2020 bleibt für MVV ein besonderes Jahr

(lifePR) ( Mannheim, )
- Mannheimer Energieunternehmen MVV mit starkem Halbjahresergebnis

– MVV-Chef Dr. Müller: „Unsere Strategie stimmt, in der Umsetzung kommen wir voran“

– Corona-Pandemie wird auch in der Energiewirtschaft Spuren hinterlassen

– Prognose geringfügig zurückgenommen

2020 wird für das Mannheimer Energieunternehmen MVV (ISIN: DE000A0H52F5; WKN: A0H52F) ein besonderes Jahr. So hatte es sein Vorstandsvorsitzender Dr. Georg Müller zu Jahresbeginn angekündigt. Das Ergebnis der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 (1. Oktober 2019 31. März 2020), das er am Mittwoch in Mannheim vorstellte, macht deutlich, wie Recht er damit hatte. Denn zum einen sind in diesem halben Jahr viele Projekte, die das Unternehmen in den letzten Jahren angestoßen hat, Realität geworden, und MVV konnte mit ihnen ein starkes Halbjahresergebnis vorlegen. MVV-Chef Dr. Müller: „Unsere Strategie stimmt, und in der Umsetzung kommen wir voran.“ Zum anderen steht auch MVV mit der Corona-Pandemie vor neuen, zusätzlichen Herausforderungen. Im weiteren Jahresverlauf werde die Pandemie auch in der Energiewirtschaft ihre Spuren hinterlassen und sich auch auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der MVV auswirken“.

Nach den Worten des MVV-Vorstandsvorsitzenden hat es im Ergebnis der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres noch so gut wie keine Corona-Effekte gegeben. Dabei konnte das Unternehmen sein operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) im Vorjahresvergleich um 20 Prozent auf 193 Millionen Euro steigern. Der Umsatz erhöhte sich im gleichen Zeitraum um ein Prozent auf etwas mehr als 2,0 Milliarden Euro. Als wesentliche Gründe für den Ergebnisanstieg verwies Dr. Müller sowohl auf die erfolgreiche Inbetriebnahme des neuen Kieler Gasheizkraftwerks, das in diesem Geschäftsjahr erste positive Ergebnisbeiträge liefert, als auch auf eine höhere Anlagenverfügbarkeit im Umweltbereich.

Erfolgreich abschließen konnte MVV zudem die Anbindung ihrer Abfallverwertungsanlage in Mannheim an ihr regionales Fernwärmenetz, womit zugleich ein erster wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Grünen Wärme und zur Dekarbonisierung der Fernwärme erreicht werden konnte. Ein vergleichbares Konzept realisiert MVV gerade bei ihrer Abfallverwertungsanlage in Leuna (Sachsen-Anhalt), die künftig in das Fernwärmenetz der benachbarten Stadt Merseburg einspeisen wird.

Erneuerbare Stromerzeugung weiter gesteigert

Auch beim Ausbau der eigenen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist MVV in den zurückliegenden Monaten vorangekommen. So hat das Unternehmen kurz vor Jahreswechsel den von seinem Tochterunternehmen Juwi entwickelten Windpark im saarländischen Freisen übernommen. Und ein von Windwärts, dem zweiten Projektentwickler in der MVV-Gruppe, errichteter Windpark in Hessen steht ebenso kurz vor der Inbetriebnahme wie ein Windpark der Energieversorgung Offenbach. Da gleichzeitig in den zurückliegenden sechs Monaten überdurchschnittlich gute Windbedingungen herrschten, steigerte MVV ihre erneuerbare Stromerzeugung im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 734 Millionen Kilowattstunden, was etwa dem Verbrauch von mehr als 400.000 durchschnittlichen 3-Personen-Haushalten entspricht.

Mit diesen Erfolgen konnte MVV in der ersten Geschäftsjahreshälfte auch Belastungen durch den sehr milden Winter mit einem entsprechend geringeren Wärme- und Gasabsatz sowie durch Anlaufkosten im Zusammenhang mit der Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen und dem Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten mehr als wettmachen. Wie Umsatz und Ergebnis konnte die Unternehmensgruppe auch ihr Adjusted EBITDA von 253 auf 289 Millionen Euro (+ 14 Prozent), den bereinigten Periodenüberschuss nach Fremdanteilen von 78 auf 95 Millionen Euro und damit das bereinigte Ergebnis je Aktie von 1,19 auf 1,45 Euro (jeweils + 22 Prozent) steigern. Gleichzeitig spiegelt sich diese positive Entwicklung auch in den Beschäftigtenzahlen der Unternehmensgruppe wider. So stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr unternehmensweit um mehr als 200 auf 6.155.

Corona beeinflusst weitere Geschäftsentwicklung

„Seit März stehen wir vor zusätzlichen Herausforderungen“, betonte der MVV-Chef Dr. Müller mit Blick auf die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres. Die weitere Entwicklung und die Folgen der Corona-Pandemie könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend eingeschätzt und vor allem nicht quantifiziert werden. Oberste Priorität legt das Unternehmen auf den Gesundheitsschutz für Mitarbeiter, Kunden und Partner. Gleichzeitig stehe die infrastrukturelle Aufgabe einer sicheren und zuverlässigen Energie- und Wasserversorgung für Gesellschaft und Wirtschaft im Vordergrund.

Derzeit geht das Unternehmen aus operativer Sicht davon aus, dass im gesamten Geschäftsjahr 2020 Umsatz und Adjusted EBIT aufgrund des bisherigen guten Geschäftsverlaufs und trotz der möglichen Corona-Folgen etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatte das Unternehmen jeweils noch mit einem leichten Anstieg gerechnet. Im Geschäftsjahr 2019 hatte MVV bei einem Umsatz von 3,7 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von 225 Millionen Euro erreicht. Gleichzeitig hat sich der Risikokorridor der damit nur geringfügig zurückgenommenen Prognose angesichts der Corona-Pandemie verbreitert.

Wie stark sich die Pandemie am Ende tatsächlich auswirkt, ist für MVV unter anderem von Dauer und Umfang der Einschränkungen und dem Tempo der wirtschaftlichen Erholung abhängig. So erwartet das Unternehmen insbesondere einen Rückgang des Energieverbrauchs bei Geschäftsund Gewerbekunden. Zudem kann die Pandemie die Realisierung von Wind- und Solarprojekten sowie sonstige Bauvorhaben verzögern.

Investitionen in Energiewende und Klimaschutz bleiben hoch

Die aktuellen Entwicklungen ändern nach den Worten des MVV-Vorstandsvorsitzenden nichts an der zentralen Zielstellung und der Perspektive des Unternehmens, die Energiewende erfolgreich umzusetzen und bis spätestens 2050 als Unternehmen Klimaneutralität zu erreichen. Diesen eingeschlagenen Kurs setze das Unternehmen mit einem hohen Investitionstempo konsequent fort.Zwischen Oktober 2019 und März 2020 hat MVV rund 180 Millionen Euro investiert. Dabei bilden die erneuerbaren Energien, die Stärkung der Energieeffizienz und innovative Produkte und Dienstleistungen für private, gewerbliche und industrielle Kunden weiterhin die Investitionsschwerpunkte. Aus heutiger Sicht werden die Investitionen im gesamten Geschäftsjahr etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres von mehr als 300 Millionen Euro liegen.

Corona darf nicht zur Ausrede für Energiepolitik werden

Gleichzeitig appellierte der MVV-Vorstandsvorsitzende an die Politik, dass der Klimaschutz durch die Pandemie nicht an Dringlichkeit verlieren darf. Dr. Müller: „Corona darf nicht zur Ausrede werden, wenn es inhaltlich nicht weitergeht.“ Aktuell stehe dabei auf der einen Seite die Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes auf der Tagesordnung. Es müsse einen nachhaltigen Rahmen für den Ausstieg aus der Kohle durch die klimapolitisch orientierte Balance bei der Stilllegung von Braun- und Steinkohle schaffen. Dabei seien auch die Zukunft der Wärmeversorgung sowie die Stärkung der effizienten Wärme-Kraft-Kopplung und die Möglichkeiten für grüne Wärme zu berücksichtigen. Auch die neuen CO2-Ziele des europäischen Green Deals erfordern beschleunigte Investitionen in grüne Wärme.

Auf der anderen Seite gehe es um den weiteren Ausbau und die Integration der erneuerbaren Energien. Praktikable Wind-Abstandsregelungen, über die in Genehmigungsverfahren auf der Grundlage der örtlichen Gegebenheiten entschieden werden müsse, seien dazu genauso wichtig wie die zwingende und möglichst umgehende Abschaffung des Solardeckels. „Ohne eine Beschleunigung können wir unsere klimapolitischen Ziele nicht erreichen“, so Dr. Müller. „Deshalb kann es gar kein Fragezeichen an mehr Wind- und an mehr Sonnenenergie geben.“

Der MVV-Chef sprach sich auch deshalb dafür aus, bei zur Überwindung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie geplanten Konjunkturprogrammen einen besonderen Schwerpunkt auf ein klimafreundliches Energiesystem zu legen. Nach den Worten von Dr. Müller „fördern Investitionen in eine langfristige ökologische Energieinfrastruktur kurzfristig die Wertschöpfung in Deutschland, sichern zukunftsorientierte Arbeitsplätze und sind nachhaltig“.
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