Montag, 20. Februar 2017


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Auerhahnküken in Gefahr: Nationalpark bittet Heidelbeersammler um Rücksicht

Die Verwaltung hat spezielle Gebiete fürs Beerenpflücken ausgewiesen / Informationen im Nationalparkzentrum

(lifePR) (Seebach, ) Sie sind schön anzusehen und sehr schmackhaft: Auch im Nationalpark möchten viele Gäste gerne Heidelbeeren sammeln. "Das können wir natürlich gut verstehen, gleichzeitig ist unsere wichtigste Aufgabe der Schutz der Tiere und Pflanzen im Nationalpark", sagt Nationalparkleiter Wolfgang Schlund. Auch für das seltene Auerhuhn sind die lichten, mit Heidelbeersträuchern bewachsenen Flächen im Schutzgebiet wichtige Rückzugsorte. "Gerade dann, wenn die Beeren pflückreif sind, befindet sich das Auerhuhn in einer kritischen Phase - mitten in der Aufzucht der Küken", erklärt Schlund.

Die Hennen ziehen mit ihren Küken umher, immer auf der Suche nach eiweißreichen Insekten. Gerade diese sind sehr wichtig, damit die Küken genügend Gewicht für den harten Winter zulegen können. "Wird der Familienverband durch Heidelbeersammler abseits der Wege gestört, bedeutet das großen Stress für die Tiere", sagt Urs Reif, Leitender Ranger im Nationalpark. "Wir Rangerinnen und Ranger weisen die Gäste im Nationalpark deshalb immer wieder darauf hin, dass es nicht erlaubt ist, in die Fläche zu gehen." Fühlt sich die Henne nämlich von Menschen gestört, gibt sie ihren Küken ein Zeichen, so dass diese sich in der Umgebung verstreuen. Dadurch können sie leichter Opfer von Beutegreifern werden. "Kommt es häufiger zu Störungen, kann es auch vorkommen, dass wichtige Gebiete ganz von den Tieren gemieden werden", erklärt Patrick Stader, einer der Auerhahn-Kenner im Nationalparkteam.

Dennoch sollen auch Heidelbeersammler im Nationalpark auf ihre Kosten kommen - die Verwaltung hat deshalb spezielle Gebiete ausgewiesen, in denen das Beerenpflücken erlaubt ist. "Nähere Informationen zu diesen Flächen gibt es im Nationalparkzentrum am Ruhestein", sagt Reif. Auch in diesen Bereichen sollten die Sammler allerdings nur für den Eigenbedarf sammeln - dann dürften die Beeren für viele Gäste reichen. "Viele gute Sammelstellen liegen genauso auch im Schwarzwald außerhalb des Nationalparkgebiets", verrät Schlund.

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