NABU fordert neues Bundeswaldgesetz

Miller: Jetzt Weichen für nachhaltige Waldwirtschaft stellen

(lifePR) ( Berlin, )
Zur heutigen Bundestagsanhörung über die Änderung des Bundeswaldgesetzes sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

"Nach zwei gescheiterten Versuchen das Bundeswaldgesetz zu novellieren, muss die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode endlich ein Ergebnis vorlegen. Das bestehende Bundeswaldgesetz hinkt der waldpolitischen Debatte um rund zwei Jahrzehnte hinterher. Es liefert keine Antworten auf die gestiegene Holznachfrage, den Klimawandel und den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt. Das Bundeswaldgesetz ist somit ein wichtiger naturschutzpolitischer Prüfstein für die Politik von Schwarz-Gelb im Bund."

Der NABU fordert, dass mit der überfälligen Novellierung des Bundeswaldgesetzes endlich die Weichen für eine ökologisch nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland gestellt werden. Dazu gehören die Einführung von ökologischen Mindeststandards für die Waldbewirtschaftung mit einem grundsätzlichen Verbot von Kahlschlägen sowie klaren Zielen für den Waldnaturschutz und das Wildtiermanagement.

Der NABU begrüßt allerdings die Änderungsvorschläge bei der Walddefinition und zur Lockerung der Verkehrssicherungspflicht für Waldbesitzer. "Damit schafft das Bundeswaldgesetz mehr Rechtssicherheit für Landwirte und Waldbesitzer", so Miller.
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