Gemeinsam die Zukunft Lampertheims gestalten

"Wollen Aufbruchsstimmung schaffen": ProjektStadt mit Management des Stadtumbaus beauftragt / Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit von 2017

(lifePR) ( Lampertheim, )
Die ProjektStadt setzt ihre Arbeit am Stadtumbau für das Fördergebiet „Lampertheim Innenstadt“ fort. Bereits 2017 hatten die Stadtentwicklungsexperten der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für die 32.000-Einwohner-Kommune im Landkreis Bergstraße erarbeitet. In der Folge hat die Kommune den Stadtumbau zunächst selbst gestemmt, nun aber beschlossen, für die weitere Umsetzung auf professionelle Hilfe in Form eines Programmmanagements zu setzen. Im ersten Schritt werden bereits angestoßene Maßnahmen wie die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Quartiersentwicklungen Unterdorf und Emilienstraße/Domgasse als Impulsprojekte aufgegriffen und unter Einbeziehung der Bevölkerung weiter vorangebracht. „Wir freuen uns, dass wir an unsere Arbeit aus 2017 anknüpfen können“, sagt Projektleiter Marius Becker. „Zunächst geht es darum, ein Bild vom aktuellen Arbeitsstand zu erhalten, Netzwerke zu pflegen und weiter auszubauen, in der Stadt das Programmmanagement bekannt zu machen, die Durchführung von Maßnahmen vorzubereiten und zum Mitwirken zu aktivieren, indem wir eine neue Aufbruchsstimmung schaffen. Auch die durch den ISEK-Prozess initiierten Beteiligungsstrukturen wollen wir fortführen und ausbauen.“ Auch Bürgermeister Gottfried Störmer freut sich auf die Zusammenarbeit: „Durch die Erstellung des ISEK verfügt das Team der ProjektStadt über ein fundiertes lokales Wissen und kennt sämtliche Akteure, so dass wir unmittelbar in die Umsetzung der Maßnahmen einsteigen können.“

Bürgerbeteiligung als zentrales Element

Die ProjektStadt will die Nähe zu den Akteuren vor Ort suchen und durch persönliche Gespräche eine Vertrauensbasis schaffen. Genau das war von Anfang an ein großes Plus bei der Erarbeitung des ISEK. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den Entstehungsprozess sogar als „Gutes Beispiel der Bürgerbeteiligung“ ausgezeichnet. Die Beteiligungsmöglichkeiten sollen auch in Zukunft auf breiter Ebene erfolgen und überraschende Elemente beinhalten, wie beispielsweise die 2017 initiierte 3-D-Streetart-Aktion zum Thema Stadtumbau in der Innenstadt. Ein wichtiges Element wird weiterhin die Lokale Partnerschaft (LoPa) sein. Sie wurde während des ISEK-Prozesses 2017 initiiert und begleitet seither den Stadtumbauprozess beratend. „Mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, von Institutionen, Vereinen und Initiativen ist die LoPa breit aufgestellt und bringt einen großen Erfahrungs- und Wissensschatz mit“, erläutert Marius Becker. „Diesen wollen wir weiterhin nutzen, um gemeinsam die Projekte umzusetzen.“ Auch die Beteiligungsplattform „sagsdochmol.de“ soll wieder verstärkt eingebunden werden. „Das Thema Stadtumbau ist aktuell nicht mehr so präsent in den Köpfen der Lampertheimer Bürger“, ergänzt Becker. „Wir wollen dies unter anderem dadurch ändern, dass wir die Online-Plattform wieder mit Leben füllen und auch sichtbare Projekterfolge feiern.“

Kernstadt neu beleben und attraktiver machen

Lampertheim war eine von 20 Kommunen, die sich im Herbst 2016 erfolgreich um Aufnahme in das vom Land aufgelegte Städtebauförderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ – nach einer Neuordnung Anfang 2020 heißt es heute „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ – beworben hatte. Ziel ist es, mit finanzieller Unterstützung durch das Land insbesondere die Kernstadt neu zu beleben und sie durch die Stärkung von Handel und Gewerbe für Bewohner und Besucher attraktiver zu gestalten. Das ISEK gibt den Handlungsrahmen der städtebaulichen Entwicklung vor. In diesem Rahmen wurden bereits einige Teilprojekte realisiert – unter anderem das Spielschiff und die Erneuerung der Teichanlage im Stadtpark. Auch die Erstellung der Stadtklimaanalyse für die Kernstadt wurde inzwischen abgeschlossen. Andere Projekte befinden sich in der Umsetzung, etwa der Ausbau des Wegenetzes im Stadtpark und die Erneuerung der Pflanzkübel in der Bürstädter Straße.

Klimaschutz und demografischer Wandel als großer Herausforderung

Als Vorgabe für das Förderprogramm hatte die Landesregierung unter anderem die sogenannten „grünen und blauen Infrastrukturen“, also die Grün- und Wasserflächen, in den Mittelpunkt gestellt. Die Kommunalverwaltung hat das aufgegriffen und in ihrer Antragsstellung das Ziel formuliert, die prägenden Grünstrukturen vom Altrhein durch die Stadt bis zum Wald zu vernetzen. Damit einher geht die Weiterentwicklung der innerstädtischen Grünräume. Von dieser Vernetzung erhofft man sich auch positive Effekte für das Stadtklima. So könnten weitere klimawirksame Flächen entwickelt und freigehalten werden. Diese könnten einer Aufheizung des Innenstadtbereichs im Sommer entgegenwirken und bei Starkregenfällen große Mengen an Wasser aufnehmen, um Überschwemmungen zu vermeiden. Neben Klimaschutz und Klimaanpassung gilt der demografische Wandel als Herausforderung, dem mit Hilfe des Stadtumbaus begegnet werden soll. Die Bevölkerung Lampertheims wird zunehmend älter und stellt heute andere Bedürfnisse an die Gestaltung ihres Wohnumfeldes als in den vergangenen Jahrzehnten. „Lampertheim macht sich mit dem Stadtumbau fit für die kommenden 30 bis 50 Jahre“, erklärt Bürgermeister Störmer. Gelingen soll dies über eine maßvolle Verdichtung des Innenstadtbereichs statt über eine weitere Ausdehnung des Stadtgebiets in die Peripherie. In der Kernstadt sollen neue Wohnangebote, insbesondere barrierefrei, dafür sorgen, dass die gesundheitliche Versorgungsqualität gestärkt wird und neue kulturelle Angebote geschaffen werden, die für Senioren bequem zu Fuß zu erreichen sind. Zusätzlich will man die Wiederbelebung des Einzelhandels aktiv fördern und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern. Daneben werden bereits schon einige grüne Verbindungswege geschaffen, die zum Spazierengehen oder Radfahren einladen. Weitere sollen noch hinzukommen.
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