straßenopferanzahl kann der NABU nicht nur die Behörden zu erhöhten Anstrengungen im Amphibienschutz an Straßen auffordern, sondern auch seine eigenen Aktivitäten lenken!"