Spatz und Star weiter auf Spitzenposition, Mauersegler und Grünfink im Sinkflug

Zwischenergebnis der NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel"

(lifePR) ( Berlin, )
Bei der 17. NABU-Aktion „Stunde der Gartenvögel“, die vom 13.- 16. Mai 2021 stattfand, haben in Berlin bisher rund 3.500 Teilnehmer*innen Vögel in Gärten und Parks gezählt. Der Zählrekord vom letzten Jahr wird wohl nicht zu übertreffen sein, jedoch sind bereits jetzt mehr Meldungen eingegangen, als 2019. Der Haussperling und der Star stehen weiterhin an der Spitze der meist gezählten Vögel. Vögel wie der Mauersegler oder die Grünfink wurden deutlich weniger gezählt. Bis 24. Mai könen die Ergebnisse noch nachgemeldet werden.

Es haben (Stand: 18.05.2021, 11.23 Uhr) bundesweit rund 100.000 Teilnehmer*innen bei der Vogelzählung mitgemacht. Dabei wurden in mehr als 74.000 Gärten rund 2,4 Mio. Vögel gemeldet. Die am häufigsten gezählten Vögel bundesweit  sind der Haussperling, die Amsel und die Kohlmeise. In Berlin haben rund 3.500 Teilnehmer*innen bei der Aktion mitgemacht. Sie haben in mehr als 2.300 Gärten an die 72.500 Vögel gezählt. Die am häufigsten gezählten Vögel in Berlin sind der Haussperling, der Star und die Amsel.

Mauersegler und Grünfink im Sinkflug

Viele Langstreckenzieher wie der Mauersegler sind in diesem Jahr vergleichsweise spät aus ihren Überwinterungsgebieten zurückgekommen. Das lag zum einen an dem verhältnismäßig kühlen Frühlingswetter und zum anderen an teilweise harschen Winden aus nördlicher Richtung. Das zeigen auch die Beobachtungen bei der „Stunde der Gartenvögel“. Der Mauersegler, der letztes Jahr in Berlin auf Platz 3 der am häufigsten gesichteten Vögel lag, ist nun auf Platz 11. Er wurde somit 17 % weniger gemeldet. Doch nicht nur die Witterungsbedingungen sorgen für den Abwärtstrend der Segler. Bundesweit zeichnet sich ein allgemein abnehmender Trend von Vogelarten, die sich vorwiegend von Fluginsekten ernähren und an Gebäuden brüten. Denn nicht nur finden diese Vögel immer weniger Nahrung, sondern ihre Lebenstätten sind zunehmend zum Beispiel bei Gebäudesanierungen bedroht.

Auch die Zahlen des Grünfinks sind rückläufig und bereiten Vogelschützer*innen zunehmend Sorgen. 2015 kam der Grünfink noch in 38%  in den Berliner Gärten der “Stunde der Gartenvögel” vor, 2021 nur noch in 17%. Ähnlich wie bei der Blaumeise ist ein Grund für die starken Bestandsrückgänge ein Krankheitserreger (der Erreger Trichomonas gallinae), der möglicherweise mit anderen Faktoren, die Bestände nachhaltig dezimiert.

„Vogel des Jahres“ in vielen Gärten gesichtet

Positive Nachrichten gibt es bisher vom Sieger der „Vogel des Jahres“-Wahl 2021 – dem Rotkehlchen. Der Siegervogel hat deutlich an Meldungen zugelegt, was vielleicht an der Bekanntheitssteigerung in der Bevölkerung liegt. Das Rotkehlchen wurde mit bisher 1.443 Meldungen ganze 23% häufiger gesichtet, als im Vorjahr.

Das Endergebnis wird mit Spannung erwartet, denn noch bis zum 24. Mai können Vogelzählungen online, per App oder postalisch an den NABU übermittelt werden.

Und wer Spaß an der NABU-Mitmachaktion gefunden hat und noch mehr von unserer heimischen Tierwelt erleben möchte, ist herzlich zu der NABU-Mitmachaktion „Insektensommer“ eingeladen. Denn bald ist es wieder soweit: Eine Stunde lang Insekten beobachten und zählen. Der “Insektensommer” findet vom 4. Juni bis 13. Juni und vom 6. August bis 15. August bereits zum vierten Mal deutschlandweit statt.

Aktuelle Zahlen der “Stunde der Gartenvögel”: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/ergebnisse/
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.