Wechselkennzeichen finanziell nicht attraktiv

(lifePR) ( Wiesloch, )
Seit 1. Juli 2012 gibt es das so genannte Wechselkennzeichen, von dem sich viele Fahrzeughalter eine Kostenersparnis erhoffen. Auf den zweiten Blick ist die Neuerung jedoch finanziell unattraktiv. Welche besseren Lösungen es gibt.

Seit 1. Juli haben Fahrzeughalter mit dem neuen Wechselkennzeichen die Möglichkeit, maximal zwei privat genutzte Fahrzeuge der gleichen Klasse abwechselnd zu fahren. Das Wechselkennzeichen besteht aus zwei Teilen: Während das Hauptnummernschild nach Bedarf hin- und hergewechselt werden kann, hat jedes der zwei Fahrzeuge ein fest angebrachtes Nebenkennzeichen. Beide mit dem Wechselkennzeichen gefahrene Fahrzeuge werden mit jeweils einer elektronischen Versicherungsbestätigung zugelassen.

Höhere Kosten, viele Auflagen

Etwas mehr als 100 Euro kostet die Zulassung je Fahrzeug. "Das bedeutet in Summe höhere Zulassungskosten, da zwei zusätzliche Kennzeichenteile benötigt werden und die Zulassungsbehörde höhere Gebühren für den größeren Verwaltungsaufwand ansetzt", sagt Michael Schwarz, Leiter Produktmanagement Sachversicherung beim unabhängigen Finanz- und Vermögensberater MLP.

Eine Kombination verschiedener Fahrzeugklassen wie zum Beispiel Motorrad und PKW ist nicht möglich. Beide Fahrzeuge müssen zu einer der folgenden drei Klassen gehören:

- Fahrzeugklasse M1 (PKW bis 8 Personen und Wohnmobile)
- Fahrzeugklasse L (alle Motorräder)
- Fahrzeugklasse O1 (Anhänger bis 0,75t zulässiges Gesamtgewicht)

Zudem müssen beide Fahrzeuge auf den gleichen Halter zugelassen werden, eventuell - je nach Anbieterbedingungen - bei der gleichen Gesellschaft versichert sein und benötigen jeweils einen eigenen Schadenfreiheitsrabatt. Das nicht gefahrene Fahrzeug muss stets auf einem eingegrenzten privaten Abstellplatz oder in einer Garage abgestellt werden.

Rabatte seitens der Versicherer sind zudem unwahrscheinlich, da die Kfz-Sparte eine negative Schaden-Kosten-Quote aufweist. Das heißt, das Verhältnis von Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und Versicherungsleistungen ist relativ ausgeglichen. Auch bei der Kfz-Steuer gibt es keine Ermäßigung.

Der einzige Vorteil des Wechselkennzeichens ist, dass Kaskoschutz für das ruhende Fahrzeug besteht, also bei Diebstahl, Brand oder Hagel - sofern es im Vertrag der Kaskoversicherung mit aufgeführt wurde. "Dies wiegt die Nachteile jedoch bei Weitem nicht auf", sagt Michael Schwarz.

Alternative: Saisonkennzeichen und Zweitwagentarife

Eine deutlich bessere Alternative stellen Saisonkennzeichen dar. "Sie haben den Vorteil, dass An- und Abmeldung automatisch erfolgen und dafür nicht jedes Mal Gebühren anfallen", sagt Schwarz. Der Zulassungszeitraum ist zwischen zwei und elf Monaten innerhalb eines beliebigen 12-Monatszeitraums frei wählbar, lediglich Anfang und Ende des Zeitraums müssen mit dem vollen Kalendermonat zusammenfallen. Eine Verbesserung in der Schadenfreiheitsklasse bei einem schadenfreien Verlauf des Vertrags kann erfolgen - sofern die Saisonlaufzeit mindestens sechs Monate beträgt.

Spezielle Zweitwagentarife lohnen sich, wenn in einem Haushalt zwei Autos von unterschiedlichen Haltern gefahren werden und ein Fahrer bisher keine eigenen Schadensfreiheitsrabatte erhalten hat. Deshalb ist es empfehlenswert, das zweite Fahrzeug als Zweitwagen auf den Versicherungsnehmer des ersten Fahrzeugs anzumelden. Die Bedingungen für die Zweitwagenregelung sind je nach Versicherungsgesellschaft sehr unterschiedlich. "Fahrzeughalter sollten die einzelnen Tarife genau miteinander vergleichen", sagt Michael Schwarz.
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