Montag, 11. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 218784

NABU unterstützt Ablehnung des Offshore-Windparks bei Sylt

Tschimpke: Kein Freifahrtschein für Windenergie auf Kosten der Meeresumwelt

Berlin, (lifePR) - Nach Presseberichten hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) eine ablehnende Stellungnahme zum Genehmigungsantrag für den Offshore-Windpark Sandbank Extension abgegeben. Der NABU teilt die Einschätzung des Amtes. "Für die Offshore-Windenergie darf es keinen Freifahrtschein auf Kosten der Meeresumwelt geben. Jeder geplante Windpark auf See muss auf die dort lebenden Vögel, Fische und Meeressäugetiere Rücksicht nehmen", betont NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der Windpark Sandbank Extension westlich von Sylt liegt im Hauptverbreitungsgebiet der seltenen Pracht- und Sterntaucher vor der deutschen Küste. Beide Arten aus der Familie der Seetaucher sind nach EU-Vogelschutzrichtlinie und Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Würde ein weiterer Windpark in dieser Region wie geplant gebaut, droht den Seetauchern der dauerhafte Verlust ihres Lebensraums. Der Windpark ist deshalb nach Überzeugung des NABU nicht genehmigungsfähig.

Seit der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes 2010 kann das BfN als zuständige Naturschutzbehörde seine Zustimmung zu neuen Windparks in Nord- und Ostsee versagen, wenn sie nach wissenschaftlichen Kriterien gegen den Natur- und Artenschutz verstoßen. Der NABU fordert die Bundesregierung daher auf, der Stellungnahme des BfN zu folgen. "Der Grundkonsens lautet: Der Ausbau der Offshore-Windkraft darf nur im Einklang mit dem Schutz der Meeresumwelt erfolgen. Europaweit besonders geschützte Arten dürfen nicht durch Windparks verdrängt werden", erklärt Tschimpke. Wer diesen Konsens übergehe, gefährde die Akzeptanz der Offshore-Windenergie, warnt der NABU. Natur- und Umweltschutzverbände würden dann auch den Klageweg beschreiten müssen.

Der NABU betont, dass bereits die genehmigten Offshore-Windparks Bedrohungen für die Meeresumwelt beinhalten. So gefährdet die übliche Baupraxis bei Windkraftanlagen auf hoher See durch Unterwasserschall lärmsensible Meeressäugetiere wie die Schweinswale. Politik und Wirtschaft sind gefordert, schnellstmöglich technische Schallschutzkonzepte und schonende Bauverfahren zu entwickeln und einzusetzen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Spatenstich für GGEW- Neubau

, Energie & Umwelt, GGEW, Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße Aktiengesellschaft

Bensheim. Die GGEW AG investiert in die Zukunft: Mit dem Spatenstich hat der Energiedienstleister den Bau des neuen Bürogebäudes mit Kundencenter...

Ein Futter-Labyrinth für Frettchen

, Energie & Umwelt, Wildpark-MV/ Natur- u. Umweltpark Güstrow gGmbH

Die Tierpfleger des Güstrower Wildpark-MV lassen sich immer wieder neue Beschäftigungsmöglic­hkeiten für ihre Schützlinge einfallen. Dieses Mal...

Der Weg zum perfekten Weihnachtsbaum

, Energie & Umwelt, Niedersächsische Landesforsten

Er gehört zu Weihnachten wie das Krippenspiel und das leckere Essen: der Weihnachtsbaum. Um den perfekten Familienweihnachtsba­um zu finden,...

Disclaimer