Freitag, 17. August 2018


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NABU-Senderstörche auf dem Rückweg

Früher Rückflug ermöglicht guten Start in die Brutsaison

Berlin/Bergenhusen, (lifePR) - Während es in weiten Teilen Deutschlands immer noch winterlich kalt ist, haben sich die sechs vom NABU mit GPS Satellitensendern ausgerüsteten Weißstörche schon auf den Rückweg aus ihren südlichen Winterquartieren in ihre schleswig-holsteinischen Brutgebiete gemacht. "Die ungewöhnlich frühe Rückkehr der Störche in diesem Jahr zeigt, wie sich gute klimatische Verhältnisse im Überwinterungsgebiet der Störche positiv auswirken können", erläutert NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen. So könnten die Vögel früher mit der Brut beginnen und mehr Junge aufziehen als in anderen Jahren. Allerdings müssen für eine erfolgreiche Brutsaison auch genug Futterangebote für die Jungen vorhanden sein und auch das Wetter sollte während der Aufzucht günstig sein.

Als erstes hatte sich Storch "Michael" bereits am 6. Februar aus dem Tschad auf den Weg gemacht. Vermutlich hängt sein ungewöhnlich früher Aufbruch mit den ergiebigen Regenzeiten im Tschad zusammen, die an seinem Rastplatz für ein gutes Futterangebot sorgten. Entsprechend gut in Form können sich die Weißstörche dann früh auf den Rückweg machen. So startete auch Storch "Gustav" zehn Tage später ebenfalls im Tschad. Seine Partnerin "Anni" blieb noch einige Tage in der Savanne östlich des Tschadsees, folgte ihm aber Ende Februar. Die drei Störche haben ihren Rückflug so rechtzeitig gestartet, dass sie sich nun richtig Zeit lassen können und nur recht kurze Tagesetappen von etwa 100 Kilometern fliegen.

Der Heimat am nächsten ist Storch "Helmut", der den Winter in Spanien in der Nähe von Madrid verbracht hat. Am 12. Februar startete er heimwärts, hat es nun allerdings nicht sehr eilig und rastet derzeit in der französischen Charente, einer flachen Marschlandschaft nahe der Atlantikküste. Storchenmännchen "Hobor" dagegen hat den weitesten Rückweg der sechs NABU-Senderstörche. Er hatte sein Winterquartier in der Halbwüste Karoo in Südafrika aufgeschlagen. Auch er ist Ende Februar gestartet und durchquert derzeit Botswana mit Tagesetappen von mehr als 200 Kilometern.

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