Donnerstag, 21. September 2017


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MorphoSys kommt mit seinen Medikamentenprogrammen im zweiten Quartal 2017 erheblich voran

Erster firmeneigener Wirkstoff gegen Blutkrebs MOR208 startet Phase 3-Studie; Guselkumab erhält Marktzulassung als erster von einem Partner entwickelter MorphoSys-Antikörper

Planegg/München, (lifePR) - Die MorphoSys AG (FSE: MOR; Prime Standard Segment, TecDAX; OTC: MPSYY), ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet therapeutischer Antikörper, hat heute Ergebnisse des zweiten Quartals 2017 vorgelegt.

"Wir haben im zweiten Quartal 2017 erhebliche Entwicklungsfortschritte gesehen, sowohl bei unseren eigenen Produktkandidaten als auch bei denen unserer Partner. Eindrucksvoller Beleg ist der Start einer Phase 3-Studie mit unserem Blutkrebswirkstoff MOR208. Dies ist die erste klinische Studie, die auf eine Marktzulassung abzielt, mit einem Wirkstoff aus unserer firmeneigenen Entwicklungspipeline und damit ein großer Meilenstein für MorphoSys", sagte Dr. Simon Moroney, Vorstandsvorsitzender der MorphoSys AG. "Eine weitere entscheidende Nachricht erhielten wir kurz nach Quartalsende von unserem Partner Janssen, der uns über die Marktzulassung für TremfyaTM (Guselkumab) in der Indikation Schuppenflechte durch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA unterrichtete. Diese Zulassung ist die bestmögliche Validierung unserer Antikörpertechnologie. Sie ist ein entscheidendes Ereignis in der Geschichte von MorphoSys. Wir freuen uns darüber, dass mit TremfyaTM jetzt der erste Wirkstoff auf Basis unserer Technologie für die Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Form von Schuppenflechte in den USA verfügbar ist."

Finanzergebnisse des zweiten Quartals 2017 (nach IFRS; alle Zahlen gerundet)

MorphoSys konzentriert sich weiter auf die Erforschung und Entwicklung von Arzneimittelkandidaten. Im zweiten Quartal 2017 lag der Konzernumsatz bei 11,7 Mio. Euro und war damit vergleichbar zum Niveau des Vorjahresquartals (Q2/2016: 12,2 Mio. Euro).

Im Segment Proprietary Development erforscht und entwickelt MorphoSys eigene Produktkandidaten zur Behandlung von Krebs und entzündlichen Erkrankungen. Im zweiten Quartal 2017 verzeichnete dieses Segment Umsätze von 0,3 Mio. Euro (Q2/2016: 0,2 Mio. Euro).

Im Segment Partnered Discovery setzt MorphoSys seine firmeneigene Technologie ein, um neue Antikörperwirkstoffe im Auftrag von Pharmafirmen zu identifizieren. MorphoSys erhält von seinen Partnern eine Vergütung der erbrachten Forschungsleistungen sowie Lizenzeinnahmen und ist an den Entwicklungsfortschritten seiner Partner über erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen (Umsatzbeteiligungen) beteiligt. Im zweiten Quartal 2017 beliefen sich die Umsätze in diesem Segment auf 11,5 Mio. Euro (Q2/2016: 12,0 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im zweiten Quartal 2017 bei -15,4 Mio. Euro (Q2/2016: -9,5 Mio. Euro). Wie erwartet spiegelt der operative Verlust die gestiegenen Ausgaben für die klinische Entwicklung der firmeneigenen Produktkandidaten wider. So wurden im Jahr 2016 drei klinische Phase 2-Studien mit dem Leitwirkstoff MOR208 in Blutkrebsindikationen begonnen. Eine dieser Studien ist im zweiten Quartal 2017 in eine Phase 3-Studie übergegangen.

Im Zuge der erweiterten Aktivitäten verbuchte das Segment Proprietary Development ein Quartals-EBIT von -18,3 Mio. Euro (Q2/2016: -13,5 Mio. Euro). Das EBIT im Segment Partnered Discovery lag im selben Zeitraum bei 6,8 Mio. Euro (Q2/2016: 7,4 Mio. Euro).

Das Konzernnettoergebnis lag im zweiten Quartal 2017 bei -16,1 Mio. Euro (Q2/2016: -11,6 Mio. Euro). Das verwässerte Periodenergebnis pro Aktie betrug im zweiten Quartal 2017 -0,55 Euro (Q2/2016: -0,44 Euro).

Zum Ende des ersten Halbjahrs 2017 verfügte das Unternehmen über eine Liquiditätsposition von 334,8 Mio. Euro, verglichen mit 359,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016. In der Bilanz wird diese Liquiditätsposition in den folgenden Positionen dargestellt: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente; Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar; Anleihen, zur Veräußerung verfügbar; kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen.

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug 29.326.110 zum Ende des zweiten Quartals 2017 (31. Dezember 2016: 29.159.770).

Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2017

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 lag der Konzernumsatz mit 23,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Q1-Q2/2016: 24,3 Mio. Euro). Wie erwartet stiegen die F&E-Aufwendungen für die eigene Arzneimittelentwicklung inklusive der Aufwendungen für Technologieentwicklung im ersten Halbjahr 2017 auf 37,9 Mio. Euro (Q1-Q2/2016: 28,3 Mio. Euro). Diese Erhöhung ist auf die verstärkten Aktivitäten bei der klinischen Entwicklung der firmeneigenen Wirkstoffkandidaten zurückzuführen. Da diese Wirkstoffe in fortgeschrittene Entwicklungsstadien vorgerückt sind, erfordert dies größere und aufwändigere klinische Studien. Im ersten Halbjahr 2017 betrug das EBIT folglich -30,3 Mio. Euro nach -19,2 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Finanzprognose 2017 bestätigt

MorphoSys erwartet für das Geschäftsjahr 2017 unverändert Konzernumsätze zwischen 46 und 51 Mio. Euro. Die F&E-Aufwendungen für die firmeneigene Arzneimittelentwicklung sowie die Technologieentwicklung werden für 2017 unverändert in einem Korridor zwischen 85 und 95 Mio. Euro erwartet. Das Unternehmen bestätigt seine Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von -75 bis -85 Mio. Euro. Diese Prognose beinhaltet weder zusätzliche Umsätze aus potenziellen zukünftigen Kooperationen und/oder Lizenzpartnerschaften noch Effekte aus möglichen Einlizensierungen oder Entwicklungspartnerschaften für neue Wirkstoffkandidaten. Diese Prognose beinhaltet eine Meilensteinzahlung für die Zulassung von TremfyaTM. Da sich die voraussichtlichen Tantiemen für TremfyaTM so kurz nach der Zulassung noch nicht exakt prognostizieren lassen, wird das Unternehmen seine Einschätzung erneut überprüfen, sobald die Umsatzerlöse von TremfyaTM verlässliche Prognosen für das Geschäftsjahr 2017 ermöglichen.

"Basierend auf unserer starken Finanzmittelausstattung treiben wir unser eigenes Entwicklungsportfolio weiter voran. Wir konzentrieren uns vor allem auf die Phase 3-Entwicklung unseres Blutkrebskandidaten MOR208. Die Zulassung von TremfyaTM markiert unseren Übergang zu einem Unternehmen, dessen Umsatz zunehmend auf wiederkehrenden Erträgen aus Produktverkäufen beruht. Diese werden zur Finanzierung unserer eigenen Entwicklungsaktivitäten beitragen", sagte Jens Holstein, Finanzvorstand der MorphoSys AG.

Operativer Ausblick für 2017 bekräftigt

Im Segment Proprietary Development erwartet MorphoSys 2017 folgende Ereignisse:

- MOR208: Vorstellung weiterer klinischer Daten auf Basis einer höheren Anzahl von Patienten aus der laufenden Phase 2-Studie mit MOR208 in Kombination mit Lenalidomid bei dem Lymphzellenkrebs DLBCL (L-MIND-Studie).
- MOR202: Fortsetzung der laufenden Phase 1/2a-Dosisfindungsstudie im multiplen Myelom, einschließlich der Untersuchung von MOR202 in der höchsten Dosierung in der Kombinationsbehandlung mit den Wirkstoffen Pomalidomid bzw. Lenalidomid.
- MOR209/ES414: Fortsetzung der laufenden Phase 1-Studie mit MOR209/ES414 bei Patienten mit Prostatakrebs (mCRPC) mit dem im Vorjahr angepassten Dosierungsschema durch den Partner Aptevo. Im zweiten Halbjahr erwartet MorphoSys weitere klinische Daten aus dieser Studie, die die Grundlage für die Evaluierung der Weiterentwicklung des Wirkstoffs bilden werden.
- MOR106: Vorstellung von Ergebnisen aus der laufenden Phase 1-Studie mit MOR106, die zusammen mit dem Partner Galapagos bei Patienten mit atopischer Dermatitis durchgeführt wird.
- MOR103/GSK3196165: MorphoSys erwartet Ergebnisse einer klinischen Phase 2b-Studie und einer Phase 2a-Studie in rheumatoider Arthritis sowie einer Phase 2a-Studie in der Indikation Hand-Osteoarthritis, die alle von GSK durchgeführt werden. Dieser HuCAL-Antikörper entstammt dem Segment Proprietary Development und wurde vollständig an GSK auslizensiert.

Im Segment Partnered Discovery wurden nach Ende der Berichtsperiode folgende Ereignisse berichtet oder werden zukünftig noch erwartet:

- TremfyaTM (Guselkumab): Der erste von einem Partner entwickelte therapeutische Antikörper auf Basis von MorphoSys' HuCAL-Technologie hat von der FDA die Zulassung erhalten und steht Patienten in den USA zur Verfügung. Zudem befindet sich Guselkumab in Europa derzeit im Prüfungsprozess für die beantragte Marktzulassung.
- Nach Ablauf der Berichtsperiode hat MorphoSys' Partner Bayer gemeldet, dass Anetumab Ravtansine, ein von Bayer entwickeltes auf MorphoSys' HuCAL-Technologie basierendes Antikörperkonjugat, bei Patienten mit rezidivierendem pleuralem Mesotheliom das primäre Studienziel in einer Phase 2-Studie nicht erreicht hat. Bayer kündigte zudem an, detaillierte Studienergebnisse auf einer kommenden medizinischen Konferenz vorstellen zu wollen und die klinische Entwicklung des Wirkstoffs in mehreren Krebsarten fortzusetzen.
- Novartis-Kooperation: Wie bereits kommuniziert und in der Finanzprognose für 2017 abgebildet, wird die Zusammenarbeit mit Novartis Ende November 2017 vertragsgemäß enden.
- Insgesamt erwartet MorphoSys im weiteren Jahresverlauf 2017 Ergebnisse aus bis zu 25 verschiedenen klinischen Studien, in denen auf MorphoSys-Technologie basierende Antikörper von Partnern untersucht werden.

MorphoSys ist laufend in Gesprächen mit Unternehmen der pharmazeutischen Industrie über mögliche technologie- und/oder produktbasierte Partnerschaften mit dem Ziel, die eigene Wirkstoffpipeline in therapeutischen Bereichen mit hohem medizinischen Bedarf zu stärken.

Diese Veröffentlichung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die den MorphoSys-Konzern betreffen. Diese spiegeln die Meinung von MorphoSys zum Datum dieser Mitteilung wider und beinhalten bestimmte Risiken und Unsicherheiten. Sollten sich die den Annahmen der Gesellschaft zugrunde liegenden Verhältnisse ändern, so können die tatsächlichen Ergebnisse und Maßnahmen von den erwarteten Ergebnissen und Maßnahmen abweichen. MorphoSys beabsichtigt nicht, diese in die Zukunft gerichteten Aussagen zu aktualisieren, soweit sie den Wortlaut dieser Pressemitteilung betreffen.

MorphoSys AG

MorphoSys hat sich der Entwicklung herausragender und innovativer biopharmazeutischer Medikamente verschrieben, um so das Leben schwerkranker Patienten zu verbessern. Hierbei sind innovative Technologien und intelligente Entwicklungsstrategien von zentraler Bedeutung. Unser Erfolg basiert auf unseren Mitarbeitern. Bei allem was wir tun, streben wir Spitzenleistungen an und arbeiten eng über Fachbereiche hinweg zusammen. Unser aller Anspruch ist es, die Medikamente von morgen zu entwickeln. Unser Erfolg kommt all unseren Stakeholdern zugute.

Auf Basis seiner firmeneigenen Technologieplattformen, insbesondere auf dem Gebiet menschlicher Antikörper, hat MorphoSys zusammen mit seinen Partnern eine Wirkstoffpipeline mit mehr als 110 Programmen in F&E aufgebaut, von denen sich derzeit rund ein Viertel in der klinischen Entwicklung befinden.

In seinem "Proprietary Development"-Segment entwickelt MorphoSys, allein oder zusammen mit Partnern, neue therapeutische Wirkstoffe insbesondere im Bereich Krebs- und Entzündungserkrankungen. Im Segment "Partnered Discovery" erforscht und identifiziert MorphoSys neue Medikamentenkandidaten im Auftrag pharmazeutischer Partner und ist am weiteren Entwicklungsfortschritt seiner Partner unter anderem über erfolgsabhängige Zahlungen und Umsatzbeteiligungen beteiligt. MorphoSys ist an der Frankfurter Börse unter dem Symbol "MOR" notiert. Aktuelle Informationen zu MorphoSys finden Sie unter http://www.morphosys.de.

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