Mittelhessen auf dem Marktplatz der Immobilien-Ideen

Zehnter Gemeinschaftsstand unter der Regie des Regionalmanagements auf der Expo Real

(lifePR) ( München, )
Mit einem positiven Fazit haben am Mittwoch die mittelhessischen Aussteller die wichtigste deutsche Immobilienmesse Expo Real in München abgeschlossen. "Die Märkte sind voll mit Geld", sagte Heiner Geißler von der IMAXX Gesellschaft für Immobilienmarketing. "Wir sind sehr zufrieden mit der Messe." Auch Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH (RMG), die den Gemeinschaftsstand mit 22 regionalen Ausstellern als Projektträger organisierte, zeigte sich "hochzufrieden": Der mittelhessische Immobilienmarkt "ist in Bewegung und wird von außen positiv wahrgenommen". Erstmals haben sich auch vier mittelhessische Sparkassen als Mittelhessen-Standpartner engagiert. Die Aussteller lobten die guten brancheninternen wie auch interregionalen Gespräche; viele verwiesen auch auf konkrete Abschlüsse und Anbahnungen ihrer Projekte.

"Wir nutzen die Messe auch als Lobby-Plattform und suchen den intensiven Dialog zur Politik, zur Landeswirtschaftsförderung und der Rhein-Main-Region", sagte Ihle. Das sei auch in diesem Jahr bei der 10. Auflage des mittelhessischen Gemeinschaftsstands gelungen. "Der Stand ist einer der wichtigsten Bausteine für die Wirtschaftsförderung in der Region", betonte Klaus Rohletter von der Albert Weil AG, Leiter des Netzwerks Wirtschaft der RMG. Er sei "enorm wertvoll, weil das Zusammenwirken der Region verbessert wird, das Klima und die Frequenz". Auch die Zusammenarbeit mit den am insgesamt 187 Quadratmeter großen Stand vertretenen Banken sei wichtig. Für diese dient die Expo-Teilnahme auch der "Unterstützung der heimischen Bauträger", wie Sascha Rexin von der Volksbank Mittelhessen formulierte. "In der angenehmen Atmosphäre des Mittelhessen-Standes war es leicht, intensive Gespräche zu führen", fügte sein Kollege Stephan Hofmann, Vorstand der Sparkasse Wetzlar, hinzu.

"Ich habe den Eindruck, dass der Stand noch einmal an Attraktivität gewonnen hat und sich der Austausch weiter intensiviert", bewertete Gießens Regierungspräsident Dr. Lars Witteck das diesjährige mittelhessische Expo-Engagement. Witteck selbst bemühte sich nach eigenen Angaben in München in "kooperativen Gesprächen" mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) um weitere Unterkünfte für die Flüchtlinge in Mittelhessen.

Zu Besuch bei den mittelhessischen Ausstellern war auch Hessens Umweltministerin Priska Hinz, deren Ressort in Wiesbaden für das Bauwesen zuständig ist. "Unsere Region hat was zu bieten - in Sachen Landschaft sowieso aber auch beim Wohnbau und der Wirtschaftsentwicklung", sagte die in Mittelhessen lebende Politikerin, die bei dieser Gelegenheit die Bedeutung der Breitbandversorgung für den ländlichen Raum betonte. Ein weiteres Thema für Hinz war der Mangel an bezahlbarem Wohnraum: Beim "Hessen Dialog", einer mit hochkarätigen Experten aus Wirtschaft, Kommunen und Verwaltung besetzten Gesprächsrunde, ging es am Dienstag um den Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen zu dieser Frage.

Hinz warf auch einen Blick auf ein Modell der "Brücke der Zukunft", der Projekt-Vision der Egenolf Grundstücksgesellschaft aus Runkel-Dehrn zur Weiternutzung der alten A3-Autobahnbrücke bei Limburg. Vor der Messe habe es zwei große Hotel-Gruppen gegeben, die ein Investment-Interesse bei der Bebauung der Brücke haben, sagte Albert Egenolf zum Abschluss der Expo. "Mittlerweile haben wir vier." Viele Investoren sagten, "wenn Sie das Baurecht haben, sind wir da." "Über 50 Prozent der Flächen wären sofort vermarktbar", sagte Egenolf, obwohl bislang nur die Idee für die Konversion der alten Brücke existiere.

Auch für die übrigen am Stand vertretenen Unternehmen scheint sich München gelohnt zu haben: Das langfristige Engagement zahle sich aus, wie Wolfgang Kunz von der KuBuS generalplanung und projektentwicklung gmbh aus Wetzlar mit einem Beispiel unterstrich: Ein Projekt in Nordrheinwestfalen sei 2007 noch an Eigentumsverhältnissen gescheitert. "Dieses Jahr kam der Baudezernent auf uns zu, weil das inzwischen geregelt ist, und wir sind wieder dabei."

Eine Vertragsunterschrift zusammen mit Daniel Roßmann konnte Jörg Fischer für die GHI Gesellschaft für Handel und Immobilien als Münchner Ergebnis vorweisen: Das Lindener Unternehmen wird in Löhnberg einen Rossmann-Drogeriemarkt mit rund 650 Quadratmetern Verkaufsfläche entwickeln. Und das Bauunternehmen Adolf Lupp kommt mit einem 13-Millionen-Euro-Gewerbeauftrag von der Messe nach Gießen zurück. Ergebnisse gibt es auch beim Gießener Gewerbegebiet "Alter Flughafen", dem ehemaligen US-Depot: "Wir haben konkret mit zwei Unternehmen verhandelt", sagte Daniel Beitlich vom Projektentwickler Revikon. Dabei gehe es um insgesamt 20.000 Quadratmeter-Fläche.

Für Landrätin Kirsten Fründt vom Landkreis Marburg-Biedenkopf war es das erste Mal auf der Münchner Immobilienmesse: "Ich hatte bisher ja nur einen kleinen Einblick und war neugierig, ob das stimmt, was ich gehört habe." Die Veranstaltung sei tatsächlich so positiv: "Ich finde es klasse, wie viele Kontakte auf engstem Raum hier möglich sind." Es sei sehr gut, dass der Landkreis mit seinen Kommunen hier mit der Wirtschaftsförderung präsent sein könne. "Wir hatten viele Nachfragen und gute Gespräche." Abschließend betonte Fründt: "Der gemeinsame Auftritt der Region ist notwendig."

Als "idealer Marktplatz für Ideen", beschrieb Wetzlars Baudezernent Harald Semler die Expo: "Wir konnten sowohl bestehende Kontakte vertiefen als auch neue schließen." Er kehre mit seiner Mannschaft "sehr zufrieden" nach Wetzlar zurück. "Wir haben sehr konkrete Gesprächsrunden mit Besitzern von Wetzlarer Immobilien gehabt, um die Beziehungen zu pflegen, Menschen zusammenzuführen und zukünftige Möglichkeiten miteinander zu reflektieren", zog Semler Bilanz.

Insgesamt kamen in diesem Jahr annähernd 37.000 Teilnehmer aus 74 Ländern zur Expo Real nach München. Der Gemeinschaftsstand der Region Mittelhessen wird von der Europäischen Union aus Mitteln des europäischen Fonds für Regionalförderung kofinanziert.
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