Museum Folkwang/Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vergibt zwei Stipendien in Höhe von je 10.000 Euro im Rahmen der Förderung Zeitgenössischer Deutscher Fotografie 2010

(lifePR) ( Essen, )
Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang zwei Stipendien in Höhe von je 10.000 Euro im Rahmen ihres Stipendienprogramms Zeitgenössischer Deutscher Fotografie 2010 vergeben. Die internationale Jury entschied sich aus insgesamt 133 Bewerbungen für die Unterstützung der Projektvorschläge von Natalie Czech, Berlin, und Tomek Mzyk, Hannover. Die Fotografische Sammlung des Museum Folkwang betreut die auf ein Jahr angesetzten Stipendien.

Natalie Czech, geboren 1976 in Neuss, studierte 2000-2005 an der Kunstakademie Düsseldorf. Im Rahmen des Stipendiums wird sie ihre jüngste Arbeit Hidden Poems weiter ausführen. Sie befasst sich weiterhin mit dem Verhältnis von Text und Bild und plant Kooperationen mit Journalisten, Wissenschaftlern und Romanautoren. Diese erstellen Texte, in die Fragmente von Gedichten eingefügt werden. Durch das Hervorheben einzelner Worte wird dem Text eine weitere Ebene - die des Gedichtes - hinzugefügt. Dabei spielt der Text eine ebenso wichtige Rolle wie das hervorgehobene Gedicht und das Bild.

Tomek Mzyk, geboren 1970 in Bytom, Polen, studierte 1997-2003 Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld. Er wird sich dokumentarisch mit einem bereits in den 1950er Jahren auf einer Industriebrache in Oberschlesien entstandenen Freizeitpark auseinandersetzen, der als größter Stadtpark Europas gilt. Mit der Schließung der letzten großen Industrieanlagen kurz nach der Wende 1989 zerfällt langsam auch der Park mit seinen zahlreichen Einrichtungen. Seine Fotografien werden den "komplexen Prozess des Bruchs und der Transformation einer ganzen Region und eines politischen und wirtschaftlichen Systems auf vielfältige Weise symbolisieren."

Mitglieder der Jury waren Marta Gili, Direktorin Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris, Aglaia Konrad, Fotografin, Brüssel, Florian Ebner, Leiter Museum für Photographie, Braunschweig, Dr. Ingomar Lorch, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, sowie Prof. Ute Eskildsen, Fotografische Sammlung, Museum Folkwang, Essen.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vergibt die Stipendien zur Förderung Zeitgenössischer Fotografie seit 1982 in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang. Angesprochen sind Fotografinnen und Fotografen, die unabhängig von einer Auftragsarbeit ein fotografisches Vorhaben erarbeiten möchten. Die Ausschreibung ist weder thematisch gebunden noch einem bestimmten Bereich der fotografischen Praxis zugeordnet. Die Stiftung möchte mit diesem offenen Förderprogramm die aktuelle bildnerische Auseinandersetzung mit fotografischen Methoden fördern. Alle zwei Jahre werden jeweils zwei Stipendien ausgeschrieben. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch eine Jury mit Vertretern der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, des Museum Folkwang und von den beiden Institutionen ausgewählten, unabhängigen Fachleuten. Die nächste Ausschreibung erfolgt 2012.
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