Der richtige Versicherungsschutz fürs Eigenheim

(lifePR) ( Wiesloch, )
Wer sich den Wunsch von den eigenen vier Wänden erfüllen möchte, sollte auch den passgenauen Versicherungsschutz dafür wählen. Welche Absicherungen für Häuslebauer und Eigentümer besonders wichtig sind.

Das aktuell niedrige Zinsniveau nutzen viele Deutsche, um ihren Traum vom Eigenheim zu realisieren. Immobilienbesitzer sollten aber auch immer die notwendige Absicherung im Blick haben. Speziell beim Hausbau gilt es, noch einige Besonderheiten zu beachten.

Kombi-Absicherung für Bauherren

Ein Rohbau birgt etliche Gefahren für Passanten. Der Bauherr trägt die Verantwortung dafür, dass die Baustelle ordnungsgemäß gesichert ist. Schäden im Zusammenhang mit privaten Baustellen werden zwar bis zu einer bestimmten Bausumme von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. Allerdings ist die in üblichen Privat-Haftpflichtversicherungen abgesicherte Bausumme oftmals zu niedrig für den Neubau eines Hauses, da sie oft auf maximal 50.000 oder 100.000 Euro begrenzt ist. Bauherren sollten daher entweder den bestehenden Versicherungsschutz frühzeitig anpassen oder für die Bauphase eine zusätzliche Bauherrenhaftpflichtpolice abschließen.

"Diese Policen bieten einige Versicherer im Übrigen direkt im Kombipaket mit einer Bauleistungsversicherung beziehungsweise Feuer-Rohbauversicherung an", sagt Michael Schwarz, Leiter Produktmanagement Sachversicherungen bei MLP. Eine Bauleistungsversicherung (früher: Bauwesenversicherung) schützt Handwerker und Bauherren vor unvorhersehbaren Schäden während der Bauzeit, wie etwa durch Hochwasser oder Vandalismus. Eine Feuer- Rohbauversicherung ersetzt entsprechend Feuerschäden. Beide Policen sind deshalb für Häuslebauer ratsam.

Wenn Freunde mithelfen

Helfen Bekannte oder Familienangehörige auf dem Bau mit, muss sie der Bauherr bei der Bauberufsgenossenschaft (Bau-BG) anmelden - sofern sie insgesamt mehr als 39 Stunden mitarbeiten. Dabei ist unerheblich, ob die Helfer einen Lohn für ihren Einsatz erhalten oder nicht. Versäumt der Auftraggeber die Meldung, droht ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro. Als Unfallversicherer springt die Bau-BG ein, wenn der private Helfer auf der Baustelle oder dem Weg dorthin verunglückt. Nicht über die Bau-BG versichern können sich dagegen der Bauherr selbst und dessen Ehepartner. Beide lassen sich allenfalls über eine private Unfallversicherung absichern. Sie hat den Vorteil, dass sie auch alle weiteren Lebensbereiche in den Versicherungsschutz einbezieht.

Schutz für Immobilieneigentümer

Zur Basisausstattung eines Immobilieneigentümers gehört eine Wohngebäudeversicherung. Sie schützt vor Schäden, die Feuer, Blitzschlag, Sturm, Hagel oder Leitungswasser am Haus anrichten können. "Diese Police ist vor allem deshalb wichtig, weil der Wert des Gebäudes so hoch ist, dass der Verlust ein Existenzrisiko bedeuten kann", sagt Michael Schwarz. Versicherte sollten zudem unbedingt im Kleingedruckten nachlesen, welche Schäden abgedeckt sind. Denn manche Anbieter versichern beispielsweise durch eigene Unachtsamkeit verursachte Schäden nicht in vollem Umfang mit. Ebenso kosten durch Überspannung, zum Beispiel in Folge eines Blitzschlags, entstandene Schäden bei vielen Versicherern einen Zuschlag und sind häufig nicht automatisch mitversichert.

Je nach Lage und Art des Hauses ergeben weitere individuelle Ergänzungen des Versicherungsschutzes Sinn. Wer etwa viele großflächige Panoramascheiben eingebaut hat, kann eine Glasversicherung in Betracht ziehen - wer in windexponierten Lagen oder in der Nähe von Gewässern wohnt, sollte auf jeden Fall eine Elementarschaden-Versicherung einschließen. Wird das Haus mit Öl beheizt, ist unter Umständen eine zusätzliche Gewässerschaden- Haftpflichtversicherung relevant. Sie fängt die finanziellen Folgen auf, sollte Öl durch mangelhafte Wartung aus dem Tank auslaufen und ein Gewässer verseuchen. Wer dagegen auf regenerative Energien setzt und Photovoltaikkollektoren auf dem Hausdach hat, braucht eine spezielle Photovoltaikversicherung. "In der normalen Gebäudeversicherung sind Diebstahl oder Beschädigung solcher Anlagen sowie der Ertragsverlust durch die ausgefallene Stromproduktion in der Regel nicht inbegriffen", sagt Michael Schwarz.

Ob Fernseher, Küchengeräte oder Möbel: Alles, was sich als Inventar im Haus befindet, sichert der Bewohner über die Hausratversicherung gegen Einbruchdiebstahl, Feuer-, Sturm-, Hagel- oder Wasserschäden ab. Vergrößert sich der Hausrat über die Jahre, ist es sinnvoll, in regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob die Deckungssumme noch zum gestiegenen Wert des Inventars passt.

Vermieter benötigen zusätzliche Absicherung

Jeder Eigentümer hat dafür zu sorgen, dass Immobilie und Grundstück in einem verkehrssicheren Zustand sind. Wer diese Pflicht vernachlässigt, muss selbst finanziell dafür aufkommen, wenn sich eine Person verletzt. Wer ein Einfamilienhaus bewohnt, ist in der Regel über seine bestehende private Haftpflichtpolice ausreichend abgesichert. Anderes kann für Immobilienbesitzer gelten, die Wohnungen oder Teile des Hauses vermieten. "Manche Versicherungen klammern das Risiko aus vermieteten Immobilien ganz oder teilweise aus dem Versicherungsschutz der Privat-Haftpflichtversicherung aus", sagt Michael Schwarz. In diesen Fällen wird eine zusätzliche Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung notwendig.

Rechts- und Ratenschutzversicherung: im Einzelfall empfehlenswert

Nur im Einzelfall notwendig sind eine Rechtsschutz- sowie eine Ratenschutzversicherung. Wer für Streitigkeiten mit Nachbarn oder Mietern vorbeugen möchte, kann seinen Versicherungsschutz um eine Rechtsschutzversicherung erweitern. Eine Ratenschutzversicherung garantiert die Finanzierung auch bei Krankheit und Arbeitslosigkeit des Bauherren, wird aber oftmals zu schlechten Konditionen angeboten.

Fazit: Versicherungen gegen unvorhersehbare Schäden oder für Haftpflichtfragen sind unverzichtbar. Welche zusätzliche Absicherung man unbedingt benötigt, sollte jeder nach seinem persönlichen Risikoempfinden abwägen.
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