Freitag, 24. November 2017


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Ohne Blei auf die Jagd

Sponsor aus Finnland unterstützt Nationalparkamt mit bleifreier Jagdmunition

Hohenzieritz, (lifePR) - Die Jäger im Bereich des Nationalparkamts Müritz verzichten ab diesem Jagdjahr freiwillig auf die Verwendung von bleihaltiger Jagdmunition. Damit soll eine mögliche Bleivergiftung von Seeadlern und anderen Greifvögeln ausgeschlossen werden. Unterstützung fanden die Jäger nun bereits zum wiederholten Mal durch die finnische Firma NAMMO Lapua Oy. Der führende Munitionshersteller stellte über 700 Schuss der Marke "LAPUA Naturalis" zu einem außerordentlichen Sonderpreis zur Verfügung. Die Organisation des Sponsorings lag in den bewährten Händen des Jagdausstatters Prohl in Plau am See.

Seit 2004 sind im Müritz-Nationalpark 13 bleivergiftete Seeadler gefunden worden. Die Adler, aber auch andere Greifvögel, fressen unter anderem geschossene Wildtiere oder den Aufbruch (Innereien) beziehungsweise erbeuten angeschossenes Wild und nehmen so auch die darin enthaltenen bleihaltigen Geschosssplitter auf. Das Blei führt zu schweren Vergiftungen, die meistens tödlich ausgehen. Deshalb ist der Verzicht auf bleihaltige Jagdmunition die beste Alternative und ein wichtiger Beitrag zum Schutz dieser imposanten Vögel.

Nachdem in einem aufwändigen Projekt das Abprallverhalten von bleifreien sowie bleihaltigen Geschossen untersucht wurde und keine nennenswerten Unterschiede festgestellt werden konnten, hob das Landwirtschaftsministerium das aus Sicherheitsbedenken für die Verwaltungsjagd erlassene Bleifreiverbot Ende letzten Jahres wieder auf. Volker Spicher, verantwortlich für den Artenschutz im Nationalpark, bezeichnet es als logische Konsequenz, dass die Verwaltungsjäger sich nunmehr freiwillig verpflichten, nur noch bleifreie Munition zu verwenden, zumal einige Nationalparkjäger die Praxistauglichkeit dieser Munition bereits 2008 erfolgreich getestet hatten. "Immer mehr Jäger stellen auf die umweltfreundlichere Munition um, doch erst wenn alle Jäger so handeln, wäre das Problem endgültig gelöst", so der abschließende Kommentar von Volker Spicher.

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