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Pressemitteilung BoxID: 418242 (Nationalparkamt Müritz)
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Unterwegs mit Kescher und Becherlupe

Junior-Ranger erkunden Müritz-Nationalpark bei Blankenförde

(lifePR) (Hohenzieritz, ) "Echt cool", fand Julia (10) das Junior-Ranger-Camp am vergangenen Wochenende in Blankenförde (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). "Wir haben hier Forschlaich gefunden, Gelbrandkäfer, Erdkröten und Molche beobachten können. Die kannte ich vorher nur aus Büchern", berichtete begeistert die Neustrelitzer Schülerin über die Exkursion im Müritz-Nationalpark. Ebenso wie einige andere aus ihrer Gruppe hatte Julia zum ersten Mal am Junior-Ranger-Camp teilgenommen, das seit nunmehr neun Jahren veranstaltet wird. Angeregt dazu wurden sie von Rangern aus dem Nationalpark, die regelmäßig in den 3. und 4. Klassen an Schulen in der Region für den Naturschutz und die Bildung von Junior-Ranger-Gruppen werben.

Melanie (12) aus Möllenhagen und Kira (11) aus Wendorf sind bereits erfahrene Junior-Rangerinnen. Während Melanie bei der jüngsten Exkursion geschickt die Fundobjekte vor die Linse ihres Fotoapparates platzierte, notierte Kira gewissenhaft alle Entdeckungen des Tages in der Tier- und Pflanzenwelt mit Anzahl, Namen und Fundort.

Und das aus gutem Grund: Denn das diesjährige Junior-Ranger-Camp wurde in diesem Jahr bewusst zeitgleich mit dem "Tag der Artenvielfalt" terminiert, der zum 15. Mal von der bekannten Umweltzeitschrift "Geo" bundesweit ausgerufen wurde. Alle am Wochenende von den Schülern beobachten Tier- und Pflanzenarten wurden vom Nationalpark-Infopunkt in Blankenförde zur Auswertung an die Homepage von Geo gemailt. Die Daten erhielt ebenfalls das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow, erklärte dazu Tim Taeger, Sachgebietsleiter im Müritz-Nationalpark.

Einige seiner Ranger waren am vergangenen Wochenende als sachkundige Führer des Naturschützer-Nachwuchses auf den Exkursionspfaden rund ums Camp unterwegs. So wie zum Beispiel Sebastian Krage, der an moorigen Seen und in Wiesengräben einige Molchreusen am Abend zuvor ausgebracht hatte. Nach Begutachtung und Kartierung der umfangreichen "Beute" mit Kamm- und Teichmolchen, Fröschen, Stichlingen, Wasserschnecken und -käfern wurden diese behutsam wieder in die Freiheit entlassen. Ranger Krage wies dabei darauf hin, dass derartige Fangaktionen nur auf Antrag und nach strenger Prüfung durch die amtlichen Naturschutzbehörden per Ausnahmegenehmigung gestattet werden können.

Solche und ähnliche Fragen hatten die 35 jungen Teilnehmer aus der Region dann am Abschlusstag des dreitägigen Camps nach einigen Lehrstunden in Naturschutz-Theorie bei einem Wissenstest zu beantworten. Zur Belohnung gab es die begehrten T-Shirts der Junior-Ranger mit dem Abbild des Seeadler-Kopfes, dem bekannten Symbol des Müritz-Nationalparkes, eigene Namenschilder dafür und natürlich Urkunden.

Und wer weiß, ob aus dem diesjährigen Camp-Jahrgang nicht künftig auch Nachwuchs für die großen Nationalpark-Ranger kommt? So wie Christian Degner aus Wesenberg vielleicht. Der heute 18-Jährige wurde einst in der 4. Klasse Junior-Ranger und absolviert derzeit eine Ausbildung zum Forstwirt. Am Wochenende führte er ehrenamtlich eine Campgruppe zum Bestimmen von Wald- und Wiesenkräutern. Er könnte es sich gut vorstellen, später auch einmal als Nationalpark-Ranger im Hauptberuf zu arbeiten