Bärtiger Mann - Historische und zeitgenössische Schattenrisse

30. November 2019 - 1. März 2020

(lifePR) ( Radeberg, )
Die Ausstellung „Bärtiger Mann – historische und zeitgenössische Schattenrisse“ spannt einen Bogen von Silhouetten-Schnitten des 18. Jahrhunderts über Märchen- und Stadtmotive von Curt Voigt aus dem 20. Jahrhunderts hin zu zeitgenössischen Interpretationen dieses Themas.

Schattenriss beschreibt die Kontur einer Fläche und die von diesem Umriss umschlossene Form in einem Wechselspiel von Hell und Dunkel, Licht und Schatten. Der Begriff „Silhouette“ wurde nach dem französischen Finanzminister Étienne de Silhouette (1709 bis 1767) geprägt, dem so viel Geiz nachgesagt wurde, dass er sein Schloss nicht mit Ölgemälden, sondern mit billigen Scherenschnitten schmücke.

Der Philosoph Johann Caspar Lavater (1741 bis 1801) beschrieb in seiner Abhandlung „Physiognomische Fragmente“: „In einem Schattenrisse ist nur eine Linie; keine Bewegung, kein Licht, keine Farbe, keine Höhe und Tiefe, kein Aug´, kein Ohr – kein Nasloch, keine Wange, nur ein sehr kleiner Theil von der Lippe – und dennoch, wie entscheidend bedeutsam ist Er.“

Curt Voigt (1889 bis 1961) lebte und arbeitete seit 1930 in Liegau-Augustusbad. Schloss Klippenstein bewahrt eine große Sammlung von Zeichnungen und Scherenschnitten des Künstlers. Zu seinen Motiven zählen vor allem die Kirchen, Burgen und Marktplätze der Region. 1959 stellte Curt Voigt 63 Scherenschnitte in unserem Museum aus, von denen wir einen Großteil in unserer Ausstellung „Bärtiger Mann“ präsentieren. Ergänzt wird der Reigen an Ortsansichten durch den 20-teiligen Märchenzyklus „Das tapfere Schneiderlein“, welcher 1927 im Dresdner Volkskunstmuseum unter Oskar Seyfferts Leitung vorgestellt wurde.

Das 20. Jahrhundert war geprägt von einer Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen. Das 21. Jahrhundert eröffnete mit digital unterstützten Techniken des Ausschneidens und Freistellens neue Felder für die künstlerische Adaption von Schattenriss und Scherenschnitt. Wir zeigen zeitgenössische Kunstwerke von Stefanie Busch, Britta Jonas, Henrik Schrat, Annette Schröter und Rich McCor, der auf Instagram unter dem Namen paperboyo bekannt ist.

Ergänzt wird die Ausstellung durch den Film „Der Lichterbogen“ von Jörg Herrmann, einem der letzten Silhouetten-Trickfilmer Deutschlands, der seine Figuren mit der Hand animiert.
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