Donnerstag, 18. Januar 2018


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2100 Bäume fallen für Siedlungsbau

NABU vermisst Augenmaß auf dem Gelände der Röttiger Kaserne und bittet Umweltsenatorin um Unterstützung beim Baumschutz

Hamburg, (lifePR) - Mit großer Besorgnis sieht der NABU Hamburg die Genehmigung zum Fällen von 2100 Bäumen auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger Kaserne in Hamburg-Neugraben. Die Bäume sollen für die Kampfmittelräumung im Rahmen eines geplanten Wohnungsbauvorhabens fallen. Diese Besorgnis hat der NABU jetzt in einem Schreiben an die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Frau Jutta Blankau, zum Ausdruck gebracht.

"Selbstverständlich wollen wir niemanden durch verschüttete Kampfmittel gefährdet sehen", sagt Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg. "Wir halten deshalb auch eine entsprechende Suchaktion auf den Bauplätzen und den künftigen Privatgärten für begründet." Andererseits werde in Hamburg seit über 50 Jahren nach Kampfmitteln gesucht, ohne dass jedes Mal der komplette Baumbestand von Flächen beseitigt worden wäre. "Wir haben daher die Senatorin eindringlich gebeten, uns in unserem Engagement für den möglichst umfassenden Erhalt des Baumbestandes auf der Fläche zu unterstützen", so der NABU-Chef. Seiner Ansicht nach müssten Wege gefunden und beschritten werden, mit denen nur die tatsächlich für die Bergung gefährlicher Kampfmittel zu fällenden Bäume beseitigt werden. "Es sollte in Hamburg nicht dahin kommen, dass in den Bebauungsplänen ausgewiesene, öffentliche Grüngebiete vorsorglich für Sondierungsarbeiten entwaldet werden", bekräftigt Porschke und fügt hinzu: "Hambu rgs Bäume verdienen Respekt und Schutz. Wenn im Umwelthauptstadtjahr das Pflanzen von 2011 Bäumen mit viel Trara gefeiert wird, darf nicht kurz danach die gleiche Zahl für ein Siedlungsprojekt wieder gefällt werden!"

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