Dienstag, 21. November 2017


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EZB hält weiter ihren Kurs bei

Marktrückblick

Luxembourg, (lifePR) - In den USA ist der Aufschwung weiter präsent, auch wenn sich das Wachstum jüngst etwas abkühlte. So verlor die Erholung in der Bauwirtschaft etwas an Schwung. Der NAHB-Index, zu dessen Ermittlung rund 400 Bauunternehmer zu ihrer Markteinschätzung befragt werden, sank seit seinem Höchststand (71 Punkte) im März auf aktuell 64 Punkte. Dennoch ist das fundamentale Umfeld am US-Häusermarkt weiter positiv. So wurden gegenüber dem Vormonat 7,4 Prozent mehr Baugenehmigungen erteilt. Analysten erwarteten nur einen Anstieg von 2,5 Prozent. In der Eurozone gab die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahr gemäß den Erwartungen von 1,4 auf 1,3 Prozent nach. Die Kerninflation (ohne Energiesektor und Lebensmittel) hingegen stieg überraschend von 0,9 auf 1,1 Prozent an. Die Einkaufsmanager- und Geschäftsklima-Indizes in Europa ließen in letzter Zeit hingegen keine konjunkturelle Abkühlung erkennen. Nur beim ZEW-Index für die Eurozone kam es in diesem Monat das erste Mal seit Februar zu einem Rückgang. Dieser fiel von 37,7 auf 35,6 Punkte. Auch das deutsche Pendant gab um 1,1, auf 17,6 Punkte nach. Die Veröffentlichungen der ifo- und EMI-Zahlen sowie des BIP-Wachstums in der laufenden Woche werden zeigen, ob sich die Konjunkturperspektiven in der Eurozone tatsächlich langsam eintrüben. Bei der Pressekonferenz der EZB am vergangenen Donnerstag beließ Mario Draghi den Hauptrefinanzierungssatz und die Einlagefazilität unverändert bei 0,0 beziehungsweise -0,4 Prozent. Die EZB hält somit an der expansiven Geldpolitik vorerst fest und behält es sich offen, das QE-Programm notfalls sogar nochmals auszuweiten. Dennoch reagierten die Märkte deutlich. Der Euro wertete gegenüber dem Dollar massiv auf.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent fiel auf 48,06 USD. Bei den Währungen verlor US-Dollar gegenüber dem Euro kräftig. Der Kurs stieg um drei Cent auf 1,17 USD/EUR. Auch der japanische Yen verlor rund ein halbes Prozent gegenüber dem Euro.

In diesem Umfeld wies der japanische Markt, dicht gefolgt von den Emerging Markets (ohne ASEAN-Region) die geringsten Verluste aus. Amerikanische Aktien verloren weniger als   europäische Titel. Dabei entwickelte sich Gesamteuropa besser als die Eurozone. 

Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa wies nur der Telekom-Sektor ein positives Ergebnis auf. Die Sektoren Industrie, Grundstoffe und Finanzen verzeichneten im Vergleich die größten Verluste. Auch in den USA wiesen alle Sektoren mit Ausnahme der Versorgungsunternehmen einen Rückgang auf. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten in Europa gegenüber Large Caps deutlich besser ab. In den USA war das Bild umgekehrt. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ zeigte sich in Europa und den USA eine Outperformance des Growth-Segments.

Im Rentenbereich entwickelten sich europäische Staatsanleihen gefolgt von Schwellenländeranleihen und Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating am besten. Auch US-Staatsanleihen wiesen (auf währungsgesicherter Basis) eine Outperformance auf.

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