Dienstag, 14. August 2018


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NABU enttäuscht über Kompromiss beim Rio+20 Gipfel

Tschimpke: Kein Reformwille bei globaler Nachhaltigkeit erkennbar

Berlin, (lifePR) - Mit Blick auf die Verhandlungen beim UN-Erdgipfel in Brasilien kommentiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke das Ergebnis.

"Statt mutige Reformen vorzubereiten, feilten die Verhandlungspartner lediglich an einer Sprachregelung für den kleinsten gemeinsamen Nenner. Angesichts des dramatischen Zustandes der Erde wären aber erhebliche Fortschritte notwendig gewesen. Besser wir hätten hier gar kein Ergebnis erzielt, als ein schlechtes."

Aus NABU-Sicht wäre eine klare Aufwertung des UN-Umweltprogramms als Sonderorganisation der Vereinten Nationen erforderlich gewesen. Vergleichbar zur Position der Hochkommissarin für Menschenrechte hätte zusätzlich auch ein UN-Beauftragter für nachhaltige Entwicklung und künftige Generationen bei der Generalversammlung in New York angesiedelt werden müssen. Europa hätte sich hier nicht auf einen schwachen Kompromiss einlassen dürfen, sondern Nachbesserungen fordern und zur Not die Verhandlungen vertagen müssen", so Tschimpke.

Bei den nun anstehenden Ministerberatungen soll nach Auskunft der Beobachter vor Ort in Rio nur noch über die Rolle der so genannten Green Economy bei der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung diskutiert werden. Bei den harten Verhandlungsthemen, wie zum Beispiel dem internationalen Meereschutz und dem Zugang zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung, wurden die Ergebnisse aus Sicht des NABU in inakzeptabler Form verwässert.

Vom 20. bis 22. Juni, 20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel der Vereinten Nationen im Jahr 1992, findet in Rio de Janeiro erneut ein Weltgipfel zur Nachhaltigen Entwicklung statt. NABU-Präsident Olaf Tschimpke nimmt in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung und als Mitglied der deutschen Regierungsdelegation an der Rio+20-Konferenz teil.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke ist für Interviews und Hintergründe vor Ort erreichbar. Kontakt über die NABU-Pressestelle, Tel. 030-284984-1510, -1952, -1722, mobil 0173-9306515, Email: presse@NABU.de

Ausführliche NABU-Hintergrundinformationen zum UN-Weltgipfel zu finden unter www.NABU.de/erdgipfel

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