NABU: UN-Erdgipfel muss Weichen für nachhaltiges Wirtschaften stellen

Tschimpke: Deutschland hat Vorbildfunktion bei Gestaltung einer "Green Economy"

(lifePR) ( Berlin, )
Vom 20. bis 22. Juni, 20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel der Vereinten Nationen im Jahr 1992, findet in Rio de Janeiro erneut ein Weltgipfel zur Nachhaltigen Entwicklung statt. NABU-Präsident Olaf Tschimpke nimmt in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung und als Mitglied der deutschen Regierungsdelegation an der Rio+20-Konferenz teil.

Mit Blick auf den Gipfel nennt der NABU fünf Schwerpunktthemen für eine globale Kehrtwende in der Nachhaltigkeitspolitik: die Sicherung einer umweltfreundlichen Energieversorgung für alle Menschen, die Sicherung der Welternährung im Einklang mit einer naturverträglichen Landnutzung, die Ressourcenschonung durch Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft, den Stopp der Abholzung von Wäldern und einen verbesserten Schutz der Meeresökosysteme jenseits der nationalen Gesetzgebung.

Der NABU betont, dass diese Ziele einen verbindlichen Rahmen und konkrete Zeitpläne für den Umbau unserer Wirtschafts- und Sozialsysteme benötigen. Nur so kann verhindert werden, dass im Anschluss an die Konferenz nicht unter dem Deckmantel einer „Green Economy“ weiter gewirtschaftet wird wie bisher.

„Deutschland als Industrienation muss eine Vorbild- und Führungsfunktion für die Ausgestaltung einer ‚Green Economy‘ einnehmen. Dazu brauchen wir dringend Fortschritte beim Abbau umweltschädlicher Subventionen vor allem für fossile Energien und eine nicht-nachhaltige Agrarwirtschaft. Stattdessen müssen Steuern und Abgaben weniger die Produktivität und Arbeitskraft belasten, sondern hohe Umweltbelastungen bestrafen und neue Produktions- wie Konsummuster mit weniger Ressourcenverbrauch fördern“, so Tschimpke.

Ausführliche NABU-Hintergrundinformationen zum UN-Weltgipfel zu finden unter www.nabu.de/themen/umweltpolitik/nachhaltigeentwicklung/14890.html
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