Sturm legt auch im Nationalpark Bäume um

Mehr als 13 Hektar Windwurf bei Zwenzow

(lifePR) ( Hohenzieritz, )
Das Sturmereignis am Nachmittag des 11.06.2014 hat auch im Müritz-Nationalpark seine Spuren hinterlassen. Eine besonders starke Windböe hat südlich von Zwenzow eine zusammenhängende Fläche von über 13 Hektar Kiefernwald innerhalb weniger Minuten zu Boden geworfen. Daneben sind zahlreiche kleinere Wurfnester entstanden. "Der Müritzrundweg, der Radweg Leussow-Zwenzow, der Radweg an der L25 zwischen Havelland und Zwenzow sowie der Wanderweg "Brauner Wolf" sind in dem betroffenen Bereich derzeitig gesperrt, da sie nicht mehr passierbar sind und von angeschobenen Bäumen oder herabhängenden Ästen und Kronenteilen Gefahren für Passanten ausgehen können", so Ulrich Meßner, Leiter des Nationalparkamts Müritz in Hohenzieritz.

Einen kleinen Eindruck von den Auswirkungen des Sturmereignisses kann man sich am derzeitig teilweise gesperrten Parkplatz südlich Zwenzow im Bereich der "Zwenzower Tannen" machen, wo ein ca. 0,2 Hektar großer Rotbuchenbestand am Boden liegt.

Die größte Wurffläche hingegen liegt tiefer im Nationalpark und ist gegenwärtig abgesperrt.

Im Bereich von Wegen und Straßen wurde laut Meßner bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen. Mit der Freigabe der gesperrten Wege wird im Verlauf der kommenden Wochen gerechnet. Beseitigt wird nur das, was zur Wiederherstellung der Passierbarkeit bzw. Verkehrssicherheit im Bereich von Siedlungen, Straßen, Wegen und sonstiger Infrastruktur notwendig ist. Der weitaus überwiegende Teil des Holzes bleibe dagegen im Sinne des Nationalparkziels unangetastet. "Sturm ist ein natürliches Ereignis, und Windwurf von Bäumen gehört zur natürlichen Walddynamik, welche wir im Nationalpark als gegeben hinnehmen." Aus zurückliegenden Sturmereignissen sind im Müritz-Nationalpark bereits faszinierende neue Wälder entstanden, welche u.a. am kommenden Wochenende durch Experten im Rahmen des Geotags der Artenvielfalt untersucht werden. Auch auf den neuen Flächen wird sich nun in den kommenden Jahren ohne menschliches Zutun der Wald natürlich verjüngen können.
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