Fischsterben durch Vattenfall

NABU fordert von Vattenfall die Errichtung einer Fischschutzanlage am Pumpspeicherkraftwerk in Geesthacht

(lifePR) ( Neumünster, )
Der NABU kritisiert, dass Vattenfall im Oktober sein Pumpspeicherkraftwerk in Geesthacht unter Volllast ohne jeglichen Fischschutz in Betrieb genommen hat. Durch das Ansaugen des Wassers würden zigtausende Fische verenden. Der NABU fordert nun in einem Schreiben Vattenfall auf, das Kraftwerk umgehend abzuschalten und nachzurüsten.

"Während sich Vattenfall im Schulterschluss mit den Regierungen Hamburgs und Schleswig-Holsteins als Fischfreund und Vorreiter bei der Energiewende geriert, sieht die Realität anders aus", ist Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg, empört. "Denn nach unseren Informationen, die uns aus der Presseabteilung von Vattenfall mündlich bestätigt wurden, verfügt das Pumpspeicherkraftwerk entgegen der öffentlichen Darstellung vom 30. November über keinen Fischschutz."

Tatsächlich heißt es in der besagten Pressemitteilung zum Pumpspeicherkraftwerk Geesthacht: "Wir haben bereits heute alle notwendigen und sinnvollen Maßnahmen zum Schutz der Lebewesen im Wasser getroffen und werden das auch in Zukunft tun". Das ist jedoch nach Informationen des NABU Hamburg nicht der Fall. "Besonders absurd wirkt das vor dem Hintergrund der Fischaufstiegsanlage, die Vattenfall aufgrund der durch das Kraftwerk Moorburg gefährdeten Fischpopulationen errichten musste", erklärt der Hamburger NABU-Chef. "Fische, die jetzt Dank der von Vattenfall errichteten Aufstiegsanlage in Geesthacht elbaufwärts wandern, drohen in nur drei Kilometer Entfernung Opfer der nächsten Vattenfallschen Anlage zu werden."

NABU Hamburg und Schleswig-Holstein fordern vom Unternehmen Vattenfall Europe, das Pumpspeicherkraftwerk umgehend mit einem Fischschutz nach dem aktuellen Stand der Technik nachzurüsten und es bis dahin außer Betrieb zu nehmen. Der Weiterbetrieb ohne effektiven Fischschutz konterkariere alle derzeitigen Bemühungen zum Schutz der Elbe und zur Entwicklung der wertvollen und sensiblen Elbelebensräume inklusive der Wiederansiedlung des Lachses.
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